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11.04. 2007 Info von:   rian
Südamerikanische Staaten planen gemeinsame Bank als Gegenpart zu IWF
   

BUENOS AIRES, 11. April (RIA Novosti). Mit der Gründung einer Südamerika-Bank soll laut Ecuadors Wirtschaftsminister die Abhängigkeit der lateinamerikanischen Länder vom IWF beendet werden.

„Die Hauptaufgabe der Gründung der Südamerika-Bank besteht darin, die Abhängigkeit der lateinamerikanischen Länder vom IWF zu beenden“, sagte Ecuadors Wirtschaftsminister, Ricardo Patico, nach Verhandlungen mit seinen Amtskollegen aus Argentinien, Venezuela und Brasilien vor Journalisten.

„Wir wollen den Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht weiter um Kredite bitten, wenn wir selbst freie Devisengelder bei ausländischen Banken haben“, fügte er hinzu.

Ecuadors Präsident Rafael Correa hatte zuvor der Idee der Präsidenten von Venezuela und Argentinien zugestimmt, die Südamerika-Bank als Gegenpart zu internationalen Finanzeinrichtungen zu gründen. Er hatte auch vorgeschlagen, eine einheitliche lateinamerikanische Währung einzuführen, wie es die Europäische Union gemacht hatte.

Die südamerikanische Region verfügt über freie Finanzmittel von mehr als 200 Milliarden US-Dollar, die in den Wertpapieren entwickelter Länder, in erster Linie in den USA, angelegt sind.

Die meisten südamerikanischen Staatschefs fordern ein Ende der Finanzierung reicher Länder und wollen freies Kapital in die Entwicklung von Wirtschaftsbereichen in Südamerika investieren.

Argentinien, Venezuela, Ecuador, Bolivien und Paraguay zeigen sich bereit, sich an der Südamerika-Bank zu beteiligen. Bolivien bekundet ebenfalls großes Interesse, hat jedoch offiziell noch nicht zugestimmt.

Man erwartet, dass über die Regional-Bank auf einem Südamerika-Energiegipfel beschlossen wird. Der Gipfel wird vom 16. bis 17. April 2007 in Venezuela stattfinden. Dessen Präsident Hugo Chavez erklärte sich schon bereit, als ersten Beitrag sieben Milliarden US-Dollar zu überweisen.

 

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