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Wer als Journalist über Gesundheitsschäden durch Mobilfunk
berichten will, erlebt merkwürdige Dinge. Von umgeschriebenen Artikeln, Sendetermin-Problemen und gekippten Enthüllungsstorys.
Der Stein des Anstoßes war eine etwas esoterisch anmutende Zeitschrift namens Raum und Zeit. Marc Lutz, Werbefilm-Student an der Filmakademie Ludwigsburg, war zu Besuch bei einer Freundin, die von Beruf Heilpraktikerin ist. Bei ihr lag immer viel eigenartige Literatur herum, und nun zeigte sie dem 24-Jährigen einen Artikel über Mobilfunkstrahlung. Skeptisch begann er zu lesen. Ein Physiker kritisierte eine Broschüre des bayrischen Umweltministeriums, die Sendemasten völlige Unbedenklichkeit bescheinigte.
Lutzens Skepsis schwand, als der Physiker ein Argument nach dem anderen sezierte und widerlegte. Ein Funkmast arbeite nur mit der lächerlichen
Leistung von 2 oder 3 Watt, beruhigte die Broschüre. Falsch, sagte der Physiker: Unten gehen zwar nur wenige Watt hinein, oben kommen aber 80.000 Watt heraus. Marc Lutz war elektrisiert und begann, neben seinem Studium und den Werbefilm-Dreharbeiten zu recherchieren – über ein Problem, das offiziell nicht existiert. . . . . . . . .
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