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März 2007 Wolfgang Kohlmaier Info von:  
Lizenzvereinbarungen Windows Vista
   

Liebe Freunde!

 

Das neue Betriebssystem von Microsoft 'Vista' ist da. Die Lizenzvereinbarungen, die jeder persönlich abklickt und damit auch rechtswirksam akzeptiert, sollten jeden von uns stutzig machen:

"Der Benutzer stimmt zu, daß sich Vista regelmäßig mit Microsoft verbindet, ohne im Einzelfall den Benutzer auch nur davon zu unterrichten, und Informationen über den PC und die installierte Software übermitteln.

"(EULA=Endbenutzer-Lizenzvertrag, Punkt 7)

"Bei Vista soll der Benutzer nicht mehr nur auf Updates verzichten, falls die "Überprüfung" fehlschlägt. Microsoft behält sich vielmehr vor, das Betriebssystem bis hin zu Unbenutzbarkeit zu deaktivieren, wenn der Prozess scheitert "(EULA, Punkt 5).

"Mit der Benutzung von Windows Vista stimmt man zu, dass Microsoft via "Windows Defender" ohne jede Nachfrage "potenziell unerwünschte Software" vom Rechner entfernt, auch wenn dadurch andere Software auf dem Computer nicht mehr funktioniert oder deren Lizenzbestimmungen verletzt werden."  -  Das kann durchaus auch Software betreffen, die vom Benutzer gar nicht unerwünscht ist, räumt Microsoft unumwunden ein.(vgl.www.linux-user.de)

Die bekanntgewordenen Mitarbeiter bei der Vista-Entwicklung:

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/01/08/AR2007010801352.html

http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/83436&words=NSA%20Vista

Das heißt:

Mit der Installation von Windows-Vista erteile ich persönlich und rechtswirksam einer fremden Firma das Recht, ohne mein Wissen auf meinen PC zugreifen zu dürfen und von dort Daten abzufragen. Dies alles auf meinem Ordinations-Computer mit sensiblen medizinischen Daten, die besonders schutzbedürftig sind. Weiters habe ich zugestimmt, dass diese Firma, über eine von ihr installierte "Anti-Spy" Software mit dem Namen Windows-Defender, jederzeit und ohne Nachfrage per Fernzugriff Software und Daten auf meinem Computer entfernen (=löschen) darf.

Es gilt somit im Namen der Ärztekammer abzuklären, ob die Installation von Windows-Vista auf einem Computer in meiner Ordination nicht eine grobe Fahrlässigkeit darstellt und ob dieses Betriebssystem somit überhaupt mit den strengen Datenschutzrichtlinien für Ärzte vereinbar ist .

 

Heise online sagt dazu:

Bericht: NSA half Microsoft bei der Vista-Entwicklung

Der Softwarekonzern Microsoft bekam bei der Entwicklung seines neuen Betriebssystems Windows Vista Unterstützung von der National Security Agency (NSA). Die Tageszeitung Washington Post berichtet, Microsoft habe erstmals bestätigt, dass es bei der Softwareentwicklung mit dem US-Geheimdienst kooperiert habe, wolle aber keine Details nennen. Dem Bericht nach hatte das Redmonder Unternehmen bereits vor vier Jahren die NSA um Gutachten für Windows XP und Windows Server 2003 ersucht.

Microsoft habe auch mit anderen, nationalen wie internationalen Behörden und Organisationen einschließlich der NATO kooperiert, wird ein Microsoft-Mitarbeiter zitiert. Vor dem Hintergrund der laufenden Debatte um die Bespitzelung der US-Bürger durch die NSA erscheint eine Kooperation mit der NSA für Microsoft aber als ein heikles Thema – zumal das Unternehmen vor sieben Jahren in den Ruch geriet, Handlanger der US-Geheimdienste zu sein. Seinerzeit war der Verdacht aus dem Jahr 1999 aufgewärmt worden, es gebe in Windows einen Spionage-Zugang für die NSA. Diesen Vorwurf hatte Microsoft weit von sich gewiesen.

Der Geheimdienst versichert laut dem Bericht, er habe Microsoft lediglich bei der Verbesserung der Sicherheitsfunktionen geholfen. Dazu seien zwei Teams gebildet worden. Das eine habe Attacken ausgeführt, das andere Systemadministratoren des Verteidigungsministeriums bei der Konfiguration von Vista geholfen. Microsoft hat bisher nicht allzu deutlich auf die Kooperation hingewiesen.


 

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