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08.2007 Spatzseite Info von:  Spatzseite
Ein Hoch den Wettergöttern

"Wer's glaubt, wird selig, wer's nicht glaubt kommt auch..."

Wenn man Otto Normalverbraucher von der Möglichkeit erzählt, nicht der Mensch durch CO2, sondern die Kosmische Strahlung mit ihren Teilchen würde das Klima ändern, so antwortete er in der Regel mit vollster Überzeugung: "Das glaub' ich nicht, das kann nicht sein!" Fragt man nach seinen Gründen oder ob er sich mit der allbekannten Treibhausthese näher befaßt habe, dann erfährt man ein ehrliches "Nein!". Es wird je nach Person (bei Akademikern mehr als bei real Arbeitenden) mit allerlei Entschuldigungen und Gründen garniert. Das Vertrauen in die "Promis", die auf den Fernsehschirmen gefeierten HampelmännerInnen, die hofiert werden, wenn sie es sich durch das Nachplappern der gewünschten Linie verdient haben, ist ungebrochen. Das Mißtrauen in das eigene Denkvermögen dagegen abgrundtief. Daß dem so ist, ist das Verdienst "westlicher Aufklärung". Sie will nur "wissenschaftliche Daten" gelten lassen, und nur die richtigen. Empirische Daten bekommt der Bürger von sehr teuren Institutionen und durch die Medien und deren "Promis" gefiltert vorgesetzt. Also glaubt der Bürger dem "Markt", wenn sich auf ihm die mit einander konkurrierenden Experten mit ihren Daten durchgesetzt haben. Diese Marktgewinner und ihre Daten setzen die Medien und ihre "Promis" dem Bürger dann. Auch wenn der Markt "im Westen" allgemein angebetet werden muß, es gibt Götter neben ihm.

Laut ZDF Nachrichten vom 7. März um 19:00 behauptete der SPD-Vorsitzende Kurt Beck, Kernkraftwerke seien unter Berücksichtigung der vor- und nachgelagerten Prozesse "CO2-intensiver" (würden pro KWh, mehr CO2 erzeugen) als Braunkohlekraftwerke. Abgesehen davon, daß der SPD Vorsitzende hier schamlos gelogen hat, geht in die Rechnung noch die durch seine Partei betriebene künstliche Beschränkung der Lebensdauer der Kraftwerke ein. Die Bilanz für Kernkraftwerke wäre jedenfalls noch günstiger, wenn die Anlagen, wie in den USA 60 Jahre, statt hier nur 32 Jahre arbeiten dürften. (Aber wen juckt das schon - wir ham's ja). Entsprechende Rechnungen für Sonnen- und Windkraftwerke machte Beck nicht auf. Zwar läge er mit seiner Behauptung bei ihnen richtiger, doch sorgen in diesem Bereich allerlei Wenns und Abers, daß die veröffentlichten Zahlen erwünschter ausfallen. Eines dieser Wenns und Abers ist Annahme über die Lebensdauer dieser Anlagen, die allgemein anerkannt bei 30 Jahren liegen soll. Feine Haarrisse infolge der Temperaturschwankungen lassen die Leistung von Photovoltaikanlagen aber rasch absinken. Die Lager der Windkraftwerke halten den Streß der wechselnden Windgeschwindigkeit zwischen Böen und dem Unterschied der Geschwindigkeit zwischen oben und unten nicht sehr lange aus. Abgesehen davon, daß es sich bei Windkraftwerken um reine Arbeitsbeschaffungs und Geldbeschaffung für grüne Investoren handelt: denn, wenn Windkraftwerke gerade mal zufällig Strom ins Netz liefern, muß dafür das Heizkraftwerk Dampf ablassen, da es für den Fall, daß der Wind nachläßt, sofort wieder einspringen und deshalb ständig unter Dampf gehalten werden muß. Diese Tatsache ist allgemein bekannt - aber wen juckt das schon ("Das glaub ich nicht!"), wenn sie kein "Promi" im TV erwähnt.

