Es ist eines der bestgehüteten Geheimnisse, bis zu
welchem Grad eine handvoll gigantischer Konglomerate mit der geheimen
Bilderberg-Gruppe verbunden ist: Der Council on Foreign Relations (CFR), die
NATO, der Club of Rome und die Trilaterale Kommission kontrollieren den Fluss
der Informationen in der Welt. Sie bestimmen, was wir im Fernsehen sehen, im
Radio hören und in den Zeitungen, Magazinen und Büchern oder im
Internet lesen. Bilderberg hat immer hochrangige Vertreter aus allen
großen US-amerikanischen und europäischen Zeitungen und
Nachrichtenagenturen als Teilnehmer bei den Treffen gehabt. Diese
Medienvertreter sind unter der Bedingung eingeladen worden, nichts zu
berichten. So gewährleisten die Bilderberger den Totalausfall der
Berichterstattung über ihre Treffen in den Vereinigten Staaten und in
Europa. Bei einer kurzen Recherche auf den Webseiten der größten
internationalen Nachrichtenagenturen werden wir nicht einmal einen Verweis auf
die wichtigste Gruppe finden, die zu ihren Mitgliedern die wichtigsten
Politiker, Geschäftsleute und Finanziers zählt. Würden Sie
überrascht sein, wenn ich Ihnen sage dass David Rockefeller etwas mit dem
Ganzen zu tun hat? „Die Involvierung der Rockefellers in den Medien hat
zahlreiche Auswirkungen,“ schrieb der verstorbene Gary Allen in "The
Rockefeller File". „Eine ist, dass die Pläne der Rockefeller-Gang
für eine monopolistische Weltregierung niemals von den
Massendesinformation besprochen wurden. Die Medien entscheiden über die
Themen im Land. Sie können das Armutsthema an- oder ausschalten. Das
gleiche gilt für Bevölkerungsexplosion, Umweltverschmutzung, Frieden,
Entspannungspolitik oder was auch immer.“ „Die Medien können
einen Mann wie Ralph Nader nehmen, und ihn umgehend zum Volkshelden machen.
Oder sie können einen Feind der Rockefellers nehmen (wie Goldwater) und
ihn wie einen Vollidioten, Hanswurst, Fanatiker oder gefährlichen
Paranoiden aussehen lassen.“ Interessant ist, dass Ralph Nader, ein
angeblich „unabhängiger“ Präsidentschaftskandidat der
„viel verehrt wurde für seine Anti-Establishment-Haltung“,
durch das Rockefeller-Netzwerk finanziert ist, mit dem Ziel das System der
freien Marktwirtschaft zu zerstören. Die Hauptfinanziers von Nader sind
die Ford-Stiftung und die Field-Stiftung, beide verbunden mit dem CFR. Laut
einem Business-Week-Artikel der in den Kongressprotokollen vom 10. März
1971 wiedergegeben ist, ist „John D. Rockefeller IV ein Berater von
Nader“. Mit Geld haben die Rockefellers Kontrolle über die Medien
erlangt. Mit den Medien gewann die Familie Kontrolle über die
öffentliche Meinung. Mit der Kontrolle über die öffentliche
Meinung gewannen sie die Kontrolle über die Politik. Und mit der Kontrolle
über die Politik nehmen sie sich gerade die Kontrolle über die
Nation.
