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Kohlepfennig, Notgroschen Berlin, wer kennt das noch? Mit
dem einen sollte die Hauptenergiequelle im Land, mit dem anderen die in der DDR
eingeschlossene Stadt unterstützt werden. Was mit dem Geld
tatsächlich geschah, entzieht sich meiner Kenntnis. Jetzt plant die
Regierung in Berlin etwas Ähnliches. Der FAZ waren (laut Ausgabe vom 11.
Juli) die Eckpunkte eines "Integrierten Klima und Energieprogramms" der
Regierung zugespielt worden. Danach soll dem Bundesbürger in Zukunft ein
"Klima-Cent" abgenommen werden, sobald er Strom, Gas oder Öl
verbraucht.
Das sind nicht die einzigen Gemeinheiten, die man sich in
Berlin ausdenkt. Hauseigentümer sollen gezwungen werden, ihre
Außenwände zu isolieren. Isolation, die "Kochkiste" der
Nachkriegszeit, war unter gegebenen Bedingungen eine gute Sache. Ein Haus ist
aber keine Kochkiste. Hauswände können unter der Isolation nicht
genügend ausdampfen. Mit zunehmender Feuchtigkeit verlieren Wände
mehr Wärme als ihre Isolation zurückhält und dazu leidet das
Mauerwerk. Doch die Chemische Industrie soll verdienen. Außerdem sorgt
das zunehmend feuchtere Mauerwerk für einen rascheren Zerfall der
Gebäude und "sichert so Arbeitplätze" beim Wiederaufbau - davon sorgt
der Schimmel noch für einen "bevölkerungspolitischen Nebennutzen".
Über Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) müßte man eingehender
reden. Aber ich kenne Betriebe, die die KWK wieder abgeschafft haben, weil die
Abstimmung von Wärme- und Strombedarf zu hohe Verluste brachte. Auch
über einen "Anschluß- und Benutzungszwang für Nah- und
Fernwärmenetze" ließe sich streiten. Wo solche Wärmequellen
bestehen, sollte man sie nutzen. Aber auch im Sommer? Und vielleicht
läßt sich auf diese Weise eine Obergrenze für
Wohnungstemperaturen festlegen. Wenn Ihnen 18°C nicht genügen, haben
Sie eben Pech gehabt. Unsere Regierung ist sehr um uns Unmündige besorgt -
siehe das Rauchen.
Dann soll die LKW-Maut auf alle Straßen ausgedehnt
werden. Das geht die Spediteure an, denkt Otto Normalverbraucher, weil er den
Logistikanteil in den Preisen nicht kennt. Auch fahren wir ja nicht nur
Autobahn, wenn die Regierung wissen will, wohin wir fahren und wir das Handy
nicht dabei haben. Entsprechende Kontrollstationen für LKW helfen da
unauffällig auch beim PKW-Verkehr. Wem das egal ist, der spürt die
Kosten für diese Installationen ab Januar 2008 an den Benzinpreisen. Ab
dann wird die CO2-Erzeugung beim Verbrauch
zusätzlich in die KFZ-Belastung eingerechnet.
Mit solchen Maßnahmen will man den CO2-Ausstoß bis 2020 zum Leidwesen der Pflanzen und
sicherlich ohne jede Auswirkungen auf das "Klima" um 40% senken. Auch die
Öl-Industrie verdient daran: sie wird zwar weniger Öl, dieses aber
mit noch höherem Gewinn verkaufen. CO2 soll durch
Steigerung der "Energieproduktivität" um jährlich 3% gespart werden,
sagte die Kanzlerin auf dem Energiegipfel. Aber meinen Sie wirklich, die
heutigen Anlagen sind noch so ineffizient, daß derartige Steigerungen
möglich sind? Und: wie lange sparen wir denn schon Energie - auch ohne
"Klimazwang". Oder heißt "Energieproduktivität" eigentlich
"Entmaterialisierung" von Wirtschaft und Verbrauch?
Entmaterialisierung der Wirtschaft hieße: Ersetzen der
Gewinne aus der Güterproduktion durch Spekulationsgewinne. Das hatte
bisher schon den marktwirtschaftlichen Nebeneffekt, mit schrumpfendem
Güterangebot die Preise so zu steigern, daß die explodierenden
spekulativen "Kapitalkosten" (Schachtelverzinsung) bezahlbar bleiben. Auf der
Seite des Verbrauchs bedeutet "Entmaterialisierung" so etwas wie: Den
Genuß eines Schnitzels durch die einfühlsame Betreuung durch einen
Fastenberater zu ersetzen. Das geht so weit, bis man sich auch diesen wegen
erhöhter Abgaben und konjunkturbedingter Lohnkostensenkung nicht mehr
leisten kann.
