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oder wie man durch Gerüchte
Geld verdienen kann
Wenn in amerikanischen Flugzeugen Babypuder am Boden liegt
oder Hausfrauen Mehl aus der Einkaufstasche rieselt, gerät eine ganze
Nation in Hysterie. Anthrax heisst das Schlagwort; eine Krankheit, die vor
wenigen Monaten noch kaum einer gekannt hat. Nach dem Anschlag vom 11.
September, bei dem die Amerikaner zum zweiten Mal in der Geschichte ihres
Landes - das erste Mal war Pearl Harbour - auf dem eigenen Boden verwundet
wurden, ist man ängstlich geworden. Man befürchtet einen Angriff von
Terroristen mit Biowaffen, also z.B. mit Anthrax, Pocken, Pest, etc.
Bei einer militärischen Simulation im Juni 2001 unter
dem Codenamen Dark Winter", deren Ergebnisse die New York Times"
ihren Lesern anfangs November 2001 zum Besten gab, wurde das Aus-mass eines
Angriffs mit Pockenviren auf Oklahoma City hochgerechnet. Man ging von 3
Millionen Infizierten und l Million Toten aus. Die Panik vor einem
Pockenanschlag fing in den USA an und schwappte auf Europa über.
Die deutsche Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gab 6
Millionen Dosen Pockenimpfstoff anfangs November für etwa 100 Millionen DM
an die Schweizer Pharmafirma Berna Biotech (besser bekannt unter dem alten
Namen Schweizer Serum- und Impfinstitut Bern) in Auftrag. Dort in Bern rieb man
sich hocherfreut die Hände, denn die Geschäft liefen nicht mehr zum
Besten. Obschon nach eigenen Angaben im Jahr 2000 ein Gewinn von 200 Millionen
Franken erwirtschaftet worden war! Allerdings war der MMR-Impfstoff Triviraten
seit der Mumpsepidemie in Verruf geraten, unwirksam zu sein und der nasale
Grippe-Impfspray Na-salflu wurde wegen möglicher Gesichtslähmungen
wieder vom Markt genommen siehe Impuls Nr. 8). So kamen die Terroristen mit
ihren üblen Machenschaften gerade zum rechten Zeitpunkt.
Berna war bis Ende der 70er Jahre Hoflieferantin der WHO
für Pockenimpfstoff gewesen. Nachdem die Pocken dann als ausgerottet
erklärt wurden, blieb das Unternehmen auf einem ansehnlichen Lager an
Pockenimpfstoff sitzen. Nun kommt es also 21 Jahre später zu einer
Lagerräumung der besonderen Art. Nicht nur Deutschland, auch andere
europäische Regierungen haben bereits in Bern ihre Bestellung aufgegeben.
Der Impfstoff lag all die Jahre gefriergetrocknet und bei
minus 20° C in einem Dornröschenschlaf. Berna Chef Kuno Sommer teilte
hocherfreut mit, dass die weltweite Hysterie dem Unternehmen in den Jahren 2001
und 2002 einen Mehrumsatz von 150 Millionen bescheren wird. Dieser einmalige
Mehrumsatz wird laut Kuno Sommer zu einer sig-nifikaten" Erhöhung
des Gewinns und zur Bildung einer Kriegskasse" führen.
Die WHO schätzt, das es weltweit noch 90 Millionen
Dosen Pockenimpfstoff gibt, davon lagern in den USA 15 und in der Schweiz 6
Millionen Dosen.
Auch in der Schweiz denkt Bundesrat Sa-muel Schmidt laut
darüber nach, ob die Reserven aufgestockt werden sollen. Während die
Politiker nach mehr Impfstoff rufen, warnen viele Mediziner vor den
Nebenwirkungen der Impfung. Die Pressesprecherin des Paul-Ehrlich-Insti-tutes
(PEI) in Langen betont gar: Heute würden sie gar nicht mehr
zugelassen; es ist wichtig, dass man nach besser verträglichen Impfstoffen
forscht." Seltsam, dass in Deutschland das PEI vor dem Impfstoff warnt und die
Gesundheitsministerin aber gleichzeitig 100 Millionen DM zahlt, um an den
Cocktail zu gelangen.
