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Neue umfassende Abkommen zwischen Kuba und Venezuela. Stärkung der Bolivarischen Alternative für Amerika
Mit wirtschaftlichen Kooperationsabkommen in Höhe von umgerechnet 1,12 Milliarden US-Dollar haben Venezuela und Kuba Mitte der Woche erneut deutlich gemacht, daß die USA in Lateinamerika wirtschaftlich in die Defensive geraten. Denn während Washington seine Freihandelsinitiative ALCA in Lateinamerika nur schleppend voranbringt, formiert sich die Bolivarische Alternative für Amerika (ALBA) zusehends. Gute zwei Jahre nach ihrer Gründung durch Kuba und Venezuela hat sich auch Bolivien der ALBA angeschlossen. Der Beitritt von Ecuador und Nicaragua wird in diesem Jahr erwartet. Das Abkommen setzt auf einen »solidarischen Handel zwischen den Völkern«.
Die neuen Verträge zwischen Havanna und Caracas erstrecken sich auf die Bereiche Bergbau, Telekommunikation, Tourismus, Transport und Energie. Ein Fiberglaskabel zwischen dem venezolanischen La Guaira und Siboney auf Kuba solle etwa die »Unabhängigkeit der Kommunikation« gewährleisten, sagte der venezolanische Kommunikationsminister Jesse Chacón in Caracas, wo Hugo Chávez und der kubanische Vizepräsident Carlos Lage am Mittwoch gut ein Dutzend Verträge und Absichtserklärungen unterzeichneten. Neben dem Aufbau eines Telekommunikationsunternehmens wollen beide Staaten in der Stahlindustrie kooperieren. Schon 2006 hatte das Handelsvolumen zwischen Kuba und Venezuelas 2,64 Milliarden US-Dollar betragen. Es war damit sechs mal höher als 2001.
Der Besuch des kubanischen Vizepräsidenten fand exakt 48 Jahre statt, nachdem Fidel Castro im Januar 1959 Venezuela besucht hatte. Zur Erinnerung überreichte Lage Chávez ein Originalexemplar der damaligen Tagesausgabe der Granma mit dem Bericht über die Visite.
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