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Oktober 2007 SWR 3 Info von:  
Fernsehreportage : "Folterexperten"
   

Reporter bekam Zugang zu CIA- Akten des US- Nationalarchivs.
Dort ist
Folter fein säuberlich dokumentiert. Schon Anfang der 50er- Jahre traf sich ein heute noch sehr angesehener Medizinprofessor der Harvard Universität mit einem ehemaligen NS- Menschenversuchsleiter aus dem KZ Dachau zum freundschaftlichen Erfahrungsaustausch.

 Thema: Die Fortentwicklung und Perfektionierung der Folter. Ort des Treffens war eine Villa im Taunus, das damalige Folterzentrum der CIA in Deutschland. Diese Villa sieht sehr hübsch aus und dient heute der Bundesfinanzverwaltung als gemütliche Heimstatt.

Im Keller wurden "Nazis" und "Russen" zu Tode gefoltert, u.a. mit Mescalin und Elektroschocks. Experimentiert wurde auch im US-Militärgefängnis in Mannheim sowie im IG- Farben Hochhaus in Frankfurt a.M. In Mannheim wurde auch gerne auf US- Soldaten als Versuchsmaterial zurückgegriffen. Aufmerksame Zeitungsleser werden sich erinnern, daß die US-Armee auch keinerlei Bedenken hatte, ihre eigenen Soldaten schon im ersten Irak Krieg mit Uranmunition zu vergiften, so daß sie heute langsam an Krebs krepieren, selbstverständlich ohne finanzielle Entschädigung.

Die in Deutschland gewonnenen Foltererfahrungen wurden in Handbüchern zusammengefasst und im Vietnamkrieg fortentwickelt.

Gerne gab man diese weiter an die von der CIA selbst installierten südamerikanischen Diktaturen der Siebzigerjahre, u.a. unter Augusto Pinochet und dem damals z.B. von der Stuttgarter Zeitung sehr gelobten General Videla in Argentinien.

Nur am Rande sei erwähnt, daß u.a. eine deutsche Studentin damals in Argentinien ohne Augen und Haare aufgefunden wurde. Sie stand im Verdacht "links" zu stehen, weil sie Einheimischen Unterricht gab. Der damalige deutsche Botschafter in Buenos Aires lebt heute noch in Berlin.

Sein jetziger Kommentar in einer anderen Reportage: " Sie war halt zur falschen Zeit am falschen Ort." Bundeskanzler Schmidt hatte Befehl gegeben, alles unter den Teppich zu kehren. Angeblich verdiente eine Werft aus dem Wahlkreis Hamburg des Herrn Schmidt recht gut an Geschäften mit der Junta. Der hanseatische Edelmann machte auch "arbeitsmarktpolitische" Gründe geltend. Dies war die Vorgeschichte zu Abu Graib, Guantanamo und den CIA- Gefängnissen der Gegenwart in Osteuropa.

 

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