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Stoppt die
Abzocke! Der Staat
subventioniert die reichen Kirchen jährlich mit über 9 Milliarden
Euro - zusätzlich zu den Kirchensteuern aus dem allgemeinen
Steuertopf!
Die Kirchen lassen sich vom deutschen Staat 8,5 Milliarden
Kirchensteuer einziehen. Zusätzlich zahlt der Staat jedes Jahr an die
Kirche 14 Milliarden Euro aus dem allgemeinen Steuertopf! Zusätzlich zu
den Kirchensteuern! 14 Milliarden Euro auch aus den Steuern von Moslems,
Atheisten, Freidenkern, Andersgläubigen, aus der Kirche Ausgetretene.
Experten schätzen das Gesamtvermögen der Kirchen auf fast ein
halbe Billion Euro. Die Kirchen sind der größte Grundbesitzer der
westlichen Welt. In Deutschland sind die Kirchen mit 8,25
Milliarden m2 größter privater Grundbesitzer (entspricht gut der
Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holstein). Der Goldschatz des Vatikan
wird hinter demjenigen der USA als der zweitgrößte der Welt
beziffert: 3.500.000.000 Euro. Der Gesamtbesitz des Vatikan an Aktien und
anderen Kapitalbeteiligungen dürfte heute auf weit über 100
Milliarden Euro angewachsen sein. Der Vatikan ist heute der
größte religiöse Wirtschaftskonzern der Welt und engagiert sich
in zahllosen Unternehmen: Immobilien, Plastik, Elektronik, Stahl,
Anti-Baby-Pille... Von wegen »sozial«: Baut z.B.
eine örtliche Kirchengemeinde einen neuen Kindergarten, so bezahlt sie
z.B. 1/3 des Grundstücks. 1/3 zahlt die Gemeinde und 1/3 das Bundesland.
Die Kirche wird jedoch alleiniger Eigentümer. So wächst der
Grund- und Immobilienbesitz der Kirche kontinuierlich. Den Löwenanteil des
Unterhalts der kirchlichen Kindergärten und Krankenhäuser zahlen
Gemeinde und Staat. In Baden-Württemberg beträgt der Anteil der
Kirche an der Finanzierung ihrer Kindergärten ganze 7%! Ein
Skandal! Lesen Sie auch:
Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld!
Gesendet im 1. Deutschen Fernsehen (ARD)
Moderatorin: Sparen, sparen, sparen, denn der Staat ist klamm. Wo
immer es irgendwie geht, wird gestrichen. Nur eins bleibt heilig im
wahrsten Sinne des Wortes : die Kirche, das reichste Unternehmen der
Republik. Experten schätzen ihr Gesamtvermögen auf fast eine halbe
Billion Euro. Nun mag man denken: Schön für die beiden großen
Kirchen, aber was hat das mit dem Sparen des Staates zu tun? Schließlich
haben wir ja vor 200 Jahren diese beiden Systeme mühevoll voneinander
gelöst. Aber der sogar im Grundgesetz festgeschriebenen Trennung von Staat
und Kirche zum Trotz zahlt auch heute noch, im 21. Jahrhundert, jeder
Bürger abseits der Kirchensteuer ganz kräftig für
die Kirche egal ob Mitglied oder nicht. Jochen
Gräbert und Clemens Oswald über die Milliardenhilfe
für unser Heiligstes: Sprecher:
Großheubach in Bayern: Hier bittet die Kirche jeden zur Kasse auch
den ungläubigen, auch den Moslem. Denn mit der Kirchensteuer gibt man sich
hier noch lange nicht zufrieden. Und so muss Bürgermeister Oettinger noch
immer für ein Ereignis zahlen, das nun schon zwei Jahrhunderte
zurückliegt für die Trennung von Staat und Kirche, die so
genannte Säkularisation im Jahre 1803. Seit damals muss die Gemeinde
für Kirchenrenovierung bezahlen. Oettinger führt uns durch den
kirchlichen Pfründen-Dschungel. Günther Oettinger, CSU,
Bürgermeister: Ja, und hier geht es um echt sehr viel Geld, hier geht
es um die Kirchenbaulast, Verträge aus dem Jahre 1803. Hier möchte
die katholische Kirche von uns 180.000 €. Wir akzeptieren diese
Verträge zur Zeit nicht mehr. Ich kann nicht Verträge aus 200 Jahren
zurück auf die heutige Zeit anwenden. Sprecher: Die Kirche
ist da anderer Meinung, und es wäre nicht das erste Mal, dass sie den
rebellischen CSU-Bürgermeister kalt abserviert. Der hat nämlich schon
einmal den Aufstand geprobt: Da ging es um eine Naturalabgabe, das sogenannte
Kornreichnis, auch eine Entschädigung für die Säkularisation,
jedes Jahr neu berechnet nach dem aktuellen Getreidepreis.