„Wir sind der Washington Post, der New York Times,
dem Time Magazine und anderen großen Publikationen dankbar,“ sagte
David Rockefeller, „deren Chefredakteure an unseren Treffen in der
Vergangenheit teilnahmen und die Zusage der Vertraulichkeit fast 40 Jahre lang
respektierten.“ Er erklärte weiter: „Es wäre für uns
nie möglich gewesen, einen Plan für die Welt zu entwickeln, wenn wir
während dieser Jahre im Licht der Öffentlichkeit gestanden
hätten. Aber die Welt ist auf einem komplexen und vorbereiteten Weg hin
zur Weltregierung. Die supranationale Souveränität einer
intellektuellen Elite und der Welt-Bankiers ist sicherlich der nationalen
Souveränität der letzten Jahrhunderte vorzuziehen.“
Die Medien
Als Vertreter der Medien waren unter den
letzten Bilderberg-Gästen Katherine Graham, Eigentümerin und
Vorstandsvorsitzende der Washington Post; Donald E. Graham – Verleger,
The Washington Post; Jim Hoagland und Charles Krauthammer, beide Kolumnisten
der Washington Post; Andrew Knight, News Corporation und
Geschäftsführer von Knight Ridder; Arthur Sulzberger, New York Times
Redakteur und Council on Foreign Relations Mitglied; Robert L. Bartley,
Vizepräsident des Wall Street Journal und Mitglied des Council on Foreign
Relations sowie der Trilateralen Kommission; Mortimer B. Zuckermann,
Vorsitzender and Chef-Redakteur von U.S. News und World Report, New York Daily
News und Atlantic Monthly sowie Council on Foreign Relations Mitglied; William
F. Buckley, Jr., Chef-Redakteur von National Review; Thomas L. Friedman, New
York Times Kolumnist; Bill Moyers, Geschäftsführer von Public Affairs
TV und früherer Präsident des Council on Foreign Relations. Die Ideen
und die Politik die von den jährlichen Bilderberg-Treffen ausgehen, werden
verwendet um Nachrichten in führenden Zeitungen und Nachrichtenagenturen
der Welt zu generieren. Es geht darum, die bei den Bilderbergern
vorherrschenden Meinungen so reizvoll erscheinen zu lassen, dass diese zur
öffentlichen Politik werden und Druck auf die Führer der Welt
ausüben, so dass diese sich den „Bedürfnissen der Herrscher des
Universums“ unterwerfen. Die Bilderberger stehen vollständig in der
Gunst der Presse, welche die vereinbarte Propaganda verbreitet. Was am meisten
verstört, ist dass private Handelsunternehmen versuchen, die Bilderberger-
Gästeliste geheim zu halten und die Massenmedien berichten im Großen
und Ganzen kaum über das Ereignis. Firmen wie Microsoft, AT&T,
Bechtel, Cisco, Compaq und Price Waterhouse Coopers haben nichts von der Presse
zu befürchten, wenn Microsoft und NBC gemeinsam MSNBC gehört. Fakt
ist, dass unter den regelmäßig eingeladenen Bilderberg- Gästen
der Name Anthony Ridder von Knight-Ridder, Inc., Amerikas zweit
größter Zeitungskette, gefunden werden kann, welchem solche
Publikationen wie die Detroit Free Press, der Miami Herald und der Philadelphia
Inquirer gehören. In der Ausgabe August/September 1993 des renommierte
holländischen Magazins Exposure wurde herausgearbeitet, wie die
führenden Nachrichtenfirmen in Amerika von denselben miteinander
verbundenen Interessen besessen und geleitet werden. Die Kosten für
Massenmedien liegen bei Ihnen nicht nur beim Preis für ein Abonnement, wie
Mike Ruppert, einer der besten amerikanischen Investigativjournalisten einmal
sagte. „Es ist der Preis der Auslassung, dem Versagen Ihnen mitzuteilen,
was Sie wissen müssen.“
Die heutige "freie" Presse unserer Welt, geführt von
solch kulturellen Ikonen wie den Rupert Murdochs und Ted Turners, ist die
Hirtin der Neuen Weltordnung. Die Menschen die für sie arbeiten, die
Journalisten, oder sollten wir sie bloß Nachrichtenvorleser nennen,
verdanken ihren Erfolg der Züchtung einer Herde frommer Schafe. Die
altehrwürdigen Zeitungen leben nun unter der ständigen Fütterung
von Presseveröffentlichungen und vorgefertigten Geschichten aus der Dose
durch Beamte und den Projekten von PR-Firmen. Kritisches Denken ist schon seit
langem tot und beerdigt.
Nehmen wir zum Beispiel die drei größten und
mit dem meisten Prestige versehenen Fernsehnetzwerke in den Vereinigten Staaten
von Amerika: NBC, CBS und ABC. Alle drei Fernsehnetzwerke sind Ableger der
Radio Corporation of America (RCA).