Ähnliches gilt für die Ursachen des Klimawandels, für den wir demnächst gewaltige "Einschränkungen" unseres Lebensstandarts in Kauf nehmen dürfen (Schließlich wollen die "Promis" und ihre Auftraggeber ja auch für ihre Mühen bezahlt sein). Beachten Sie nur folgende allgemein zugängliche Meldungen:

Die Zeitschrift Strata Sphere berichtete am 6. März 2007 (etwas freier übersetzt): "Klimaerwärmungen auf Neptuns Mond Triton bewirken ebenso wie die auf den Planeten Jupiter, Pluto and auch auf dem Mars, daß sich Klimaexperten wegen der Frage am Kopf kratzen, was wohl die gemeinsame Ursache für die Erwärmung auf diesen Planeten sein könnte. Inzwischen könnte (das steht dort nicht mehr) einigen gedämmert haben, daß dort nicht kleine grüne Männchen Hochöfen betreiben oder Autobahnen bevölkern, sondern die Erwärmung möglicherweise an der Sonnen liegen könnte".

Am 24. June 1998 konnte man schon auf der Internet-Seite des maßgebenden Massachusetts Institute of Technology (MIT) lesen: "Wir sind nicht die einzigen, die eine Klimaerwärmung erfahren. NASA's Hubble Weltraum-Teleskope wie auch Instrumente auf dem Erdboden zeigen, daß der größte von den acht Neptun Monden, Triton, sich deutlich erwärmt zu haben scheint, seitdem ihn die Raumsonde Voyager im Jahr 1989 besucht hatte. Die Erwärmung hat dafür gesorgt, daß ein Teil des gefrohrenen Stickstoffseises auf seiner Oberfläche wieder zu Gas verdampfte und die Atmosphäre anwachsen ließ...".

Der Astronom beim MIT, James L. Elliot, hatte damals in Nature geschrieben: "Jedenfalls hat Triton seit 1989 eine globale Erwärmung erlebt, die prozentual (5%, von -392 Grad Fahrenheit auf -389 °F) eine enorme Erwärmung darstellt". Das entspräche einer Erderwärmung von 22°F oder rund 12°C. Wegen der dünnen Atmosphäre (sie entspricht der Erdatmosphäre in rund 80 km Höhe) seien Klimaveränderungen dort wesentlich leichter zu studieren als auf der Erde, meinte Elliot. Die Temperaturerhöhung war über die Zunahme der Dichte der Triton-Atmosphäre ermittelt worden.

Die Daten gewann man im November 1997 mit Hilfe des Hubble Teleskope und seiner speziellen Sensoren, als Triton sich vor einem Stern vorbeischob. Der Sensor maß die Abnahme der Strahlkraft des Sterns im atmosphärischen Randbereich des Mondes. Die Dichte von Tritons Atmosphäre hätte sich demnach seit dem Voyagerbesuch verdoppelt.

Sehr ähnliche Bedingungen wie auf dem Neptunmond herrschen auf dem kleinen Planet Pluto, der 30 Mal weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde. Über ihn meldeten ABC News am 26. July 2006 "Pluto scheint sich zu erwärmen". Astronomen der Universität Tasmania fanden heraus, "daß der kleinste Planet im Sonnensystem sich nicht abkühlt". Eine Abkühlung hatte man erwartet, weil er sich auf seiner stark eliptischen Bahn seit 2002 wieder von der Sonne entfernt hat. Dr. John Greenhill, der Plutos Atmosphäre auch (wie MIT den Triton) vor einem anderen Stern beobachtet hatte, stellte fest, daß die Plutoatmosphäre nicht wie erwartet wieder gefrohren ist. "But so far, if anything, the atmosphere has gotten even denser". Also ist dort noch mehr Eis verdampft.

Am 4. Mai 2006 hatte USA Today gemeldet: "Neue Stürme auf Jupiter deuten auf einen Klimawandel hin. (mehr Daten für die gleichen Beobachtungen in: Nature 428, 828-831 [22 April 2004], hier). Die Artikel bezog sich auf Studien von Imke de Pater und Philip Marcus an der Universität Kaliforniens in Berkeley. Die Beiden hatten die Sturmwirbel in der Jupiteratmophäre vermessen und dabei im Vergleich zu Messungen vom Voyager-Besuch im Jahr 1979 in verschiedenen Klimazonen des Planeten deutliche Zunahmen der Stürme und Abnahmen der Wirbelstrukturen, der sogenannten "White Ovals" festgestellt. "This growth signals a temperature increase in that region", sagte de Pater. Nach Berechnungen von Philipp Marcus soll die Erwärmung in einem Zeitraum von 60 Jahren 10°C betragen haben.