Günther Oettinger: Ja, hier haben wir die Ablichtung einer Urkunde
aus dem Jahre 1853: das sogenannte Kornreichnis, wo wir der Katholischen
Kirchenstiftung jedes Jahr den Gegenwert von 18,5 Hektoliter Roggen
überweisen ca. 130 € pro Jahr. Sprecher: Nach
200 Jahren sei es doch mal an der Zeit, sich wenigstens vom läppischen
Kornreichnis freizukaufen dachte der Bürgermeister. Doch beim
Geld kennt die Kirche keine Gnade. Sie forderte als Abfindung für die
nächsten 100 Jahre 32.000 €. Selbst Weihrauch
wird vom Staat bezahlt Großheubach ist überall, auch im
bayrischen Eichstätt. Viel Pomp, als der neue Bischof, Walter Mixa,
geweiht wird. Alles auf Staatskosten versteht sich, denn der
Eichstätter Hirte und seine sechs bayrischen Amtskollegen beziehen ihr
komplettes Gehalt vom Steuerzahler und das Amtsgebäude
auch. So zahlt Bayern in diesem Jahr für die Gehälter seiner
sieben Bischöfe und Erzbischöfe 655.000 €; Zulagen für 12
Weihbischöfe 99.000 €, Gehälter für 14 Dignitäre
737.000 €, für 60 Kanoniker 3.914.000 €, für 42 Domvikare
usw. Endlos die staatlich finanzierte Lohnliste des Kirchenpersonals. Selbst
Weihrauch wird vom Staat bezahlt. Insgesamt kassieren die beiden
großen Kirchen in Bayern in diesem Jahr vom Staat aufgrund alter
Rechtstitel 85.932.000 €. Da stellen sich natürlich Fragen.
Doch politisch verantwortliche Minister oder Staatssekretäre standen
für ein Interview nicht zur Verfügung. Der einzige, der sich für
zuständig erklärte und der nicht krank war oder aus
Termingründen leider verhindert ein Beamter. Und der stellt ganz
nüchtern fest, dass das, was er da treibt, eigentlich verfassungswidrig
ist. Frage des Sprechers: Wie lange sollen die Zahlungen an die
Kirche noch weiterlaufen? Hundert Jahre, zweihundert Jahre, tausend Jahre?
Josef Erhart, Kultusministerium Bayern: Im Grundgesetz ist ein
Artikel, in dem drinsteht, dass der Bund die Grundlagen für die
Ablösung dieser alten Verpflichtungen festlegen muss. Der Bund hat diese
Festlegungen bis heute noch nicht getroffen, sodass wir Schwierigkeiten sehen
darin, einfach zu sagen: Wir stellen diese Zahlungen ein.
Norbert Kleybold, Generalvikar Bistum Münster: Ich kann nur sagen,
hier gibt es Rechtstitel, und diese Rechtstitel gibt man nicht einfach auf.
Wenn der Staat oder wenn die Kirche der Meinung sind, sie seien obsolet, dann
muss man darüber reden. Dass man fair miteinander redet, zu einer fairen
Regelung kommt, ist klar. Aber ich sehe da überhaupt kein
Unrechtsbewusstsein. Sprecher: Ist die Kirche ein
hartnäckiger Verhandlungspartner? Josef Erhart: Die Kirche
hat jedenfalls 2000 Jahre Erfahrung in solchen Sachen.
500.000.000,- € für alte und uralte Rechtstitel
Sprecher: Und so kassieren die Kirchen in diesem Jahr bundesweit
fast 500.000.000 € vom Staat für alte und uralte Rechtstitel. Manche
reichen 500 Jahre zurück, die meisten bis 1803, dem Datum der
Säkularisation unter Napoleon. 200 Jahre lang gehen seitdem Staatsform und
Herrscher unter, neue stiegen auf. Was stets blieb, waren die Pfründe der
Kirche. Auch beim Neubeginn der Bundesrepublik der erzkatholische
Kanzler Adenauer ließ alte Rechte der Kirche neu festschreiben.