Diese Organisationen und Institutionen die theoretisch im
„Wettbewerb“ zueinander stehen – als Teil der
„Unabhängigkeit“ die den Amerikaner eine vorurteilsfreie
Berichterstattung garantieren soll – sind in Wirklichkeit eng miteinander
verknüpft und über zahllose Firmen und Banken miteinander verbunden,
was es zu einer fast unmöglichen Aufgabe macht sie auseinander zu halten.
NBC gehört General Electric, welches „eine der
größten Firmen der Welt mit einer langen Geschichte
gewerkschaftsfeindlicher Aktionen“ ist. „GE gehört zu den
Hauptgeldgebern der Republikanischen Partei, und hat bedeutende finanzielle
Interessen im Bereich Waffenproduktion, Finanzen, Atomenergie und vielen
anderen Wirtschaftsbereichen. Der frühere Vorstandsvorsitzende Jack Welch
war einer der Vorreiter im Schließen von US-amerikanischen
Produktionsanlagen und der Auslagerung dieser in Niedriglohnländer wie
China oder Mexiko.“ NBC ist eine Tochtergesellschaft der RCA, einem
Medienkonglomerat. Im Vorstand der RCA sitzt Thornton Bradshaw, Präsident
der Atlantic Richfield Oil und Mitglied des World Wildlife Fund, des Club of
Rome, des Aspen Institute for Humanistic Studies und des Council on Foreign
Relations. Bradshaw ist auch Vorstandsvorsitzender von NBC. Heute setzt sich
das RCA-Direktorium aus Vertretern des britisch-amerikanischen Establishments
zusammen, welche anderen Organisationen wie dem CFR, der NATO, dem Club of
Rome, der Trilateralen Kommission, der Freimaurerei, den Bilderbergern, dem
Round Table und Anderen angehören. Unter den NBC-Direktoren die in
Exposure benannt werden, fanden sich John Brademas (CFR, TC, Bilderberg),
Direktor der Rockefeller Stiftung; Peter G. Peterson (CFR), ein früher
Manager bei Kuhn, Loeb & Co. (Rothschild) und früherer
US-Wirtschaftsminister; Robert Cizik, Vorsitzender von RCA und First City
Bancorp, die nach Zeugenaussagen im Kongress als Rothschild-Bank identifiziert
wurde; Thomas O. Paine, Präsident von Northrup Co. (eine große
Militärfirma) und Direktor des Instute of Strategic Studies in London;
Donald Smiley, Geschäftsführer von zwei Morgan Unternehmen,
Metropolitan Life und US Steel; und der oben genannte Thorton Bradshaw,
Vorsitzender von RCA, Direktor der Rockefeller Brüder Stiftung, von
Atlantic Richfield Oil und dem Aspen Institute of Humanistic Studies (die
beiden letzteren werden von einem Bilderberger, Robert O. Anderson, geleitet).
