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...spricht Bände
über die Abhängigkeit der Presse. Von Themen, die eigentlich vor allem in den USA auf die Titelseite der Printmedien und in die Abendnachrichten gehören würden.
Massenmedien sind längst
nicht mehr die Diener der Öffentlichkeit. Sie sind zu Dompteuren mutiert,
welche die Meinung des primitiven Wesens namens 'Volk' zu trimmen haben. Auf
daß es brav 'Männchen' mache oder lautstark mit den
Zähnen fletsche - wie es den an den Schaltstellen der Macht sitzenden
'Zirkusdirektoren' eben gerade beliebt. Das gilt besonders für
Amerika.
Deshalb veröffentlicht eine kleine
kalifornische Universität jedes Jahr eine Rangliste der wichtigsten
Meldungen, welche die amerikanischen Medien nicht publizierten.
Diese Liste nennt sich Project censored ('Projekt Zensur') und wird mit
viel Aufwand von Experten und Studenten der Sonoma State University
zusammengestellt. Knapp tausend Berichte aus aller Welt prüft
man so auf ihre Wichtigkeit und die Beachtung, die sie von den US-Medien
erhielten. Die 25 offensichtlichsten Beispiele von Medienzensur werden
dann im aktuellen Jahrbuch veröffentlicht. Wir publizieren hier
ausgewählte Beispiele des Jahrbuchs 2001, die von globaler Bedeutung sind:
Wasser-Privatisierung
Weltbank und multinationale Konzerne wollen die globale
Wasserversorgung privatisieren. Der Wasserverbrauch verdoppelt sich alle
zwanzig Jahre. Mehr als eine Milliarde Menschen verfügen bereits über
keine ausreichende Trinkwasserversorgung. Man schätzt, daß im
Jahre 2025 nur noch die Hälfte des Trinkwasserbedarfs gedeckt sein wird.
Deshalb wittern Monsanto, Vivendi, Nestle und andere Megakonzerne ein
künftiges Milliardengeschäft. Sie möchten sich die
Trinkwasserversorgungen unter den Nagel reißen und unser kostbarstes
Lebensmittel weltweit monopolisieren. Schützenhilfe erhalten sie von
der Weltbank, deren Politik die Privatisierung von Wasser und die damit
einhergehenden 'kostendeckenden' Wasserpreise fördert.
Vor allem
Drittweltländer fürchten, daß ihre Bürger künftig
Trinkwasser, das Profit bringen muß, nicht mehr werden bezahlen
können. Dafür gibt es bereits Beispiele: Nachdem die Weltbank
Bolivien vor wenigen Jahren zur Wasserprivatisierung gezwungen hatte,
erhielt der in San Francisco ansässige Konzern Bechtel Group Inc.
von der bolivianischen Regierung den Auftrag, die Wasserversorgung der
Stadt Cochabamba zu übernehmen. Als Bechtel die Wasserpreise massiv
erhöhte, streikte die ganze Stadt und es kam zu Tumulten in der
Bevölkerung, die zum Tod eines Jugendlichen und zur Verhaftung vieler
Wasseraktivisten führten. Nach vier Monaten voller Unruhe gelang es
der bolivianischen Regierung schließlich, den US-Konzern wieder aus
Cochabamba herauszudrängen. Bechtel, ein Konzern mit
beachtlichem Umweltsünden-Register, soll nun die Wasserversorgung von San
Francisco verbessern. Weltstädte wie Mexiko City, Hanoi, Buenos Aires,
Casablanca, Moskau und Manila haben ihre Wasserversorgung bereits an
Privatunternehmen abgegeben.
Unter den Bestimmungen der
Welthandelsorganisation WTO und des Freihandelsabkommens NAFTA
verlieren die Staaten die Kontrolle über die einheimische
Wasserversorgung. Maude Barlow, Vorsitzende der einflußreichen
kanadischen Bürgerbewegung Council of Canadians fordert
deshalb: „Die Regierungen aller Länder
müssen jetzt handeln und das Wasser zu
einem fundamentalen Menschenrecht erklären. Sie müssen die
Bestrebungen verhindern, welche ein lebenswichtiges Gut privatisieren,
exportieren und aus Gewinnsucht verkaufen wollen."
