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Seit Mitte
Juni ist bekannt, daß Aspirin nicht harmlos ist, sondern sogar
tödlich wirken kann. 16.500 Opfer fordert das Acetylsalicylpräparat
pro Jahr in den USA. Jetzt, 23.8.99, hat Dr. med. Matthias Rath, Arzt und
Vitaminforscher im niederländischen Almelo, den Vorstandsvorsitzenden der
Bayer AG, Manfred Schneider, bei der Staatsanwaltschaft Köln wegen
Körperverletzung und Tötung verklagt.
16.500 Menschen
sterben jährlich an den Nebenwirkungen von Aspirin. Dies ist das Ergebnis
der am 17. Juni von der Boston University School of Medicine
veröffentlichten Studie zu den tödlichen Folgen von Aspirin. Das sind
fast so viele Opfer wie die der Aids-Epidemie von 1997 (16.685).
Spätestens seit Bekanntwerden der Studie aber nimmt nach Auffassung Dr.
Raths der Bayer-Chef stillschweigend den Tod und lebensgefährliche
Verletzungen zigtausender Patienten in Kauf. Statt die Öffentlichkeit
über mögliche Gesundheitsschäden durch Anzeigen und Hinweise in
den Medien zu warnen, forciere Bayer das Geschäft mit der Krankheit.
Allein Aspirin bringt es nach Informationen der in Düsseldorf
erscheinenden "Wirtschaftswoche" (99/10) auf einen Jahresumsatz von etwa einer
Milliarde Mark.
Obwohl für
die Bundesrepublik Deutschland noch keine spezifischen Studien vorliegen,
ließen sich die Zahlen angesichts der unveränderten Wirkstoffe
entsprechend übertragen, erklärt Dr. Rath. Damit zählt Asprin
auch in Deutschland zu den 15 häufigsten Todesursachen. Die Bayer AG
unterschlage und vertusche jedoch diese Erkenntnisse. Dies sei fatal für
die Betroffenen und ein Zeugnis der Skrupellosigkeit der Verantwortlichen. Dr.
Rath wörtlich: "Alle Vertuschungs- und weiteren Verbreitungshandlungen der
Verantwortlichen geschehen von nun an bewusst und gewollt. Wer heute weiter
handelt wie vor Erscheinen der ASS-Studie, handelte vorher vielleicht nur
fahrlässig, heute handelt er vorsätzlich.
Wer diese
Wirkungen von Aspirin vorsätzlich den Patienten vorenthält, macht
sich der vorsätzlichen Körperverletzung und im schlimmsten Fall der
vorsätzlichen Tötung schuldig, insbesondere, wer dies aus
rücksichtslosem Gewinnstreben tut."
Jetzt
öffentlich unter Druck geraten, sitzen die Pharma-Verantwortlichen das
Problem regelrecht aus. "Dass sie damit das Leben tausender Menschen
gefährden oder auslöschen, ist ihnen gleichgültig", brandmarkt
Dr. Rath die menschenverachtende Marketing-Praxis des Leverkusener
Unternehmens. Die Unverfrorenheit der Bayer-Chefs gipfele weiterhin in der
Berufung auf den zurückhaltenden Aspirin-Konsum der Deutschen,
während Bayer jedoch gleichzeitig mit der täglichen Einnahme von
Aspirin zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall werbe.
Dr. med.
Matthias Rath erforscht seit den achtziger Jahren die Ursachen von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bereits 1987 entdeckte er den Zusammenhang
zwischen Vitamin C und Volkskrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall. So
handelt es sich etwa bei der koronaren Herzkrankheit, die zum Herzinfarkt
führt, um die direkte Konsequenz langjährigen Vitaminmangels,
"plastisch ausgedrückt: um Frühformen des Skorbut".
Zu seiner
bahnbrechenden medizinischen Entdeckung gehört auch die Tatsache,
daß Ablagerungen an den Arterienwänden ohne chirurgische Eingriffe
durch eine gezielte Vitamintherapie - und zwar ohne Nebenwirkungen - abgebaut
werden können. Aspirin hingegen biete Konsumenten, die es nicht nur zur
gelegentlichen Linderung von Kopfschmerzen nutzen, keinen Schutz vor
Herzinfarkt und Schlaganfall, sondern stelle im Gegenteil eine lebensbedrohende
Gefahr dar.
Erste Reaktionen: Pharma-Kartell
versucht abzuwiegeln |