ABC gehört der Disney Corporation, „welche
Spielzeug und Produkte in Entwicklungsländern produziert, wo sie Arbeiter
mit schrecklichen Gehältern unter grässlichen Arbeitsbedingungen
beschäftigt.“ Sie besitzt 153 Fernsehsender. Chase Manhattan Bank
hält 6,7 % der ABC- Aktien, genug um einen kontrollierenden Einfluss
auszuüben. Chase kontrolliert durch ihre Treuhandabteilung 14 % von CBS
and 4,5 % von RCA. Anstatt von drei im Wettbewerb stehenden Fernsehnetzwerken
namens NBC, CBS and ABC, haben wir in Wirklichkeit die
Rockefeller-Fernsehfirma, das Rockefeller-Berichterstattungssystem, und das
Rockefeller- Nachrichten Konsortium. In der Geschäftsleitung von ABC
sitzen Ray Adam, Geschäftsführer von J.P. Morgan, Metropolitan Liefe
(Morgan) und dem Morgan Guaranty Trust; Frank Cary, Vorsitzender von IBM und
Geschäftsführer von J.P. Morgan und dem Morgan Guaranty Trust; Donald
C. Cook (CFR, Bilderberg) sowie Hauptgeschäftspartner von dem Bankhaus
Lazard Freres, deren Geschäftsführer regelmäßig an
Bilderberg Treffen teilnehmen; John T. Connor (CFR) von der Kuhn, Loeb Kanzlei
(Rothschild) Gravath, Swaine & Moore, früherer Minister der Navy,
US-Wirtschaftsminister, und Direktor der Chase Manhattan Bank
(Rockefeller/Rothschild), Direktor von General Motors und Vorstandsvorsitzender
der J. Henry Schroder Bank and Schroders Inc. London (welche eine Rolle in der
Finanzierung von Hitler spielte); Thomas M. Macioce, Direktor des Manufacturer
Hanover Trust (Rothschild); George Jenkins, Vorstandsmitglied von Metropolitan
Life (Morgan) and Citibank (Rothschild-Verbindungen); Martin J. Schwab,
Geschäftsführer von Manufacturers Hanover (Rothschild); Alan
Greenspan (CFR, Trilaterale Kommission, Bilderberg), Vorstandsvorsitzender der
Federal Reserve, Geschäftsführer von J.P. Morgan, Morgan Guaranty
Trust, der Hoover Institution, des Time Magazins und von General Foods; Ulric
Haynes, Jr., Geschäftsführer der Ford Stiftung und der Marine Midland
Bank.
Ist es nicht bemerkenswert, wie dieselben
Rockefeller-Rothschild-Charaktere im Vorstand von ABC – welches, wie uns
gesagt wird, unabhängig von NBC sein soll – den Wettbewerb zu
vertreten scheinen? ABC wurde von Cities Communications übernommen, deren
prominentester Geschäftsführer Robert Roosa (CFR, Bilderberg),
Senior-Partner von Brown Brothers Harriman ist, die enge Verbindungen zur Bank
von England hat. Roosa und David Rockefeller wird zugeschrieben, Paul Volcker
als Vorsitzenden des Federal Reserve Vorstandes ausgewählt zu haben.
CBS gehört Viacom, welches über 200 TV- und 255
Radiogesellschaften besitzt. Diesem „riesigen Medienkonglomerat
gehört, unter Anderem, MTV, Show Time, Nickelodeon, VH1, TNN, CMT, 39
Fernsehsendestationen, 184 Radiosender, Paramount Pictures und Blockbuster
Inc.“
Die finanzielle Expansion von CBS wurde für lange
Zeit überwacht von Brown Brothers Harrimann und seinem Senior-Partner,
Prescott Bush, der CBS-Geschäftsführer war. Im CBS Vorstand sind
William S. Paley, der Vorstandsvorsitzende (für den Prescott Bush
persönlich das Geld organisierte um die Firma zu kaufen); Harold Brown
(CFR), Geschäftsführer der Trilateralen Kommission und früherer
Minister der Air Force sowie US-Verteidigungsminister; Roswell Gilpatric (CFR,
Bilderberg) von Kuhn, Loeb´s (Rothschild) Sozietät Cravath, Swaine
and Moore und früherer Direktor der Federal Reserve Bank of New York;
Henry B. Schnacht, Direktor der Chase Manhattan Bank (Rockefeller/Rothschild),
dem Council on Foreign Relations, der Brookings Institution und dem Committee
for Economic Development; Michel C. Bergerac, Vorstandsvorsitzender von Revlon
und Direktor der Manufacturers Hanover Bank (Rotschild); James D. Wolfensohn
(CFR, Trilaterale Kommission, Bilderberg), früherer Chef der J. Henry
Schroder Bank, welche enge Beziehungen zu Rothschilds und Rockefellers
aufweist, wurde 1995 erfolgreich durch Bill Clinton zum Chef der Weltbank
ernannt; Franklin A. Thomas (CFR), Chef der durch Rockefeller kontrollierten
Ford Stiftung; Newton D. Minow (CFR), Direktor der Rand Corporation die eng mit
der Bilderberg Gruppe verbunden ist. Der ehemalige Präsident von CBS war
Dr. Frank Stanton (CFR), der auch ein Treuhänder der Rockefeller Stiftung
und der Carnegie Institution ist.
