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Bericht über eine „Verhandlung“ vor dem Amtsgericht Berlin
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Am 20. Februar, am Faschingstag, fand eine Verhandlung gegen mich im Berliner Amtsgericht Moabit statt. Es ging um den Offenen Brief der Ehefrau des Ernst Zündel, den sie an den Richter ihres Mannes schrieb und den ich auf meiner damaligen Homepage veröffentlicht hatte. Der Termin 20. Februar wurde mir bereits im Dezember letzten Jahres mitgeteilt. Ich habe mich damals sofort entschlossen, keine Mitstreiter zur moralischen Unterstützung einzuladen. So kannte also auch keiner die Uhrzeit und den Ort der „Faschings-Farce“.(Am liebsten hätte ich mir eine Pappnase aufgesetzt) Allerdings wurde in der „Jungen Welt“ folgender Aufruf verbreitet. „Prozeßbeginn gegen Leugner des Holocausts
Berlin. Vor dem Amtsgericht Tiergarten findet am 20. Februar ein Prozeß gegen den Geschichtsrevisionisten Klaus Krusche wegen Volksverhetzung statt. Ihm wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in den Jahren 2005 und 2006 auf seiner Internetseite wiederholt den Holocaust geleugnet und Stimmung gegen Nichtdeutsche und Juden gemacht zu haben. Krusche wurde bereits im November 2005 und im Mai des vergangenen Jahres wegen Volksverhetzung zur Zahlung von Geldstrafen verurteilt. Antifaschisten zufolge, sind gegen ihn noch weitere Verfahren anhängig. Der Prozeß findet am 20. Februar (14 Uhr) im Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Turmstraße 91 (Gebäude B, Raum B136) statt.“ Die genaue Anzahl der „Antifaschisten“ konnte ich nicht ermitteln, da sie in den Seitengängen rumstanden. Ich schätze so zwischen 30 und 40. Der Verhandlungsbeginn verzögerte sich um gut eine Stunde und es blieben dann immerhin noch über 20 "Antifaschisten", die den Rechten die "Lufthoheit" nehmen wollten, übrig. Zu ihrem großen Mißfallen konnten sie allerdings, außer mir, keinen „Nazi“ entdecken. Nun ja, die „Verhandlung“ begann und nach Verlesung der Vorwürfe durch den Staatsanwalt, (Ich hatte ihn schon auf dem Gang begrüßt mit: „Ah, der Herr Mohr, der seine Schuldigkeit tun muß!“) konnte ich Stellung nehmen. Ich sagte: „ Nach drei Verhandlungen bin ich mir darüber klar geworden, daß alle Erklärungen meinerseits sinnlos sind. Die, von mir bisher abgegebenen, können Sie in den Akten nachlesen. Ich komme heute ohne Erklärungen, ohne Anwalt und ohne moralische Unterstützung durch Freunde. Denen habe ich geraten, heute Fasching zu feiern!“ Dann wurde der „Zeuge“ Schöler aufgerufen. Da ich aber im Vorfeld schon zugegeben hatte, daß seine „Recherchen“ den Tatsachen entsprechen, habe ich auch ihm den Auftritt versaut. Er wurde nicht mehr gebraucht. Nach dem üblichen Rückzug des „hohen Gerichtes“ zu Beratung (Kaspertheater) wurde das Urteil verkündet: 90 Tagessätze á 20 Euro.
Vor dem Gerichtssaal wurde ich von Fotografen und "Journalisten" belästigt, habe aber auch ihnen gegenüber meine stoische Ruhe bewahrt. |
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