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11.2007 Info von:  Politblog
China trennt sich von seinen Dollarreserven - der Todesstoß für den Dollar
Der Dollar befindet sich im freien Fall - das Ende einer Leitwährung
"Wir werden stabilere Währungen schwächeren gegenüber bevorzugen und wir werden die Neuausrichtung schnell vornehmen", so kommentierte der Vizepräsident des Nationalen Volkskongresses, Cheng Siwei, die Entscheidung Chinas, sich von den Dollar-Währungsreserven zu trennen. 1,3 Billionen US Dollar hat China angeblich, den weitaus größten Teil seiner Reserven hält es damit in einer Währung, die Tag für Tag an Wert verliert.
Heute fällt der Dollar gerade auf ein Allzeittief gegenüber der europäischen Währung, die sich als immer stabiler auf den internationalen Finanzmärkten behauptet. Zweimal war der Dollar-Leitzins innerhalb der letzten sechs Wochen durch die amerikanische Notenbank, die Federal Reserve (FED), gesenkt worden, insgesamt um 0,75 Punkte. Beide Leitzinssenkungen haben nicht das von den amerikanischen "Währungshütern" erhoffte Ziel erreicht. Wie Kritiker von vornherein betonten, handelte es sich dabei um Augenwischerei oder allenfalls die Chance für ein kurzes Aufatmen an der Wallstreet. Gerade die letzte Leitzinssenkung vom vergangenen Donnerstag hat allenfalls für eine - auf wenige Stunden begrenzte - Pause im weiteren Dollarverfall gesorgt.
Der Verkauf der chinesischen Dollar-Billionen war schon lange als das mögliche Aus für den Dollar gewertet worden, zumindest wird der chinesische Entschluss für neue Turbulenzen auf dem Welt-Finanzmärkten und an der Börse sorgen. Die verstärkte EURO-Nachfrage wird unabhängig von dem reinen US-Dollar Wechselkurs zu einem weiteren Kursanstieg dieser Währung führen, europäische und deutsche Exporte in die USA immer schwieriger machen.
Bloomberg spricht seit heute nicht mehr nur von einer "Subprime-Krise", der Zaubervokabel mit der die Turbulenzen der vergangenen Monate auf die Hypothekenkrise reduziert werden sollten, sondern von einem Subprime -Schock. Auch die Frage, wie lange die Krise andauern werde, hat einen neuen Tenor: "Wie weit wird die Krise gehen?"
Gerade am vergangenen Montag machten neue Schlagzeilen über Milliardenverluste amerikanischer Banken die Runde, die Citigroup muss 11 Milliarden US-Dollar abschreiben, Analysten vermuten jedoch, dass sich der Gesamtverlust auf mindest 17,5 Milliarden Dollar belaufen wird. Gebündelte Wertpapiere hätten seit Ende September "drastisch" an Wert verloren, begründete die Citigroup ihre neuen Milliardenabschreibungen.
Die US-Notenbank Federal Reserve warnte am gleichen Tag vor einer anhaltenden Krise am US-Hypothekenmarkt. Es werde noch "einige Quartale" zu Ausfällen bei schlecht abgesicherten Krediten kommen, zitiert die Financial Times die Einschätzung der FED. Neu daran ist, dass immer weniger von einer kurzfristigen "Turbulenz" gesprochen wird. Noch nach den ersten Fonds-Crashs im August versuchten nationale Notenbanken und Geschäftsbanken trotz anders lautender Befürchtungen sämtlicher Fachleute, die Krise klein zu reden.
Der Ausverkauf der chinesischen Dollarreserven könnte dem Dollar als Leitwährung tatsächlich den Todesstoß versetzen. Die Krise wird nicht erst kommen, nicht nur die USA steckt mittendrin. Die politischen Implikationen sind zu erahnen.


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