Alle diese Netzwerke sind eng mit Bilderbergern, dem
Council on Foreign Relations und der Trilateralen Kommission verbunden. Wie
kann es dann möglich sein, dass behauptet wird, die führenden
TV-Netzwerke in Amerika, durch welche die überwältigende Mehrheit der
Amerikaner ihre Nachrichten bekommt, sei unabhängig?
Apropos menschliche Natur: Macht korrumpiert. Es
korrumpiert diejenigen die sie ausüben und es korrumpiert diejenigen die
nach Einfluss trachten, die zu beeinflussen, die sie ausüben. Die Medien
sind seit langem Teil der Welt der Elite gewesen. Die Freie Presse ist ein
Mythos, wenn sie von mächtigen Menschen besessen wird. Nur wenn viele
Menschen die Medien besitzen wird es eine wirklich freie Presse geben,
vorausgesetzt unser „Recht zu wissen“ ist möglich. Das mag ein
starkes Argument zu Gunsten von Blogs sein.
In der orwellianischen Welt des modernen
Tagesjournalismus, wo eine neue Form politischer Korrektheit jede
Äußerung prägt, verkürzt sich die Sprache. Weil es das
Ziel der totalitären Gedankenkontrolle ist, politisch unkorrekte
Äußerungen unmöglich zu machen, ist es das Ziel des
Neocon-Neusprech viele der uns heute geläufigen Wörter abzuschaffen.
In diesem Zusammenhang werden Wörter nicht deshalb verwendet, um einen
Standpunkt zu diskutieren sondern um alle Diskussionen zu beenden. Menschen
können sich nur dann über irgendein Thema Gedanken machen, sei es
groß oder klein, wenn sie in einem Umfeld mit uneingeschränktem
Zugang zu Informationen leben, welches die größte Auswahl an
potentiellen abrufbaren Daten aufweist. An der Spitze jeder Gesellschaft
können die Politiker zur Verantwortung gezogen werden und Tyranneien
können verhindert werden, wenn ernsthaftes Versagen und nicht
ordnungsgemäße Anwendung von Macht allen Bürgern bekannt
gemacht werden kann. Das ist das Hauptargument für eine freie Presse, mit
all ihren bekannten Mängeln. Das ist genau der Grund, weshalb Diktatoren,
Oligarchen, Juntas, Eroberer und Tyrannen zu allen Zeiten danach trachteten die
Debatte zu zensieren und die freie Verbreitung von Informationen zu
unterdrücken.
Politik ist im wesentlichen Konversation. Wenn wir es
zulassen, dass eine falsche Politik jegliche Diskussion darüber was
richtig sein könnte, verdrängt, wenn wir es zulassen dass eine Gruppe
von Zahlenakrobaten die Ideen der Menschen überwältigt, erschweren
wir die Abwendung von negativen Trends, die wir alle als so überaus
unangenehm empfinden. Wir müssen eine neue Art von Kritik fordern, welche
ihre sinnvollste Arbeit nicht in der Bestätigung unseres Rechts auf Wissen
findet sondern eher darin, die medialen Ideen und Annahmen – zu einem
gewissen Grad - unter Druck zu setzen. Die Alternative hierzu ist zu
erschreckend um sie in Betracht zu ziehen. Francisco Goya´s Bild 79 der
Disaster zeigt das unbescholtene Mädchen der Freiheit flach auf ihrem
Rücken liegend, die Brust entblößt. Geisterhafte Figuren
spielen um ihren Körper herum während Affen ihr Grab schaufeln. Die
Wahrheit ist gestorben. Murió la verdad. Was soll das für eine
Alternative sein?
