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August 2007 Info von:  
Aktiv werden
   

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich möchte Dich mit den beiden nachfolgenden Informationen einfach dazu bewegen, darüber nachzudenken, dass jeder von uns in irgendeiner Weise aktiv werden kann und damit dazu beitragen kann, dass sich das Bewusstsein verändert, dass sich dann auch die bisherige Realität ändert. Egal ob es im Rahmen von Rosi Gollmann ist oder im regionalen Rahmen von Dorothee Kramer und Ursula Schele, jedes Engagement ist wichtig.

Liebe Grüße

Lysander



Beispiel 1:

Engagiert für mehr Menschlichkeit - Rosi Gollmann - eine Frau hilft Indien – ein Film von Franz Alt - SWR Fernsehen | 19.06.07 | 23 Uhr

In Indien wird sie die "Mutter Theresa aus Deutschland" genannt. Rosi Gollmann hat dafür gesorgt, dass eine Million Blinde sehen können, dass 100.000 Kindersklaven von Kinderarbeit befreit wurden und jetzt in die Schule gehen.

Und sie hat dafür gesorgt, dass sich eine Million Frauen in Frauengruppen organisieren und wichtige gesellschaftliche Veränderungen stattfinden: So werden in vielen Dörfern Südindiens neugeborene Mädchen nicht mehr getötet, in mehreren Regionen wurde die Tempelprostitution überwunden - und die ersten Dörfer für Leprakranke wurden gebaut.

Vor 40 Jahren hat die ehemalige Religionslehrerin aus Bonn, Rosi Gollmann, die "Andheri Hilfe Bonn" gegründet - auf Anregung ihrer Schüler. Über 3.000 Hilfsprojekte hat sie in Indien und Bangladesch mit wenigen festangestellten Mitarbeitern, einigen hundert freiwilligen Helfern und vielen tausend Spendern aus Deutschland durchgeführt.

Rosi Gollmann hat mit ihrer Arbeit Millionen Menschen auf dem indischen Subkontinent zu einem würdevollen und selbstbestimmten Leben geholfen. Sie hat bewusst auf Ehe und Familie verzichtet und wollte schon als Jugendliche "die Schwachen stärker machen, ihnen zu ihrer Würde verhelfen".

Die 80-Jährige ist noch immer unermüdlich in Indien, Bangladesch und Deutschland für Menschen in Not unterwegs. Was motiviert diese Frau? Und woher nimmt sie die Kraft? Wie schätzen ihre Mitarbeiter sie ein? Das Filmporträt von Franz Alt zeigt Rosi Gollmann bei ihrer Arbeit in Asien - und auch bei ihrer Arbeit in Deutschland.

SWR Fernsehen | 19. Juni 2007 | 23:00 Uhr



Beispiel 2:

Kunstaktion: Lasst 1000 Farben wehen

Am 22.9.06 um 14 Uhr starten wir im Werftpark am Labyrinth ein großes Projekt, das der Frauennotruf Kiel, das Präventionsbüro PETZE und der Kieler Arbeitskreis Labyrinth - Wege aus der Gewaltspirale ein ganzes Jahr lang realisieren will.
Es ist die wagemutige Idee, unser Thema in einer für Kiel ganz neuen Form umzusetzen. Mit der Präsentation von 200 kunstvoll gestalteten Fahnen für die Überlebenden von sexueller Gewalt, mit viel Kreativität für Mut, Kraft, Wut und Trauer startet die Mitmachaktion für Kiel unter dem Motto:
Flaggen zeigen für 365 Wege aus der Gewaltspirale.
Die am 22. 9.gezeigten 200 Fahnen stammen aus der Wanderausstellung "Lasst 1000 Farben wehen" vom Notruf Heidelberg. Bei dieser Aktion sind bereits über 1300 Quadrate entstanden, die in der Heidelberger Fußgängerzone, im Rathaus und an Schulen an Wäscheleinen ausgestellt werden.

Quadrate? Woraus? Wie groß? Und wie genau?
Jedes Quadrat soll ca. 50 x 50 cm groß sein. Die Größe ist gemeinsam. Der Rest ist so verschieden wie die Personen, die sie malen, schreiben, nähen oder sticken. Oder weben. Oder kleben. Auf Stoff - von Seide bis zum Sack, auf Papier, auf Pappe - auf allem, was an einer Leine in luftiger Höhe zwei Meter Höhe hängen bleibt.

Wer?
Alle, die Flagge zeigen wollen für ein Leben ohne Gewalt.
KiTas, Schulklassen, Selbsthilfegruppen, Kirchen, Künstlerinnen, Vereine und Gruppen, Firmen, Betroffene und Unterstützende.

Warum das Ganze? Wir wissen inzwischen, dass sexuelle und körperliche Gewalt gegen Kinder und Frauen leider kein Nischenthema ist, von dem nur wenige betroffen sind. Aber noch immer schämen sich zu viele Betroffene Hilfe zu suchen. Sie schämen und verstecken sich, als wären sie an ihrer Lage selber schuld. Sie bleiben unsichtbar und hoffen, dass es niemand merkt.

Am Ende der Aktion wird beinahe jedes Kind und jede Frau in Kiel und Umgebung vom Frauennotruf schon einmal gehört haben - und das ist gut und unverzichtbar. Mädchen und Jungen werden lernen, dass sie "petzen" dürfen, denn petzen heißt bei Missbrauch und Gewalt auch immer Hilfe holen. Wir brauchen selbstbewusste Frauen und Mädchen, um das Leben in der Stadt so zu gestalten, dass sie eine gute Zukunft hat. Und wir brauchen Jungen und Männer, die sich persönlich und öffentlich gegen Gewalt engagieren.

Machen Sie mit!
Rufen Sie uns an, um mehr zu erfahren: Tel.: 0431/91144

von Dorothee Kramer und Ursula Schele

http://www.petze-kiel.de/1000Farben.htm

 

 

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