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8.2.2001    
Von Politikern hinters Licht geführt
In der ARD-Sendung "Es begann mit einer Lüge" vom 8.2.2001 wurde endlich auch für die breite Masse deutlich, daß der Kosovo-Krieg nur durch gezielte Propagandalügen möglich war.
Scharping berichtete in den Pressekonferenzen von KZ´s und Massakern, von denen ihm seine Experten gesagt hatten, daß es sie nicht gebe. Angeblich mußten wir aus humanitären Gründen im Kosovo eingreifen. Wie schon einige Kritiker vermuteten, mußte zur Führung dieses Krieges erst mal die Öffentlichkeit überzeugt werden. Inzwischen ist bekannt, daß ganz massive Propagandalügen in die Welt gesetzt wurden, um diesen Krieg zu rechtfertigen. Die Beweise dafür, daß sie entlastendes Material ignorierten, um die Notwenigkeit dieser "humanitären Maßnahmen" zu rechtfertigen, wurden in der Sendung veröffentlicht. Die Beobachter der OSZE "....hatten penibel die Vorkommnisse im Kosovo gemeldet. Ihr Fazit für den März 1999: 39 Tote im gesamten Kosovo" ... "Drohte also eine "humanitäre Katastrophe?" OSZE General a.D. Heinz Loquai: "...eine solche humanitäre Katastrophe als völkerrechtliche Kategorie, die einen Kriegseintritt rechtfertigte, lag vor Kriegsbeginn im Kosovo nicht vor." Und Norma Bown, US-Diplomatin im Kosovo, sagte: "Bis zu dem Beginn der NATO Luftangriffe gab es keine humanitäre Krise". NATO-Sprecher Jamie Shea, der während des Krieges mit seiner gemütlichen, jovialen Art die Bilder kommentierte, hält die Propaganda für unverzichtbar: "Nicht nur Minister Scharping, auch Kanzler Schröder und Minister Fischer waren ein großartiges Beispiel für politische Führer, die nicht der öffentlichen Meinung hinterher rennen, sondern diese zu formen verstehen." ... "Wenn wir die öffentliche Meinung in Deutschland verloren hätten, dann hätten wir sie im ganzen Bündnis verloren." Mit anderen Worten, hätten sich die meisten Deutschen nicht von der Propaganda einlullen lassen, wäre dieser Krieg womöglich gar nicht angefangen oder zumindest rasch beendet worden. Denn wie wir inzwischen wissen, hat dieser Krieg nichts an der Situation im Kosovo verbessert. Statt dessen belasten die Folgen, wie z.B. die Uran-angereicherte Munition der U.S. Kräfte, die Region noch auf Jahrzehnte. Rudolf Scharping trat am 28.3.1999 vor die Kameras und behauptete, daß die Serben ein großes S an ihre Haustüren malen sollten, damit sie von den ethnischen Säuberungen ausgeschlossen würden. Doch das war eine reine Propaganda-Lüge, die wohl an das "J" im Paß der Juden während der Nazizeit erinnern sollte. Angeblich hatten die Serben in den Katakomben unter den Stadiontribünen Pristina ein KZ betrieben. Die WDR-Filmleute befragten einen kosovarischen Politiker, dessen Haus direkt auf das Stadion blickt. "Es hat dort damals keinen einzigen Gefangenen oder eine Geisel gegeben." Der WDR-Bericht zeigt, daß das deutsche Verteidigungsministerium Broschüren herausgab, in denen Luftaufnahmen zu sehen sind, die angeblich Bombardements der Serben zeigten. Wenn man genau hinguckt - was die WDR-Macher getan haben - sieht man, daß die Aufnahmen ein Datum haben, das auf die Zeit der NATO-Bomben verweist. Später nahm man die Datierungen aus den Bildern der Broschüre heraus. Ein geheimer Lagebericht des Verteidigungsministeriums wird gezeigt: "Am 29. Januar ´99 wurden in Rugovo bei einem Gefecht 24 Kosovo-Albaner und ein serbischer Polizist getötet." Aber der WDR-Bericht zeigt, daß es keine Zivilisten waren, an denen Massaker begangen wurden, sondern UCK Kämpfer in einem Feuergefecht umgekommen waren. Die Leichen wurden für die Aufnahmen, die später als Beweise für die Massaker an der Zivilbevölkerung im Fernsehen gezeigt wurden, extra arrangiert. OSZE-Beobachter Henning Hensch, Polizeibeamter vor Ort, sagt aus: "... daß der Verteidigungsminister noch am Tage der ersten Veröffentlichung (...) von mir darüber in Kenntnis gesetzt worden ist, daß die Darstellung, die da abgelaufen ist, so nicht gewesen ist." Das Ergebnis seines Ermittlungsberichts zu dem angeblichen Massaker in Rugovo: "Kein Massaker an Zivilisten." Dennoch wurden diese Bilder als letzten Endes ausschlaggebend für den Krieg der Öffentlichkeit vorgesetzt: Noch mal: Die Minister wußten, daß diese Aufnahmen kein Massaker zeigten, verwendeten jedoch das Material, da sie die Bevölkerung davon überzeugen wollten, daß "humanitäre" Hilfe, mit anderen Worten Bombardierungen der NATO, nötig seien. Zitat aus der Sendung: "April 1999. Während Scharping von einem Massaker berichtet, das keines war, und von einem KZ, das es nie gab, war der Kosovo-Krieg weiter in vollem Gange. In Deutschland wie in den USA wurde für diesen Krieg Stimmung