Bilderberg 2007: Die Teilnehmerliste
Im Jahr 1954 trafen sich die
mächtigsten Individuen der Welt zum ersten mal unter der Schirmherrschaft
des niederländischen Königshauses und der Rockefeller-Familie in dem
luxuriösen Bilderberg-Hotel der kleinen holländischen Stadt
Oosterbeck. Ein ganzes Wochenende lang besprachen sie die Zukunft der Welt; am
Ende der Konferenz beschlossen sie, sich jedes Jahr auf diese Weise erneut zu
treffen um ihre Ideen auszutauschen und internationale Angelegenheiten zu
analysieren. Sie gaben sich den Namen Bilderberg Club. Seitdem trafen sie sich
jedes Jahr in einem Luxushotel irgendwo auf dem Planeten um über die
Zukunft der Menschheit zu entscheiden. 50 Jahre lang brachten die Konferenzen
vormals ungekannte Dimensionen von Macht und Geld am selben Ort zur selben Zeit
zusammen und offiziell wurden von den Teilnehmern niemals Informationen
öffentlich gemacht über die Themen die während den Konferenzen
besprochen wurden. Bilderberg, eine der mächtigsten Geheimorganisationen
der Welt, hat ein 18-Quadratmeter-Büro mit einem einzigen Angestellten und
einer einzigen Telefonleitung. Es gibt keine Webseite und kein Schild vor der
Tür. Die unabhängige Presse durfte das Büro niemals betreten,
keine öffentlichen Erklärungen über die Schlussfolgerungen der
Teilnehmer oder die Agenda der Konferenzen wurden je abgegeben. Wie kann das
sein wo doch die Mitgliederliste die mächtigsten Individuen der Welt
beinhaltet? Führungspersonen des Bilderberg-Clubs argumentieren dass diese
Diskretion notwendig sei um es den Teilnehmern der Debatten zu
ermöglichen, frei zu sprechen ohne dass über die Aussagen
öffentlich berichtet wird. Andernfalls, so die Aussagen von Bilderbergern,
wäre man gezwungen in der Sprache einer Presseerklärung zu reden.
Zweifellos erlaubt diese Diskretion dem Bilderberg Club eine freie
Gesprächsathmosphäre, aber der fundamentalen Frage wird ausgewichen:
Worüber reden die mächstigsten Menschen der Welt während diesen
Treffen? Jedes moderne rechtsstaatliche System schützt das Recht auf
Privatsphäre; aber haben die Bürger kein Recht darauf zu erfahren
worüber sich ihre gewählten politischen Führer unterhalten wenn
jene sich mit den reichsten Menschen aus der Wirtschaft treffen? Welche
Garantie haben die Bürger dafür dass der Bilderberg Club kein Zentrum
für politische Entscheidungsbeeinflussung und Korruption ist? Warum wird
über die Treffen des Davos Weltwirtschaftsforum und der G8 in jeder
Zeitung berichtet, meist auf den Titelseiten, mit tausenden Journalisten vor
Ort, während niemand über die Bilderberg-Konferenzen berichtet obwohl
bei diesen jedes Jahr u.a. die Präsidenten des Internationalen
Währungsfonds, der Weltbank und der US-Notenbank Federal Reserve
teilnehmen sowie die Vorsitzenden der 100 mächtigsten Konzerne der Welt
wie DaimlerChrysler, Coca Cola, British Petroleum, Chase Manhattan Bank,
American Express, Goldman Sachs, Microsoft, darüberhinaus
Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten, CIA- und FBI-Direktoren,
Generalsekretäre der NATO, US-Senatoren und Kongressabgeordnete,
europäische Premierminister und Oppositionsführer, Editoren und Chefs
der führenden Zeitungen der Welt usw.
Es überrascht daher dass die
Massenmedien ein Treffen solcher Funktionäre, die
mehr Geld besitzen als alle US-Bürger
zusammengenommen, nicht für berichtenswert erachten obwohl ein einzelner
Bilderberger alleine bei einer anderen Reise häufig massive
Fernsehberichterstattung erhält.