Und am 28 February 2007 lasen wir in National Geographic News: "Abschmelzungen auf dem Mars deuten auf eine solare nicht menschliche Ursache für die Erwärmung hin, sagt ein Wissenschaftler". Der Artikel bezieht sich auf Daten der Odysses-Mission der NASA aus dem Jahr 2005. Sie zeigen an, daß die Ausdehnung der CO2-Gletscher an den Marspolen sich seit mindestens drei Jahren hintereinander zurückziehen. Habibullo Abdussamatov, der Chef des St. Petersburger Pulkovo Astronomischen Observatoriums in Rußland sagte dazu: "Die Daten vom Mars sind der Beweis, daß die gegenwärtige Erderwärmung durch Veränderungen in der Sonne ausgelöst wurden". "Der langfristige Anstieg der Sonnenstrahlung erwärmt sowohl die Earth wie den Mars" und "die vom Menschen erzeugte Treibhauserwärmung hat in den letzten Jahren nur gering zur Erwärmung auf der Erde beigetragen und kann sich nicht mit der Steigerung durch Sonnenstahlung messen".

Dabei muß es aber nicht bleiben: Die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA) veröffentlichte am 1. August 2003 einen Artikel mit der Überschrift "Der galaktische Staub nimmt zu". Seit 1992 beobachtet Markus Landgraf vom Max Planck Institut in Heidelberg an Hand von Messungen der Raumsonde Ulysses unter anderem auch die Dichte der Staubwolke, durch die sich unser Sonnensystem zur Zeit mit 26 km/sec bewegt. Bei der gewaltigen Ausdehnung des Sonnensystems (Heliosphäre) braucht ein Staubkorn über 20 Jahre um es durchqueren.

Das Ulysses-Experiment hat unter anderem gezeigt, daß der Staub sehr empfindlich auf das Magnetfeld der Sonne reagiert. In den 1990er Jahren hat das zunehmende Magnetfeld der Sonne mit Hilfe des sogenannten Sonnenwindes den Staub zum größten Teil am Rande der Heliosphäre abgewehrt. Jüngste Messungen seit 2002 zeigen, daß sich Sonnenwind und Magnetschild der Heliosphäre seit dem letzten Sonnenmaximum wieder abschwächt, weshalb mehr Staub (und zwar drei Mal mehr als früher) in die Heliosphäre eindringt. Ein Grund für die Abschwächung des solaren Magnetfelds soll nach Landgrafs Ansicht gerade die Steigerung der Sonnenaktivität sein und zwar deshalb, weil sie die Ordnung in der magnetischen Konfiguartion der Sonnenoberfläche durcheinanderbringt. Mitte der 90er Jahre besaß die Sonne ähnlich wie die Erde ein zweipoliges Magnetfeld. Allerdings wechselt die Sonne alle elf Jahre die Pole, wobei es das Magnetfeld in Unordnung gerät (mehrpolig wird) und so mehr Staub in die Heliosphäre eindringen läßt. Seit der letzten Umpolung ist die Wiederkehr der Ordnung ausgeblieben und so kann (ab 2005) mehr galaktischer Staub (kosmische Strahlung) in das Innere der Heliosphäre vordringen.

Die Staubkörner sind sehr fein (ein hunderstel des Durchmessers eines Haares) und absorbieren kaum Sonnenlicht. Allerdings bewegen sie sich sehr schnell und erzeugen, wenn sie auf die Atmosphäre prallen, geladene Teilchen, die jedenfalls auf der Erde als Kondensationskeime für Wolken dienen. Mehr Wolken werden also demnächst wieder für kälteres Wetter sorgen.