gemacht." Wayne Merry, Berater der US-Regierung, sagte in der Sendung: "Manche Regierungsleute aus dem Außenministerium reden davon, daß Kosovo nur der Auftakt ist für zukünftige Kriege der NATO, die noch viel entfernter sein werden." Und NATO Sprecher Jamie Shea sagt im Nachhinein: "Nach dem Angriff auf den Flüchtlingskonvoi bei Djakovica, dem ersten "Unfall" des Krieges, fiel die öffentliche Zustimmung in vielen Ländern, auch in Deutschland, um 20 bis 25 Punkte. Wir mußten sechs Wochen hart arbeiten, um die öffentliche Meinung zurückzugewinnen." Schon in meinem ersten Buch "Entwirrungen" zeigte ich auf, daß Kriege gemacht werden, wenn sie für bestimmte Ziele nötig sind. Zitat aus der Zeitschrift "Der Insider": "Man bewaffnet zuerst sich feindlich gesinnte Völker oder ethnische Volksgruppen und hetzt sie gegeneinander auf. Durch Terroranschläge wird das Volk eingeschüchtert, die Menschen fliehen in die Städte, Elend und Hungersnot entstehen. Reporter bringen Bilder von hungernden Kindern und verstümmelten Menschen in alle Welt. In den wohlhabenden Ländern wird daraufhin Geld gesammelt, und man schickt Nahrungsmittel und Medikamente in die Krisengebiete. Die humanitären Organisationen werden von einer der gegnerischen Seiten angegriffen. Nun hat die UNO einen Vorwand, sich einzuschalten. Die "Friedenstruppen" kommen unter Beschuß von beiden Seiten und rufen nach Verstärkung. Der Krieg kann nun beliebig ausgedehnt werden. Man sieht so lange tatenlos zu, bis sich die Parteien erschöpft haben und das Land ruiniert ist. Dabei wird heimlich die Partei unterstützt, die später als Handlanger der UNO die Regierung übernehmen soll. Das Land wird unter UNO-Verwaltung genommen. Friedenstruppen werden so lange stationiert, bis sich die neue Regierung dem Diktat der neuen Weltordnung unterworfen hat. Zum Wiederaufbau des Landes muß sich die neue Regierung an die Weltbank und den IWF verschulden und ist dann gezwungen, seine Bodenschätze, Öl, Volkseinkommen etc. an die Hochfinanz zu verpfänden. Nebenprodukte: riesige Gewinne im Waffengeschäft und bei den Banken, Bevölkerungsreduzierung und Flüchtlinge, die in anderen Ländern der Destabilisierung dienen." Man hat nun endlich eine "demokratische Regierung" in Jugoslawien. Wahrscheinlich eine, die bereit ist, sich den Zielen derjenigen, die diesen Krieg unbedingt wollten, unterzuordnen. Und wenn nicht... dann wird man einen neuen Krieg vom Zaun brechen, die einen als die Bösen und die anderen als die Guten bezeichnen, damit die Bevölkerung glaubt, daß dieser Krieg nun mal unumgänglich sei, um menschliches Leid zu verhindern. Gebracht haben die "humanitären Einsätze" gar nichts. Die verschiedenen Gruppen bekämpfen sich weiterhin gegenseitig. Und die Albaner sind keineswegs "die Guten", wie uns das während des Krieges dargestellt wurde. Daß die eine Seite gut und die andere böse ist, gehört zur Vorbereitung eines Krieges. Wann werden die Menschen endlich begreifen, daß es nie so einfache Unterscheidungen zwischen zwei kriegsführenden Parteien gibt. Wie lange noch lassen wir uns im Zeitalter der weltweiten Informationen von der Propaganda so weit beeinflussen, daß wir bereit sind, einem Krieg zuzustimmen? Wie kann es angehen, daß die Turnschuhgeneration, die früher die schöne Vision hatte: "Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin", nun ihre Vertreter in den Parlamenten hat, und diese sich nicht gegen den Krieg einsetzten, sondern ganz bewußt die Lügen mit verbreiteten, damit dieser geführt werden konnte? Auf die Vorbereitung eines Angriffskrieges steht nach unseren Gesetzen mindestens 10 Jahre Gefängnis. Unsere Minister Scharping und Fischer sind jedoch nach wie vor in Amt und Würden. Dieser Krieg war eindeutig völkerrechtswidrig. Er wurde ohne Billigung der UNO geführt, die NATO wurde als Weltpolizei einfach in die Krieg geschickt. Die Bilder des modernen Medienzeitalters genügten, um die öffentliche Meinung nach diesem Krieg schreien zu lassen. Nur wenige Stimmen, wie z.B. der PDS-Politiker Gregor Gysi, den ich während des Krieges in einer Sendung hatte, die ich im Offenen Kanal Bremen machte, kritisierten ganz klar das Vorgehen und erkannten, daß die Öffentlichkeit mit Propagandalügen übertölpelt wurde. Wann werden wir uns das nächste Mal einlullen lassen, um Unrecht als Recht und Böses als Gut einzustufen? Wann werden wir erkennen, daß wir im Fernsehen nicht immer die Wahrheit vorgesetzt bekommen, auch wenn die Bilder noch so "echt", so "live" sind? Wann werden unsere Politiker endlich genauso hart bestraft für das, was sie anrichten, wie jeder von uns, der selten Milde vor Gericht erwarten darf?

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