Die WHO selber hat sich gegen breit angelegte Impfkampagnen
ausgesprochen. Sie hat scheinbar doch ihre Lehren aus den letzten
Massenimpfungen gezogen. Die zurzeit mit dem Impfstoff verbundenen
Gesundheitsrisiken seien grösser als die aus einem Impfschutz zu
erwartenden Vorteile, teilte David Haymann, Leiter der WHO-Abteilung für
übertragbare Krankheiten mit. Vielleicht hätte die deutsche Regierung
100 Millionen DM gespart, wenn David Heymann und Ulla Schmidt Informationen
ausgetauscht hätten. In Deutschland (Bayern) existieren auch noch alte
Bestände des Pockenimpfstoffes. Damit will die Bundesregierung ihre
eigenen Impfstoffreserven aufbauen.
In den USA hat das CDC in Atlanta schon vorbeugend 140 von
seinen Mitab-eitern anfangs November letzten Jahres gegen Pocken geimpft und
gleichzeitig damit begonnen, Schnellkurse für Ärzte und andere
Angehörige des Gesundheitswesens abzuhalten. Der amerikanische
Gesundheitsminister Tommy Thompson möchte mindestens 250 Millionen Dosen
des Pockenimpfstoffes für seine Landsleute bereitstellen. Dazu hat er
verschiedene Hersteller angefragt. Das britische Pharmaunternehmen Acambis Plc.
ist nach eigenen Worten bereit und in der Lage, die gewünschte Menge zu
liefern. Ebenso meldete sich Merck + Co. von Whitehouse Station in New York,
sowie aus London GlaxoSmithKline Plc. Ein Sprecher von Acambis teilte der
Presse mit, die Details der Produktion seien geheim. In Florida gibt es
nämlich eine Gruppe von Bürgern, die die Herstellung von Impfstoffen
aus abgetöteten menschlichen Föten beobachtet. Diese Gruppe teilte
anfangs Dezember 2001 mit, dass die Firma Acambis Pls. plane, eine
Föten-zelllinie namens MRC-5 zur Herstellung von Pockenimpfstoff zu
verwenden. MRC-5 wurde ursprünglich aus dem Lungengewebe eines 14 Wochen
alten abgetriebenen Fötus einer 27-jährigen Frau gewonnen.
Bestätigt wurden diese Angaben vom Coriell Institute for Medical Research
an der University of New York medical school, wo diese Zellen auch lagern. Das
Pharmaunternehmen Acambis hat, um die Pockenimpfstoffe herstellen zu
können, einen Vertrag mit der Firma Baxter International Corp, in
Deerfield, Illinois abgeschlossen. Acambis erhielt seltsamerweise bereits im
Jahr 2000 den Auftrag von der US-Regierung, 40 Millionen Dosen Pockenimpfstoff
herzustellen. Zu einer Zeit also, in der von einem Bio-waffenangriff nie die
Rede war. Die grössten Aktivitäten auf dem Pockenimpfstoffsektor
spielten sich übrigens vor dem l I.September 2001 ab!!
Nach einer anderen Quelle soll ebenfalls im Jahr 2001 das
Pharmaunternehmen OraVax in Massachusetts einen Vertrag zur Produktion des
Pockenimpfstoffes der US-Regierung abgeschlossen haben. Insgesamt sind geplant,
in den USA zum Schutz" der Bevölkerung 1,6 Milliarden Dollar (2.72
Milliarden Fr.) auszugeben, berichtet die New York Times". Im Moment
bestehen laut US-Regierung keine Pläne, die gesamte Bevölkerung
durchzuimpfen. Aber, so heisst es, schon nur ein ganz kleiner Ausbruch werde
die Behörden prompt Millionen von Pockenimpfungen ausführen lassen.
