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Juni 2007 Kübler Info von:   rheinwiesenlager
Deutsche Kriegsgefangene in US - Lagern
   

Zur Mail weiter unten von Hr. Kübler ergänzend vorweg noch ein Kommentar aus den MaxNews vom 18.05.07, die ganz andere "KZs" und unter nicht deutscher Führung gestanden habend beschreibt, sondern den "Befreiern" unterstellt waren - und zwar dabei in welch menschenverachtender Weise! Von Menschenwürde auch Kriegsgefangenen gegenüber kann da nicht annähernd die Rede sein, und bis heute hat sich diesbezüglich nichts geändert, s. Guantánamo und AbuGhraib. Das nur mal als andere Perspektive und gegen alle vorgefertigte Einseitigkeit von wegen allgemeiner, unhinterfragbarer "deutscher Schuld". Niemand ist schuldlos, niemand! Und von daher ist erst recht niemand autorisiert zu (ver)urteilen, schon gar nicht einseitig und traditionsgemäß. Ob nun "auserwählt" oder nicht, vor Gott dem Schöpfer sind nunmal alle Menschen gleich und unprivilegiert. Oder sollten etwa Bestimmte doch gleicher sein, wie Banken vor dem Gesetz?

 

Kommentar: 

 

Die USA nahmen anläßlich der Kapitulation 1945 viele Millionen deutscher

Soldaten als Kriegsgefangene. Der Status des Kriegsgefangenen wurde ihnen

jedoch (rechtswidrig) abgesprochen, sie wurden als "feindliche Truppen, die

sich ergeben haben" bezeichnet. Der Grund war die Absicht der

Morgenthau-Fraktion, allen voran Eisenhower, die Leute zu ermorden. Damit

war das Rote Kreuz von den Lagern ausgeschlossen. Als Berichte über

entsetzlichen Hunger in den Lagern in der Schweiz bekannt wurden, sandte das

IKRK Hilfszüge mit Lebensmitteln. Diese wurden von den Ami's abgewiesen und

zurückgeschickt. Wenn Dorfbewohner aus den umliegenden Dörfern, selber am

Verhungern, den Gefangenen ein paar Bissen über den Zaun warfen, eröffneten

die US-"Soldaten" das Feuer auf die Zivilisten und zündeten die gespendeten

Lebensmittel an. Von Eisenhower, der jüdischer Abkunft war, ist bekannt, daß

er ausdrücklich Maßnahmen befahl, die den baldigen Tod der Gefangenen

herbeiführen mußten: "No shelter!".

 

Wie auf dem Bild im Anhang zu sehen, fehlte jede Infrastruktur in den

Lagern: Keine Gebäude, keine Baracken, kein Unterstand! Keine Latrinen!

Keine Wasserstelle, keine Waschräume, Lagerküche, Krankenstation,

Beschäftigungsmöglichkeiten. Darüber hinaus waren die Todeslager absurd

überbelegt. Die Kriegsgefangenen mußten Sommer und Winter bei Hitze, Kälte,

Regen, Schnee eng gedrängt auf dem bloßen Erdboden vegetieren, oft gab es

tagelang kein Wasser oder Verpflegung, gelegentlich schossen die Posten in

die Massen oder ließen Bulldozer über die Erdhöhlen der Gefangenen rollen.

Nach Untersuchungen des kanadischen Historikers J. Baque ("Der geplante

Tod") sind in den US-Lagern etwa eine Million Kriegsgefangene rechtswidrig

zu Tode gekommen, wer das Bild in der Anlage {Max: siehe

http://www.rheinwiesenlager.de/lager.htm}  bloß ansieht und um die Umstände

weiß, der wird diese Schätzung noch für viel zu niedrig halten.

 

Demgegenüber kann daran erinnert werden, daß es in den deutschen Lagern

Gebäude und ordentliche Baracken als Unterkünfte gab, Eß- und

Aufenthaltsräume, Duschräume, Bibliotheken mit Zehntausenden von Bänden,

Lageruniversitäten, Schwimmbäder, Lagergeld, Zusatzverpflegung, ständige

Kontrolle durch das IKRK, Entlassungen, Urlaub, viele Orchester,

Lagertheater und Kinos, Kunststationen, Krankenstationen, usw.

Ist Ihr Grossvater oder Onkel auf dem Bild zu erkennen ?

 

 

Hallo Herr Kirrwald,

besten Dank für Ihre mail zu den Rheinwiesen. Die Zustände sind mir in diesem Ausmaß bekannt gewesen. Wir hatten einen Bauernhof und im Sommer 1946 kam ein entlassener Kriegsgefangener auf unseren Hof. Er erzählte über Jahre von diesen Zustände in Remagen. So hat er aus Hunger und Durst Gras und Rinde gefressen. Für den Rest seines Lebens hatte er immer Magenprobleme. Er wurde nicht sehr alt. In den Krieg wurden die Soldaten geschickt mit den Worten " Der Dank des Vater-landes ist euch gewiß ". Welcher Hohn. Dieser Mann war zu Beginn der Kriegsgefangenschaft 42 Jahre alt. Von einem jüngeren Mitgefangenen aus unserer Gegend wurde er aus unter Lebensgefahr gestohlenen Abfällen der Amerikaner durchgefüttert. Von Essen hat er nichts gesagt.

 

Ihre Initiative ist bemerkens- und lobenswert gegen das Vergessen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wo blieb die ANKLAGE bis jetzt? Wo blieb nur ansatzweise eine Stellungnahme unserer Volksvertreter zu diesen Verbrechen in den letzten fünfzig Jahren ? Wo blieb die Opferentschädigung oder geltend gemachte Forderungen? FEHLANZEIGE auf der ganzen Linie. Ergo haben wir in diesem sogenannten Rechtstaat keine das Volk oder dessen Interessen vertretende Politiker. Früher und heute nicht. Der Egoismus und Arschkriechertum gegen unsere angeblichen Freunde schließt dies aus. Derzeitige Spitzenpolitiker eingeschlossen.

 

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