Für diese Zwecke legt die Regierung mehrere "Programme"
auf, z.B. das 1 Mrd. Euro teure "Klimaschutzförderprogramm" in der Obhut
des Umweltministers. Die Kosten soll der "Klima-Cent als Aufschlag auf die
Strom- und Heizstoffsteuersätze" decken. Man denkt an 0,1 Cent pro kWh bei
Strom und Gas und 1 Cent pro Liter Öl. Legt man den Verbrauch des letzten
Jahres zugrunde, wären das 540 Mio. Euro mehr für Strom, rund 1 Mrd.
Euro mehr für Gas und 318 Mio. Euro mehr für Heizöl. Weitere
Programme, Vorschriften und Abgaben werden diskutiert. Sie laufen alle auf
dasselbe hinaus: "Geld her!" Es kostet schon große Mühen, die
Volkswirtschaft eines fleißigen Volkes zugrunde zu richten. Doch es
gelingt - wie man sieht - nach Kernenergie und Transrapid nun auch noch beim
Rest.
Gelockt wird mit Unterstützungsversprechen für
diejenigen, die sich jetzt erst "energieeffizientere Geräte"
anschaffen oder ihre Betriebe entsprechend umrüsten wollen. Bis Dezember
soll das Maßnahmenpaket geschnürt sein und dann werden Sie wissen,
weshalb wir eine "Große Koalition" haben. Zur Rechtfertigung erklingt das
hohe Lied vom "Klimaschutz" und: "Wer zu spät kommt, den belohnt die
Merkel".
Wahrscheinlich wird dieser Sommer - wenn er sich nicht bald
gründlich ändert - als einer der kältesten in die Geschichte
eingehen. In den Medien wird er - wie die letzten davor - wieder "einer der"
wärmsten sein. In den Hochalpen warnt man Bergwanderer wieder vor Lawinen.
In Buenos Aires (Argentinien) fällt zum ersten Mal seit 89 Jahren Schnee.
Die Nachfrage nach Heizöl schnellt dort (wie auch in Chile) hoch, weil man
für dortige Verhältnisse wahnsinnig tiefe Temperaturen mißt.
Ähnlich ist es in Südafrika und Neuseeland.
Es wäre jetzt also an der Zeit auf den
"Abkühlungseffekt" des CO2 einzuschwenken. An dem
ist sogar mehr dran, als am Erwärmungseffekt. Um es nur anzudeuten. Wenn
ein CO2-Molekül ein Energiequantum (Photon)
aufnimmt, gerät es in heftige Wärmebewegung und stößt,
bevor es die Chance hat, das Photon wieder abzustrahlen (um angeblich Boden und
Klima zu erwärmen), an 10.000 bis 100.000 inerte Luftmoleküle, die
nicht über die Fähigkeit zur Absorption und Re-Emission
verfügen. Dabei verliert das Molekül seinen Energieschub an diese und
es bleibt ihm nichts, um zu emittieren. Das dadurch erwärmte Luftpaket
steigt auf, dehnt sich dabei aus und kühlt adiabatisch ab. In großen
Höhen, wo die Luft weniger dicht gepackt ist, findet das CO2-Molekül tatsächlich Gelegenheit wieder ein Photon
zu emittieren. Dabei friert es sich steif und wird erst durch den
Zusammenstoß mit anderen Luftmolekülen wieder "erwärmt". Das
heißt im Grunde, die so genannten Treibhausgase sind ein Thermostat, um
die durch Berührung z.B. mit der Erdoberfläche aufgenommene
Wärme (Energie) der Luft in großer Höhe wieder los zu werden.
Treibhausgase sind demnach das Gegenteil von dem, was uns die Klimahysteriker
mit undurchschaubaren Modelrechnungen weismachen wollen.
(Naturwissenschaftliche Belege für die These, CO2
trage zur Klimaerwärmung bei, fehlen bisher. Neben Versuchen über das
Absorptions- und Emissionsverhalten von CO2 im Labor
haben die Modell-Platonisten der Klimazunft bisher nur "Modelle" und
"gepfuschte" Korrelationen).
Wer verändert das Klima? Wenn es die Sonne wäre,
könnte man dafür kein Geld nehmen. Nun hatten dänische Forscher
viele gute Argumente für die hauptsächliche Beteiligung der Sonne am
Klimawandel. Diese Argumente wurden, so lange es ging, totgeschwiegen. Nun
berichtet Mike Lockwood und Claus Fröhlich in "Recent oppositely directed
trends in solar climate forcings and the global mean surface air temperature
in: Proceedings oft the Royal Society A doi:10.1098/rspa.2007.1880, die
Erwärmung der Atmosphäre habe auf eine Weise zugenommen, die nicht
mit Änderungen Sonnenaktivität übereinstimmt. Grüne jubeln
auf, "damit scheidet sie als möglicher Grund für jene Erwärmung
der Erdatmosphäre aus".