Mit dieser Aussage wird ganz klar von Zwangsimpfungen gesprochen. Bei dieser
Gelegenheit erinnere man sich an einen einzigen Pockenfall 1972 in Jugoslawien.
Daraufhin wurden 18 Mill. Impfungen unter die Bevölkerung gebracht.
Jugoslawien hatte damals 18 Millionen Einwohner!
Nicht nur die Mediziner fragen sich, ob dieser Oldie"
von Impfstoff überhaupt noch eine Schutzwirkung" habe. (Das er nie
auch nur die geringste Schutzwirkung hatte, sieht man daran, dass fast
aus-schliesslich die Geimpften erkrankten, s. Dr. Buchwald in Impfen, das
Geschäft mit der Angst"). Im November letzten Jahres wurde in den USA an
mehr als 600 Freiwilligen (!) getestet, ob der Impfstoff noch wirksam sei, bzw.
ob man ihn verdünnen könne, und dann trotzdem noch ein Schutz"
vorhanden sei. Angeblich belegten die Untersuchungen in der Abteilung für
Impfstoffforschung der Med. Hochschule von St. Louis, dass zumindest die
neueren" Chargen ihre Wirksamkeit behalten hatten. Ein Teil der Probanden
erhielt den Impfstoff unverdünnt, der andere Teil erhielt ihn in einer
Verdünnung von 1:10, bzw. 1:100 in physiologischer Kochsalzlösung.
Die WHO teilte mit, dass die 1.5 Millionen Dosen des
Impfstoffes, den sie in ihren eigenen Labors in Holland gelagert hätten,
noch wirksam sei. Von den übrigen 90 Millionen Einheiten, die in 72
verschiedenen Ländern lagern, sei die Wirksamkeit aber nicht klar. Sie
stellt aber allen interessierten Ländern eine Liste mit den 27 Herstellern
von Pockenimpfstoff zu Verfügung. Die WHO als Retterin von den weltweit
vor sich hindarbenden Phar-maunternehmen. Dieser Edelmut rührt einen fast
zu Tränen. Pockenviren leben derzeit - wenn man den offiziellen
Stellungnahmen glaubt - nur noch in flüssigem Stickstoff in
Hochsicherheitstrakts in zwei Forschungslabors, und zwar in den Centers for
Disease Control (CDC) in At-lanta, USA und in den staatlichen
Vector-Laboratorien in Koltsowo bei Nowosibirsk in Russland. Seit 1990 erst
verzichtete übrigens die USA auf die Pockenimpfung ihrer Soldaten!
Dass es sich bei der ganzen Pockenhysterie um nichts anderes
als um ein beinhartes Geschäft und eiskalte Politik handelt, aber mit
Gesundheit absolut nichts zu tun hat, beweisen die Hintergründe der ganzen
Geschichte. Am 30. Juni 1999 hatten eigentlich die zwei letzten Vorräte
von Pockenviren (USA und Russland) vernichtet werden sollen. Die amerikanische
Regierung jedoch ignorierte die Forderung der WHO. Man wolle, so verlautete aus
Regierungskreisen, erst noch weitere Forschung mit den Viren betreiben. Die WHO
gab sich mit dieser Erklärung zufrieden und setzte eine Expertengruppe
ein, um die Fortschritte bei der Erforschung des Variola-Virus" zu
überprüfen. Gleichzeitig setzte sie den beiden Ländern USA und
Russland eine letzte Frist bis zum 30.12.2002, um die Viren zu vernichten. In
diesen Zeitplan passten wunderbar die Ereignisse vom 11. September, sowie die
Anthrax-An-schläge. Von einer Vernichtung der Pockenviren spricht niemand
mehr, im Gegenteil.
Wenn man bedenkt, dass Terroristengruppen nur via Atlanta
und Novosibirsk an die Biowaffe Pocken gelangen können, kann es nur eine
einzige logische Schlussfolgerung geben: Sofortige Vernichtung sämtlicher
Bestände.
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