Dr. Carsten Frerk, Politikwissenschaftler: Und es ist für mich ein
Unding, dass zusätzlich zu diesen älteren Rechtstiteln, die nach der
Verfassung abgelöst werden sollen, in der Nachkriegsgeschichte immer mehr
Zahlungsverpflichtungen vom Staat eingegangen worden sind, die die Kirche
gefordert hat und bekommen hat. Sprecher: Carsten Frerk hat das
finanzielle Geflecht zwischen Staat und Kirche in jahrelangen mühseligen
Recherchen erstmals komplett durchleuchtet. Ein kaum durchschaubares, von der
Kirche sorgsam abgeschirmtes Zahlengewirr. Eine überraschende
Erkenntnis: Dr. Carsten Frerk: Bayern, dachte ich auch, das
schwarze Bayern zahlt das meiste wieder pro Kopf umgerechnet. Aber ich
habe auch dazugelernt in vielen Fragen: Die Spitzenreiter in der Bezahlung pro
Kopf sind Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, und dann erst kommt
Bayern. Sprecher: Nordrhein-Westfalen: Hier fließen in
diesem Jahr über 1,5 Milliarden € Steuergelder an die Kirchen und
ihre Einrichtungen. Ein Tabuthema auch im Düsseldorfer Parlament. Denn
welcher Abgeordnete will schon Krach mit den mächtigen Kirchen riskieren?
Und so wissen nicht mal die Experten, wieviel sie selbst für die Kirchen
ausgeben. Frank Sichau, Kirchenexperte der SPD: Ich kann Ihnen
das nicht beantworten, da werden Sie wahrscheinlich auch lange suchen
müssen. Sprecher: Wie hoch ist die Summe etwa
Nordrhein-Westfalens, die an die Kirche bezahlt wird? Hans-Ulrich
Klose, Kirchenexperte der CDU: Das kann ich Ihnen nicht sagen, weil das
auch mehrere Titel sind ... Joachim Schulz-Tornau, Kirchenexperte
der FDP: Muss ich ganz offen sagen, das weiß ich nicht. Das ist auch
mal ein Hinweis darauf, sich damit vielleicht auch einmal persönlich
auseinander zu setzen. Sprecher: Wenn man sich damit
auseinandersetzt, würde einem auch auffallen, dass die beiden Kirchen
keineswegs so arm sind, wie sie sich immer geben. Auf über 400
Milliarden € wird ihr Vermögen taxiert. Umso absurder die vielen
Gefälligkeiten des Staates für die Kirchen oftmals reine
Subvention. Beispiel Frankfurt Evangelischer Kirchentag
2001: Der Staat zahlt den Löwenanteil, und das nennt sich dann ganz
harmlos Zuschuss. Der Kirchentag kostete 11,8 Millionen €,
davon zahlte der Staat 5,5 Millionen, und damit doppelt soviel wie die Kirche.
Die beteiligte sich mit 2,8 Millionen €, der Rest kam von den
Teilnehmern. Beispiel Ausbildung: Der Staat zahlt das komplette
Pfarrerstudium an kirchlichen Fakultäten, rund 30 Millionen Euro pro Jahr
schätzen Experten. Beispiel Militärseelsorge: Der
Bund zahlt alles, vom Gehalt der Pfarrer bis zu den Kultgegenständen
26 Millionen Euro in diesem Jahr. Insgesamt flossen im Jahr
2000 fast 20 Milliarden Euro an die Kirchen und ihre Einrichtungen. Kritiker
sprechen deshalb von einer zusätzlichen heimlichen
Kirchensteuer, die jeder aufbringen muss, unabhängig davon, ob
er Kirchenmitglied ist. Welchen Gegenwert bekommt der
Staat? Sprecher: Welchen Gegenwert bekommt der Staat
für seine doch erheblichen Leistungen an die Kirche? Norbert
Kleybold, Generalvikar Bistum Münster: Das Engagement derer, die sich
von der Kirche in den Dienst nehmen lassen und die dann in den kirchlichen
Einrichtungen zum Wohl der Gesellschaft handeln und arbeiten, im Kindergarten
etwa, indem Kinder dort Aufnahme finden. Sprecher: Wie auch
hier im Württembergischen Neckarwestheim. Dennoch hält
Bürgermeister Mario Dürr wenig von der angeblichen Wohltätigkeit
der Kirche. Denn wie in ganz Deutschland sinkt auch hier seit Jahren der
finanzielle Beitrag der Kirche für den eigenen evangelischen Kindergarten.