Die Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz 2007 im
türkischen Istanbul vom 31. Mai bis 3. Juni
Die diesjährige Delegation wird aufs Neue die
wichtigsten Politiker, Businessleute, Zentralbanker, EU-Komissionsführer
und Konzernleiter der westlichen Massenmedien beinhalten. Zu ihnen gesellen
werden sich führende Repräsentanten von Europas Monarchien,
angeführt von Königin Beatrix (die Tochter von
Bilderberg-Gründer und Ex-Nazi Prinz Bernhard von den Niederlanden), und
dem belgischen Bilderberg-Präsidenten und Vizevorsitzenden von
Suez-Tractebel, Etienne Davignon. Laut der Liste der Bilderberg-Ratskomission
zu der dieser Autor Zugang hatte, sind folgende Namen als Teilnehmer der
diesjährigen Konferenz bestätigt worden (in alphabetischer Nennung):
George Alogoskoufis, Minister of Economy and Finance
(Greece); Ali Babacan, Minister of Economic Affairs (Turkey); Edward Balls,
Economic Secretary to the Treasury (UK); Francisco Pinto Balsemão,
Chairman and CEO, IMPRESA, S.G.P.S.; Former Prime Minister (Portugal);
José M. Durão Barroso, President, European Commission
(Portugal/International); Franco Bernabé, Vice Chariman, Rothschild
Europe (Italy); Nicolas Beytout, Editor-in-Chief, Le Figaro (France); Carl
Bildt, Former Prime Minister (Sweden); Hubert Burda, Publisher and CEO, Hubert
Burda Media Holding (Belgium); Philippe Camus, CEO, EADS (France); Henri de
Castries, Chairman of the Management Board and CEO, AXA (France); Juan Luis
Cebrian, Grupo PRISA media group (Spain); Kenneth Clark, Member of Parliament
(UK); Timothy C. Collins, Senior Managing Director and CEO, Ripplewood
Holdings, LLC (USA); Bertrand Collomb, Chairman, Lafarge (France); George A.
David, Chairman, Coca-Cola H.B.C. S.A. (USA); Kemal Dervis, Administrator, UNDP
(Turkey); Anders Eldrup, President, DONG A/S (Denmark); John Elkann, Vice
Chairman, Fiat S.p.A (Italy); Martin S. Feldstein, President and CEO, National
Bureau of Economic Research (USA); Timothy F. Geithner, President and CEO,
Federal Reserve Bank of New York (USA); Paul A. Gigot, Editor of the Editorial
Page, The Wall Street Journal (USA); Dermot Gleeson, Chairman, AIB Group
(Ireland); Donald E. Graham, Chairman and CEO, The Washington Post Company
(USA); Victor Halberstadt, Professor of Economics, Leiden University; Former
Honorary Secretary General of Bilderberg Meetings (the Netherlands);
Jean-Pierre Hansen, CEO, Suez-Tractebel S.A. (Belgium); Richard N. Haass,
President, Council on Foreign Relations (USA); Richard C. Holbrooke, Vice
Chairman, Perseus, LLC (USA); Jaap G. Hoop de Scheffer, Secretary General, NATO
(the Netherlands/International); Allan B. Hubbard, Assistant to the President
for Economic Policy, Director National Economic Council (USA); Josef Joffe,
Publisher-Editor, Die Zeit (Germany); James A. Johnson, Vice Chairman,
Perseus, LLC (USA); Vernon E. Jordan, Jr., Senior Managing Director, Lazard
Frères & Co. LLC (USA); Anatole Kaletsky, Editor at Large, The Times
(UK); John Kerr of Kinlochard, Deputy Chairman, Royal Dutch Shell plc (the
Netherlands); Henry A. Kissinger, Chairman, Kissinger Associates (USA); Mustafa
V. Koç, Chariman, Koç Holding A.S. (Turkey); Fehmi Koru, Senior
Writer, Yeni Safek (Turkey); Bernard Kouchner, Minister of Foreign Affairs
(France); Henry R. Kravis, Founding Partner, Kohlberg Kravis Roberts & Co.
