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Aktuellen Meldungen über US-Kapitalmarkt-Daten sind
besorgniserregend und neueste Aufdeckung von unerklärbaren Verbuchungen
des US-Goldes durch die GATA.
Vor einigen Tagen begann ich, Daten
und Informationen über die reale Inflation in den USA und deren Folgen
für die Wirtschaft zusammenzutragen, da erhielt ich von der GATA (der ich
als deutscher Repräsentant seit mehr als 7 Jahren angehöre)
Informationen und Nachweise, die mich förmlich elektrisierten. Daher
möchte ich Ihnen diese beiden Informationen vorab in aller Eile
übermitteln und Sie zum Nachdenken und Handeln auffordern, und zwar
unabhängig davon, wie stark "überkauft" der Gold- und Silbermarkt
derzeit bei den Händlern und Beratern angesehen und beurteilt wird. Es
gilt immer noch die alte Börsenregel "anders als bei der Straßenbahn
wird der Börse nicht zum Ein- oder Aussteigen geklingelt."
Sie
wissen, dass ich seit Jahren die US-Kapital-Transfer-Daten verfolge; dabei gehe
ich von der Überzeugung aus, dass sich die USA jeden Monat mindestens 75
Mrd. US$ von der übrigen Welt besorgen müssen, um liquide bleiben zu
können. Die USA leben nach der lustigen Devise "Herr Ober, bringen Sie mir
bitte Geld, ich möchte zahlen...". Wenn nun die Untergebenen/Vasallen, in
meinem Beispiel die Ober nicht das Geld bringen, dann wird es kritisch.
So eine Situation ist nun im August 2007 eingetreten; ich hatte
darüber schon mehrfach berichtet. Wie aus der beigefügten Statistik
(siehe meine
internen Aktennotizen (PDF) zu diesem Thema) zu entnehmen
ist, wurden im August statt der üblichen Zuflüsse 163 Mrd. US-Dollar
aus den Staatstiteln abgezogen; diese Ausfälle wurden teilweise durch
Privatanlagen z.B. von den Cayman Islands (!!!) ausgeglichen, aber das kann
nicht darüber hinwegtäuschen, dass die großen
Gläubigerländer (China, Japan, Taiwan etc.) massiv auf der
Verkäuferseite standen. Hält diese Tendenz im Jahre 2007 an, dann
werden wir bald die Konsequenzen an den Kapitalmärkten zu spüren
bekommen. Über die Folgen, wenn die USA sich weder aus eigenem Kapital
noch aus den Auslandszuflüssen finanzieren können, sollten Sie sich
Ihre eigenen Gedanken machen. Es ist fünf Minuten vor Zwölf, wenn
nicht schon später...
Genau in dieses Schema passt die
Feststellung, die meine US-Partner, allem voran James Turk - ein Förderer
der GATA und anerkannter Fachmann für Edelmetalle und Währungsfragen
- kürzlich getroffen hat. Er hat mit Hilfe eines Partners die
statistischen Daten der US-Regierung verfolgt und dabei festgestellt, dass im
Mai 2007 die USA einen geänderten Ausweis ihrer Goldbestände in der
Buchhaltung veröffentlichen.
Bislang war das USA-Gold immer unter
"Gold Stock" - also "Goldlagerbestand" verbucht; seit Mai 2007 erscheint die
Bezeichnung "Gold (including gold deposits and, if appropiate, gold swapped)"
auf Deutsch: "Gold einschließlich Goldhinterlegung/-einlagen und - falls
zweckdienlich - ge-swapptes Gold".
Was kann "geswapptes Gold" im
Fachjargon darstellen? Man kann Gold "swappen" durch Tausch einer Lagerstelle
(z.B. A hat Gold in London, B hat Gold in New York - B überträgt
seinen Anspruch auf sein Gold in New York nun an A und kann dann über Gold
in London verfügen, während A nun sein Gold in New York hat =
"Lagerstellen-Swap") oder im Sinne einer Verfügung (A überlässt
verkaufstechnisch seine Ansprüche auf Gold an B, der dann im Markt
verkaufen kann, ohne dass A auftreten muss. Offiziell erscheint B als
Verkäufer oder Verpfänder, A weist weiter seine Goldbestände aus
- das ist nach den geltenden IWF-Regeln so möglich - wir privaten
Kaufleute würden im Insolvenzfalle für solche Buchungen
natürlich ins Gefängnis kommen, aber wir sind auch keine Staaten bzw.
Notenbanken - und B schuldet Gold, über das er für Rechung von A
verfügt hat. Das Ganze ist dann ein "Swap über
Verfügungsrechte".