17% der Kosten trägt die Kirche noch, den Rest bezahlt der Staat.
Mario Dürr, Bürgermeister: Wir haben einen Kindergarten, der
zu 83% von der Gemeinde finanziert wird, und es steht eben Evangelischer
Kindergarten außen drauf. Und normalerweise sollte ja das
außen draufstehen, was innen drin ist. Und innen drin ist eigentlich
die Gemeinde zu 83%. Also müsste eigentlich genau genommen
Gemeindlicher Kindergarten, sponsored by Evangelische Kirche
draufstehen. Sprecher: Dabei ist der Landesdurchschnitt in
Baden-Württemberg noch verheerender. Ganze 7% beträgt der Anteil der
Kirchen an der Finanzierung ihrer Kindergärten. Kein schlechtes
Geschäft, wenn man den Imagegewinn der Kirchen bedenkt und ihr offen
erklärtes Ziel, den christlichen Glauben unter den Kleinen zu
verbreiten. Dr. Carsten Frerk: Die Menschen denken, wenn eine
kirchliche Bezeichnung draufsteht, sozusagen ein Etikett drauf ist, dann zahlt
die Kirche zumindest den überwiegenden Teil. Es ist aber nicht so. Und
deshalb ist das alles eigentlich ein Etikettenschwindel.
Sprecher: Wo Kirche draufsteht, soll auch Kirche drin sein. So sehen
es wiederum die Kirchen und ihre Einrichtungen. Zwar werden die meisten der
rund 1,2 Millionen Kirchenjobs vom Staat bezahlt, aber die Bedingungen
diktiert die Kirche. Vor allem auf die Kirchenmitgliedschaft legt sie Wert.
Diese Klinik in Weimar wird vom Staat finanziert. Nach der Fusion mit
einem kirchlichen Krankenhaus gilt jetzt für alle Angestellten das
kirchliche Sonder-Arbeitsrecht. Schwester Rita fühlt sich diskriminiert.
Als Nicht-Kirchenmitglied kann sie in bestimmte Leitungspositionen nicht mehr
aufsteigen. Und obendrein hat die ehemalige Betriebsrätin jetzt als
sogenannte Mitarbeitervertreterin deutlich weniger Rechte. Die Kirchen
verbieten nämlich Betriebsräte. Rita Eberhardt,
Krankenschwester: Das Unfassbare ist daran für mich wirklich: Als
Betriebsrätin wäre ich ein gleichgestellter Partner der
Geschäftsleitung, und jetzt fühle ich mich als Bittsteller - nicht
nur fühlen, es wird auch tagtäglich praktiziert, dass man ein
Bittsteller ist. Und das ist für mich unbegreiflich, dass in einem
staatlich finanzierten Haus man als Bittsteller auftreten muss.
Sprecher: Weniger Mitbestimmung und Konfessionszwang alles im
Namen der christlichen Dienstgemeinschaft. Und Reinigungskräfte der
Diakonie sollen bis zu 30% weniger Lohn erhalten, können sich aber nicht
einmal wehren, denn das kirchliche Arbeitsrecht verbietet ein Grundrecht
den Streik. Markus Rückert, Verband diakonischer
Dienstgeber: Streik, müssen Sie wissen, kommt aus dem 19. Jahrhundert
aus der Mottenkiste dieser Zeit. Also, ich sage Ihnen ehrlich, mir tun immer
die Leute leid, die da mit rotem Regenmantel, roter Kapuze, roter Trillerpfeife
dastehen müssen irgendwo und ein bisschen Remmidemmi machen, und das nennt
sich dann Streik. Und kaum sind die Kameras abgebaut, verflüchtigen sie
sich wieder. Das ist nicht die Form der Auseinandersetzung, die ich auch
für diese Leute für angemessen halte. Sprecher: Auf
ewig Frieden und Einvernehmen. Das Prinzip, nach dem auch der Staat
verfährt gegenüber den Kirchen wenigstens. Aber bei Finanzen
oder im Arbeitsrecht: Der Staat hat's gegeben, die Kirche lässt sich's
nicht nehmen.