(USA); Marie-Josée Kravis, Senior Fellow, Hudson Institute, Inc. (USA);
Neelie Kroes, Commissioner, European Commission (the
Netherlands/International); Ed Kronenburg, Director of the Private Office, NATO
Headquarters (International); William J. Luti, Special Assistant to the
President for Defense Policy and Strategy, National Security Council (USA);
Jessica T. Mathews, President, Carnegie Endowment for International Peace
(USA); Frank McKenna, Ambassador to the US, member Carlyle Group (Canada);
Thierry de Montbrial, President, French Institute for International Relations
(France); Mario Monti, President, Universita Commerciale Luigi Bocconi (Italy);
Craig J. Mundie, Chief Technical Officer Advanced Strategies and Policy,
Microsoft Corporation (USA); Egil Myklebust, Chairman of the Board of Directors
SAS, Norsk Hydro ASA (Norway); Matthias Nass, Deputy Editor, Die Zeit
(Germany); Adnrzej Olechowski, Leader Civic Platform (Poland); Jorma
Ollila, Chairman, Royal Dutch Shell plc/Nokia (Finland); George Osborne, Shadow
Chancellor of the Exchequer (UK); Tommaso Padoa-Schioppa, Minister of Finance
(Italy); Richard N. Perle, Resident Fellow, American Enterprise Institute for
Public Policy Research (USA); Heather Reisman, Chair and CEO, Indigo Books
& Music Inc. (Canada); David Rockefeller (USA); Matías Rodriguez
Inciarte, Executive Vice Chairman, Grupo Santander Bank, (Spain); Dennis B.
Ross, Director, Washington Institute for Near East Policy (USA); Otto
Schily, Former Minister of Interior Affairs; Member of Parliament; Member of
the Committee on Foreign Affairs (Germany); Jürgen E. Schrempp, Former
Chairman of the Board of Management, DaimlerChrysler AG (Germany);
Tøger Seidenfaden, Executive Editor-in-Chief, Politiken (Denmark); Peter
D. Sutherland, Chairman, BP plc and Chairman, Goldman Sachs International
(Ireland); Giulio Tremonti, Vice President of the Chamber of Deputies (Italy);
Jean-Claude Trichet, Governor, European Central Bank (France/International);
John Vinocur, Senior Correspondent, International Herald Tribune (USA); Jacob
Wallenberg, Chairman, Investor AB (Sweden); Martin H. Wolf, Associate Editor
and Economics Commentator, The Financial Times (UK); James D. Wolfensohn,
Special Envoy for the Gaza Disengagement (USA); Robert B. Zoellick, Deputy
Secretary of State (USA);
Klaus Zumwinkel, Chairman of the Board of Management,
Deutsche Post
AG (USA); Adrian D. Wooldridge, Foreign Correspondent,
The Economist. Auf dieser Liste der geladenen Gäste vom Januar 2007 finden
sich die Namen des inzwischen geschassten BP-(British Petroleum) Chefs John
Browne sowie des gefeuerten Ex-Chefs der Weltbank Paul Wolfowitz. Es bleibt
abzuwarten ob diese beiden bei der Konferenz auftauchen werden. Die
Bilderberger haben keine
Hemmungen davor, Kriminelle einzuladen solange deren
Taten sich abseits der öffentlichen Berichterstattung abspielen. Sobald
die Verbrechen jedoch aufgedeckt werden, werden die Täter schnell
fallengelassen. Lord Conrad Black, ehemaliger Chef der Hollinger Media Group
ist ein Beispiel dafür. Zwei weitere Namen auf der Liste vom Januar
sollten Leute verwundern: Einer davon ist Bernard Kouchner, der kürzlich
ernannte Außenminister der rechtskonservativen Regierung von Nicolas
Sarkozy in Frankreich. Kouchner war ein Gründer der Organisation
Ärzte ohne Grenzen; er war bei der Bilderberg-Konferenz 2006 in
kanadischen Ottawa nicht anwesend. Wurde seine Regierungsposition bereits vor
den Wahlen in Frankreich arrangiert? Der Überraschungsgast des Jahres ist
Mahmood Sariolghalam, Associate Professor of International Relations, School of
Economic and Political Sciences, National University of Iran. Was macht ein
Iraner bei einer NATO-kontrollierten Bilderbergkonferenz? Wir werden es bald
wissen.
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