Die Sonnenaktivität zeigt sich in einem breiten
Spektrum elektromagnetischer Strahlung. Teile davon mögen seit 1900
zugenommen und nun wieder abgenommen haben. Entscheidend sind aber nur die
elektrischen Teilchen des Sonnenwindes, die den Magnetismus in der
Heliosphäre, vor allem aber den Magnetismus der Erde verändern. Diese
Besonderheit übergehen Loockwood und Fröhlich geschickt und beziehen
sich nur auf Schwankungen des Sonnenlichts im Allgemeinen und über
größere Zeiträume. Daraus ließen sich dann schon fehlende
Korrelationen errechnen und den Grünen und den Abzocker benötigte
"Argumente" liefern. Anders sahen es Haigh, J.D. & H.K. Roscoe, "Solar
effects on climate: the link between the stratosphere and troposphere", in:
"Meteorologische Zeitschrift" (2006). Ihr Index, der "solar-cycle x QBO",
faßt alle Sonnenwirkungen mit Bezug auf die verschiedene
Erdatmosphäreschichten zusammen, und schon zeigt sich eine recht gute
Korrelation mit den Schwankungen der Durchschnittstemperaturen. Wem soll der
wenig interessierte Laie folgen? Natürlich den lautesten, das heißt
dem Medien-Megaphon.
Allerdings sollte selbst die Zusammenfassung von Loockwood
und Fröhlich zu denken geben: "Es gibt erheblichen Beweise für den
Sonneneinfluß auf das vorindustrielle Klima der Erde, und die Sonne kann
gut ein Faktor beim postindustriellen Klimawechsel in der ersten Hälfte
des letzten Jahrhundert gewesen sein. Hier zeigen wir, daß in den
vergangenen 20 Jahren alle Sonnentrends, die einen Einfluß auf das
Erdklima haben könnten, sich in der entgegengesetzten Richtung entwickelt
haben, als nötig gewesen wäre, um die beobachtete Zunahme der
globalen mittleren Temperaturen zu erklären. Die Daten zeigen, daß
die Sonne für viele Jahrzehnte das Klima der Erde bestimmt hat, aber in
den letzten beiden Jahrzehnten scheinbar nicht mehr die Spur einhält".
Die Zunahme der Durchschnittstemperatur kam um 1998 zum
Stehen. Seit 2002/2003 nimmt sie wieder ab. Das haben Ihnen Ihre Medien bisher
noch nicht gesagt - oder? Bevor das spürbar wird, muß die
einträgliche Klimarettung unter Dach und Fach sein. Stimmen diese
Messungen, dann folgt die Abkühlung dem Sonnentrend selbst in der
verblasenen Form eines Loockwood und Kollegen - nur eben mit einer
Verzögerung von rund zehn Jahren. Würde die Hypothese von der
Infrarot-Rückemission durch CO2, die sogenannte
Treibhausthese stimmen, müßte die Erwärmung jeweils unmittelbar
dem Anstieg des CO2 folgen. Das tat sie aber nicht. Die
Verzögerung wird gemeinhin durch die Pufferwirkung von Luft- und
Ozeanerwärmung und anderes erklärt. Bis sich Ozeane erwärmen
dauert es eine Weile, bis sie sich wieder abkühlen vielleicht noch
länger.
An den Klimaschwankungen ist die Sonne (nach der
Sonnenhypothese) nur indirekt beteiligt. Die eigentlichen Treiber sind
hochenergiereiche, kosmische Strahlen, die für die Wolkenbildung in
relativ geringen Höhen (bis zu 3.000 m) verantwortlich sind. Die Sonne
kann nur ihren Zufluß auf die Erde etwas beeinflussen. Das geschieht
durch den sogenannten Sonnenwind der geladenen Teilchen. Der wirkt wiederum vor
allem an den Polen, wo er unter anderem die Zirkulation der Erdatmosphäre
(z.B. die Wanderung Polarer Hochdruckgebiete) verändert. Der normale
Sonnenzyklus, auf den Loockwood und Fröhlich abheben, hat dabei eine
geringere Bedeutung (um die 3%), es kommt vor allem auf den Sonnenmagnetismus
an, der u.a. durch die Arbeit der massereichen Planeten (Jupiter, Saturn) an
der Sonne beeinflußt wird, und auf seine Auswirkung auf Sonnenwind und
Erdmagnetismus. Hierbei spielt neben einer Reihe anderer Perioden nicht der
elf-, sondern der 22-Jahres-Rhythmus die wichtigste Rolle. Loockwood & Co.
sollten das wissen, verschweigen es aber, weil der zahlungsfähige
Auftraggeber sich andere Ergebnisse wünscht und die sich nur so
"wissenschaftlich" herleiten lassen.
Doch, wenn der Bürger es sich gefallen läßt,
weil "man ja doch nichts machen könne", wird er zahlen. Bequemlichkeit hat
ihren Preis. Übrigens, in der Schweiz gibt es schon einen "Klimarappen"
(http://www.stiftungklimarappen.ch/). "Gebracht hat der
Klimarappen bis heute nichts, weil die thermodynamischen Vorschriften in der
Schweiz (SIA-Normen) ebenso falsch sind wie die entsprechenden DIN-Normen in
der BRD" meinte der Schweizer Architekt Bossert und hat jedenfalls in Bezug auf
die Häuserisolierung Recht.
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