Doch das juckt "Promis" und diejenigen, die sie in Umlaufbringen, wenig. Es geht nicht um Wissenschaft. Alles dreht sich um den willfährig machenden "Glauben" der Bevölkerung. Auch auf diesem Gebiet hat man es herrlich viel weiter gebracht als jenes "finstere", unaufgeklärte Mittelalter, als sich die Philosophie um die Stimmigkeit und Glaubwürdigkeit von Aussagen kümmerte.

Nachdem die Finanzelite die Adelsherrschaft mit Hilfe von "Demokraten" (die dabei die Drecksarbeit übernommen hatten) weitgehend beseitigt und sich selbst als die eigentlichen Feudalherren hinter dem Troß gut bezahlter, demokratischer Politiker eingesetzt hatte, mußte den Leuten beigebracht werden, warum sie trotz gestiegener Produktivität mit einer immer geringeren materiellen Versorgung auskommen müssen. Warum sollte die Finanzelite auch mehr für eine wachsende Bevölkerung produzieren lassen, wenn sie "wirtschaftlich", das heißt mit geringerem produktiven Aufwand, für sich dasselbe erreichen kann? Und so streiten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber heute darum, wie man den Lohn für die Arbeit weiter drosseln kann, um bei gesetzmäßig wachsender Verschuldung der Produktionsbetriebe wenigstens die Zinsen weiterhin aufzubringen zu können, deren Bezahlung zum Fortbestand der Firma unerlässlich sein soll. Die einfache Tatsache, daß bei einem Schuldgeld-System, niemals die erforderlichen Zinsen verdient werden können, wenn nicht dazu mehr Geld, das heißt mehr Schulden in Umlauf gebracht wird, entzieht sich der näheren Betrachtung all derer, die zum Vordenken für die Massen berufen sind. Denn, um die Zinsen zu verdienen, muß zusätzlich Geld ins System gelangen, und die Gelder der einen sind beim heutigen Fiat-Money automatisch die Schulden anderer. Bei einem gewissen Grad der Verschuldung endet aber die Kreditwürdigkeit (Vgl. die gerade platzende Hypothekenblase in den USA). Dann müssen sich die Banken über Hedge Fonds und sonstige Derivate ihre Kredite, sprich ihr Geld, selbst drucken und das, ohne den Umweg über die Güterproduktion zu wählen. Aber wer befaßt sich schon mit Geld, wo doch der Marktmechanismus aus der gängigen Wirtschaftslehre alles so schön einfach und "nachvollziehber" zu regeln scheint - jedenfalls im Sinne der gültigen Dogmatik.

Damit sich die aufbegehrnden Massen doch wieder fügen, muß man ihnen wie eh und je mit dem Wettergott drohen, mag der nun Jupiter, Zeus, Jahwe, Thor oder "Klimakatstrophe" heißen. Glaubwürdig ist er allemal, weil das Wetter nie so ist, wie man es sich wünscht, sondern meistens "katastrophal" anders. Ohne ein selbstständiges, abwägendes Denken, das statt den eigenen, kurzfristigen Vorteil vor allem den langfristigen Vorteil des Gemeinwohls im Kopf hat, wird es (abgesehen von ihrem "westlichen" Derivat) keine Demokratie und keine glücklichen Menschen geben. Aber machen Sie das jemandem klar, der durch die reformierten Bildungssysteme geschleust worden ist. Die "Wissenschaftlichkeit" dieses Bildungssystems paukt nur noch die Ausschließlichkeit des Glaubes an unkontrollierbare "wissenschaftliche" Autoritäten und deren Promis ein. Es war das Werk "kritischer" Geister - meinen einige wahrscheinlich immer noch.

Aber damit nicht genug. Gerade höre ich haben die EU-Ministerpräsidenten zur "Ökologischen Erneuerung" beschlossen, in Zukunft Treibstoffe weniger aus "fossilen Energiequellen" sondern zur Freunde einiger Bauern und vieler EU-Bürokraten aus Nahrungsmitteln zugewinnen. Jetzt bekommen Bauern Subventionen zur Herstellung von Biotreibstoffen und schon beginnen die Nahrungsmittelpreise anzuziehen. Weniger Essen soll ja auch gesünder sein!



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