|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Irak - das blanke Chaos
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
In Bagdad, so westliche Augenzeugen, die aus dem Irak
zurückgekehrt sind, herrscht das blanke Chaos. „Der Bürgerkrieg
ist bereits im vollen Gange“ lassen wir uns von einem befreundeten
Korrespondenten bestätigen. Und er fügt bei: „Längst haben
die irakische Regierung und die US-Truppen die Kontrolle verloren. Milizen
liefern sich blutige Kämpfe um die Vormachtstellung in den einzelnen
Stadt-Vierteln. Ab drei Uhr nachmittags sind die Strassen wie leergefegt. Um
die verlorene Kontrolle der Hauptstadt wieder zurückzu-gewinnen,will
Washington zusätzlich 17'500 Soldaten alleine für Bagdad
bereitstellen. Der Bürgerkrieg hat die Landesflucht stark beschleunigt.
Nach Angaben der UN-Flüchtlingskommission verlassen jeden Monat 50'000
Menschen den Irak. Hauptziel: Jordanien.. Die Terrorakte im Irak haben sich
nach Einschätzung des neuen US-Kommandanten David Petraeus in den
vergangenen Wochen weiter verstärkt . Es bestehe offenbar ein Zusammenhang
mit der vor drei Wochen eingeleiteten Offensive für mehr Sicherheit im
Großraum Bagdad, sagte Petraeus auf einer Pressekonferenz in Bagdad..
Eine ehrenwerte Gesellschaft verwaltet den Irak -Korruption im Irak nimmt gigantische Ausmaße an .: Ermittlungen gegen acht Minister und 40 Generaldirektoren Die Korruption hat im Irak im vierten Jahr nach dem Einmarsch der US-Armee Ausmaße erreicht, wie es sie zu Zeiten des Regimes von Saddam Hussein nicht gegeben hatte. Der Vorsitzende der irakischen Anti-Korruptionsbehörde , Radhi Hamza al-Radhi, sagte der Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" "Es gibt acht Minister und 40 Generaldirektoren , gegen die von der Justiz Ermittlungen wegen Korruption eingeleitet wurden, und die Beschuldigten sind alle ins Ausland geflohen." In den aktuellen Ermittlungsverfahren der Behörde geht es laut Al-Radhi um veruntreute öffentliche Gelder in Höhe von insgesamt acht Milliarden US-Dollar (rund sechs Milliarden Euro ). Unabhängige Beobachter in Bagdad berichten, es sei inzwischen schwer, einen Beamten zu finden, der eine Dienstleistung ohne Bestechung erbringe . Al-Radhi räumte ein, dass es selbst in seiner Behörde schon einzelne Fälle von Korruption gegeben hat. "Die Behörde gibt es noch nicht sehr lange, vielleicht gibt es in ihr Probleme, aber diese Probleme haben nicht das (von ihren Kritikern behauptete) Ausmaß." Im jüngsten Korruptionsindex der Organisation Transparency International war der Irak zu den vier korruptesten Staaten der Welt gezählt worden. In den von Antikorruptionsbehörde genannten Zahlen sind nicht die Unterschlagungen von UNO-Geldern enthalten, die von US-Firmen im Irak begangen wurden Militärische Ueberlegungen des Iran – Rückschlüsse aus Militärübungen Der Iran führt seit Monaten Militärübungen durch, mit dem die Zweitschlagsmöglichkeiten erprobt werden. Der Iran geht von einem Militärschlag gegen die weit verstreuten Atomanlagen aus und stellt fest, daß es gegen diesen Erstschlag nichts unternehmen könne. Es fehlt ein nicht zu ortendendes Flugabwehrsystem. Das iranische Militär geht deshalb davon aus, daß nur massive Vergeltungsschläge nach einem Angriff einer fremden Macht infrage kommen. Der Iran verfügt über Unmengen modernster Raketen mit großer Reichweite und großer Sprengkraft. Damit könnte er die gesamte Schifffahrt in der Meerenge von Hormus, durch welche die Oeltanker von den arabischen Staaten nach Europa fahren, zum Erliegen bringen. Selbst Flugzeugträger sind vor den iranischen Raketen nicht sicher. Die Iraner sprechen davon, daß sie den USA ein zweites Pearl Harbor zufügen könnten. Problem: Die Oeltanker fahren weder unter amerikanischer oder israelischer Flagge und neutrale Schiffe dürfen nicht versenkt werden, auch falls die Ladung für die USA bestimmt ist. Iranischer Exminister lief zu USA über Der ehemalige Vizeverteidigungsminister des Iran ist einem Bericht der Washington Post zufolge zu den USA übergelaufen. Der frühere Minister und Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Ali Resa Asghari, habe den USA Informationen über die mit dem Iran verbündete Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon geliefert, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen hochrangigen US-Regierungsvertreter. Asghari arbeite freiwillig mit den USA zusammen und sei nicht, wie von der Regierung Irans behauptet, entführt worden. Asghari soll sich in den 80er Jahren aktiv an der Gründung der Hisbollah beteiligt haben. Für wieviel ihn die USA gekauft haben, wurde bisher nicht bekannt. US-Offiziere befürchten im Irak Kollaps wie in Vietnam "Inkompetent und dumm": Mit scharfen Worten hat Timothy Carney, US-Koordinator für die Wiederaufbauhilfe im Irak, die Politik seines Landes im ersten Jahr nach dem Sturz von Saddam Hussein kritisiert. US-Offiziere befürchten einem Zeitungsbericht zufolge einen Kollaps im Irak -wie einst in Vietnam. Der Hauptfehler der USA war, nach Auffassung von Carney, nach dem Sturz des früheren irakischen Diktators Saddam Hussein im Frühjahr 2003 keine Iraker in die Regierungsarbeit einzubinden. Die falsche Vorstellung, das Land allein regieren zu können, habe den Konflikt in die Länge gezogen und viele Menschenleben gekostet, sagte der US-Koordinator für die Wiederaufbauhilfe im Irak dem US-Hörfunksender NPR. Als er den Irak Mitte Juni 2003 verlassen habe, sei es -zumindest in Bagdad -ohne weiteres möglich gewesen, mit dem Auto herumzufahren oder ins Restaurant zu gehen, fügte Carney hinzu. Bei seiner Rückkehr im Februar 2007 sei die Sicherheitslage dagegen "entsetzlich" gewesen. Die USA hätten jetzt aber noch eine Chance, ihre Ziele im Irak zu verwirklichen. Carney, der unter anderem Botschafter in Haiti und im Sudan war, arbeitete nach der US-Invasion im Irak drei Monate als Berater im Industrieministerium in Bagdad. Auf seinen Posten als Koordinator für die Wiederaufbauhilfe wurde er im Januar berufen. Noch skeptischer als Carney äußerte sich ein Eliteteam von US-Offizieren um General David Petraeus, das helfen soll, Bushs neue Irak-Strategie umzusetzen. Einem Bericht der britischen Zeitung "Guardian" zufolge sehen die Offiziere das US-Militär unter erheblichem Zeitdruck: Demnach haben die USA nur noch sechs Monate Zeit, um den Krieg im Irak zu gewinnen -ansonsten drohe ein Kollaps wie einst in Vietnam, der einen raschen Abzug der Truppen zur Folge hätte. Dem Bericht zufolge sehen die Militärexperten vor allem in der ungenügenden Anzahl von Soldaten ein Sicherheitsrisiko. Zudem warnen sie vor einer Auflösung der internationalen Koalition und einer Zunahme der Gewalt im Süden des Landes. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||