Was heißt das in der Praxis? Die
US-Behörden haben einen Teil ihres Goldes (die Fußnote sagt ja
nichts über den Umfang der Transaktion aus) geswappt, d.h. entweder zu
einer anderen Lagerstelle, und dann logisch zur Veräußerung oder
Verpfändung (denn wer gibt schon die körperliche Verfügung
über seine Goldbestände auf, wenn er noch ganz bei Sinnen ist?) oder
sie haben bereits dieses Gold über einen Verfügung-Swap
veräußert.
Zurück auf die Frage, "wer gibt schon
freiwillig die körperliche Verfügung über sein Gold auf" - siehe
oben - eine Anmerkung. Natürlich ausgenommen die Bundesrepublik
Deutschland, sie verwahrt ja ihr Gold in England und in den USA, Kleinstmengen
werden in Frankfurt gehalten, damit man sagen kann, wir haben Gold in
Frankfurt. Den größten Anteil unseres Goldes halten wir dank eines
Swaps, über den GATA schon vor Jahren berichtete, in den USA bei unseren
Freunden, die uns schon zweimal enteignet haben und die sogar ihren eigenen
Bürgern - für die in ihrer Verfassung steht, dass nur Gold und Silber
Geld der USA darstellen dürfen (bitte nachlesen, wenn Sie es nicht glauben
wollen, diese Regelung gilt auch heute noch in der US-Verfassung) - bei hohen
Strafen den Besitz von Gold gegen die Aussage ihrer eigenen Verfassung verboten
haben.
Wie dem auch sei; es ist über Gold verfügt worden und
zwar in den ersten vier Monaten dieses Jahres. Man hat den starken Anstieg des
Goldpreises vor Augen wieder einmal das Thermometer, das der Welt den
Fieberzustand dieses Staates deutlich dokumentieren könnte, durch
Dispositionen d.h. Verleihung an Dritte und durch Verkauf durch diese Dritte
oder durch Direktverkäufe manipuliert.
Diese Maßnahme zeigt
den wahren Zustand der USA. Für mich sollte der lateinische Spruch "mors
certa, hora incerta" (der Tod ist sicher, nur seine Stunde ist ungewiss")
für die USA umgewandelt werden in "Achtung, Sensenmann, es ist schon
fünf vor zwölf."
Die Statistiken können Sie
übrigens unter
http://www.treas.gov/press/releases/2007581342179779.htm
und
http://www.treas.gov/press/releases/20075141738291821.htm
nachlesen. Sie zeigen sehr deutlich, dass der Wind gedreht hat.
Zum
Schluss noch eine Feststellung, die ich unbedingt loswerden möchte und aus
der Sie für sich eigene Schlüsse ziehen sollten. Wenn Politiker
permanent eine Überzeugung vor sich her tragen wie eine Ikone, ist
Vorsicht geboten. Ich erinnere nur an Norbert "Die-Rente-ist-sicher!" oder
Greenspan. Der Letztere hat ja - bevor er Präsident der US-Notenbank FED
wurde, sehr klare Worte zu den Werten des Papier-Geldes ohne materielle
Rückendeckung (das so genannte Fiat-Money, also Geld, ohne Leistung
geschöpft vom Staat oder seiner Notenbank und von Fachleuten auch als
"legales Falschgeld" bezeichnet, weil bei deren Entstehen anders als beim
"normalen" Bürger vorher keine Leistung erbracht werden musste, um es zu
erhalten = verdienen) gefunden.
Kaum war er Präsident dieser
Institution, tat er wirklich alles, um diese seiner vorher überzeugend
geäußerten und begründeten Auffassung zu widersprechen. Jetzt,
wo er nicht mehr im Amte weilt, vertritt er wieder seine Meinung "quo ante"
also von ganz früher mit dem Unterschied, dass er jetzt hohe Honorare
dafür fordert. Ich kann gar nicht darüber nachdenken, welchen Schaden
alle diejenigen erlitten haben,, die seiner Auffassung und seinen Empfehlungen
als Präsident der US-Notenbank gefolgt waren. Und ich möchte klar zum
Ausdruck bringen, wie sehr mich ein derartiges Verhalten eines von den
Bürgern bezahlten Politikers anwidert. Im Übrigen: Wer den Text eines
seiner wichtigsten Werke "Gold und wirtschaftliche Freiheit" noch nicht in der
deutschen Übersetzung vorliegen hat, sollte sich diese beschaffen und die
sachlich klare Aussage des späteren Notenbank-Präsidenten Greenspan
verinnerlichen.
© Dr. Dietamr Siebholz wthlz@compuserve.de
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