Die größte Verschwendung vergessen!
Die Verschwendung von insgesamt 31,5 Milliarden Euro beklagt der
Bund der Steuerzahler in seinem Jahresbericht 2005. Da baut sich
das am dünnsten besiedelte Bundesland die größte
Flughafendichte Deutsch- lands zusammen. Die Stadt Karlsruhe erschließt
einen nagelneuen Friedhof trotz sinkendem Bedarfs an Erdbestattungen. Es ist
ein Sammelsurium von ebenso kuriosen wie ärgerlichen Planungsfehlern und
chronischer Verschwendungssucht. »Es darf nicht sein«, so schreibt
Steuerzahlerpräsident Dr. Karl Heinz Däke, »dass
regelmäßig von den Steuerzahlern erarbeitetes Geld verantwortungslos
verschleudert wird. ... Angesichts der Notlage, in der sich die meisten
Haushalte befinden, erhöht sich durch jeden verschwendeten Euro die
Verschuldung und damit die Belastung künftiger Generationen.«
Seltsam nur, dass Herr Däke den dicksten »Fisch«
schlicht- weg »vergessen« hat: die Großkirchen! Würde er
die Verschwendung von Steuergeldern für Subventionen an die
Großkirchen in seinen Bericht aufnehmen, so würde dieser Bereich
schlagartig zum größten Verschwendungsposten avancieren und locker
ein Drittel der gesamten Summe einnehmen! Verschwendung pur:
Die Kirche bekommt jährlich 14 Milliarden - aus dem allgemeinen
Steuertopf! Oder ist es keine »verantwortungslose
Verschleuderung« von Steuergeldern, wenn staatliche Stellen weiterhin
Bischofsgehälter bezahlen oder Militärseelsorge? Ist es nicht eine
»unangemessene Spendierfreudigkeit«, über die sich Däke
im vergangenen Jahr an gleicher Stelle beschwerte, wenn die Politiker weiterhin
die Ausbildung von Theologen oder den kirchlichen Religionsunterricht an
staatlichen Schulen mit Milliardengeldern bezahlen? Oder ist es nicht eine
»Fehlplanung«, wenn die Kirchen umfangreiche Steuerbefreiungen
erhalten?
Abzocke Nr. 1: Die Kirchen lassen sich vom
deutschen Staat 8,5 Milliarden Kirchensteuer einziehen. Abzocke
Nr. 2: Zusätzlich zahlt der Staat jedes Jahr an die Kirche 14
Milliarden Euro aus dem allgemeinen Steuertopf! Zusätzlich zu den
Kirchensteuern! 14 Milliarden Euro auch aus den Steuern von Moslems, Atheisten,
Freidenkern, Andersgläubigen, aus der Kirche Ausgetretene.
Abzocke Nr. 3: Die Kirche muss keine Steuern zahlen. Dabei ist
sie das reichste Unternehmen der Republik! (ARD Monitor) Abzocke
Nr. 4: Der Staat sponsert kirchliche Sozialeinrichtungen - oft bis
zu über 90%! Den Löwenanteil des Unterhalts der kirchlichen
Kindergärten und Krankenhäuser zahlen Gemeinde und Staat. In
Baden-Württemberg beträgt der Anteil der Kirche an der Finanzierung
ihrer Kindergärten ganze 7%! Baut eine örtliche Kirchengemeinde einen
neuen Kindergarten, so bezahlt sie z.B. 1/3 des Grundstücks. 1/3 zahlt die
Gemeinde und 1/3 das Bundesland. Die Kirche wird jedoch alleiniger
Eigentümer. So wächst der Grund- und Immobilienbesitz der Kirche
kontinuierlich.
Experten schätzen das Gesamtvermögen der Kirchen auf
fast ein halbe Billion Euro. Die Kirchen sind der
größte Grundbesitzer der westlichen Welt. In Deutschland sind die
Kirchen mit 8,25 Milliarden Quadratmetern größter privater
Grundbesitzer (entspricht gut der Hälfte des Bundeslands
Schleswig-Holstein!). Der Goldschatz des Vatikan wird hinter dem der
USA als der zweitgrößte der Welt beziffert: 3.500.000.000 Euro.
(1952)
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