Pentagon zensuriert CNN
Das Vorbild aller
Nachrichtensender ist zu einem Propaganda-Hündchen der US-Regierung
verkommen. Während des Afghanistankrieges erhielten die Reporter und
Moderatoren von CNN den internen Befehl, ihre Kriegsberichterstattung
zurechtzustutzen und die Zerstörung und den Blutzoll herunterzuspielen,
welche die US-Bomben unter der afghanischen Bevölkerung angerichtet
hatten. Man fürchtete, eine objektive Berichterstattung könnte die
breite Zustimmung für den US-Militärschlag in der amerikanischen
Öffentlichkeit untergraben. Den Moderatoren wurde sogar vorgeschrieben,
mit welchen Standardsätzen sie den Krieg in Afghanistan zu
rechtfertigen hätten.
Die CNN-Verantwortlichen haben dazugelernt:
1998 zog der Sender sich noch den Zorn der Regierung zu, als ein Beitrag
ausgestrahlt wurde, worin man dem US-Militär unterstellt hatte, es habe
1970 in Vietnam das tödliche Nervengas Sarin eingesetzt. Der Sendetermin
war denkbar ungünstig für die amerikanische Außenpolitik
gewählt; damals warfen die USA nämlich dem Irak vor, eben solche
Massenvernichtungswaffen zu produzieren. Massiv unter Druck gesetzt,
entschuldigte sich Mehrheitsaktionär Ted Turner unterwürfig beim
Pentagon und sorgte dafür, daß die beiden verantwortlichen
TV-Produzenten entlassen wurden. Die Verbindung zwischen CNN und Regierung
wurde während des Kosovo-Konfliktes symbolhaft offenbar: Christiane
Amanpour berichtete als Chefkorrespondentin für CNN live und
regierungskonform vom Krisenherd, während ihr Ehemann James Rubin als
Sprecher des US-Außenministeriums täglich die Kriegspropaganda der
US-Regierung verkündete. Ein solches Propagandawort ist
beispielsweise der Begriff von 'menschlichen Schutzschilden': Wann
immer die Amerikaner viele Zivilisten in den Tod bomben, sind die anderen
schuld. Die US-Propaganda behauptet stereotyp, man habe nur 'militärische
Ziele' getroffen, die der Feind perverserweise in die Nähe von
Zivilisten verlagert habe. Das hörte man bei Saddam Hussein,
später bei Milosevic und erst kürzlich bei den Taliban. In den
allermeisten Fällen war das eine Lüge.
Eine Kriegslist, würden die
Psyops-Spezialisten der US-Armee dazu sagen. Ihr Handwerk ist die
psychologische Kriegsführung. Fünf dieser Propagandaspezialisten des
Pentagon arbeiteten vom Juni 1999 bis März 2000 in den
Nachrichtenbüros von CNN, um den Sender kennenzulernen und ihren
Horizont zu erweitern."
Der neuste Streich des
Pentagon: Mit dem Antiterrorkrieg wollte US-Kriegsminister Donald Rumsfeld am
liebsten ein Büro für strategische Beeinflussung (Office of
Strategie Influence) einrichten, traute sich dann der Entrüstung im Volk
wegen aber doch nicht. Dieses Büro hätte die Öffentlichkeit
gezielt mit Halbwahrheiten und notfalls Lügen entsprechend den Absichten
des Pentagon manipulieren sollen - frei nach Winston Churchills
Ausspruch: In Kriegszeiten ist die Wahrheit so kostbar, daß sie immer von
einer Leibwache aus Lügen umgeben sein sollte."
USA und UNO für den
Genozid in Ruanda mitverantwortlich
1994 fielen in Ruanda mehr
als eine halbe Millionen Menschen einem Genozid zum Opfer, der hätte
verhindert werden können. Zu diesem Schluß kam ein im Juli 2000
veröffentlichter Bericht. Drei Monate vor dem Genozid schickte der
Oberkommandierende der in Ruanda stationierten UN-Friedenstruppen
nämlich ein Fax an die Vereinten Nationen, worin er vor den
drohenden Massakern warnte und eindringlich um zusätzliche Soldaten
bat, damit man die Situation unter Kontrolle halten könne. Auf Betreiben
der USA wurde dieses Ansinnen verhindert und die ganze Welt schaute tatenlos
einem Genozid zu, der weitaus schlimmer war als die Menschenopfer im
Kosovo oder in New York City.
Novel Food kann die
Gesundheit gefährden
1998 führte Dr. Arpad
Pusztai am Rowett Forschungsinstitut im schottischen Aberdeen die erste
unabhängige Studie über genmanipulierte Nahrungsmittel durch,
die nicht von der Industrie gesponsert wurde. Ratten, die mit
genmanipulierten Kartoffeln gefüttert wurden, wiesen
Organdegenerationen und Gehirnschäden auf. Pusztai trat mit seinen
schockierenden Ergebnissen sogar im britischen Fernsehen auf. Wenig später
wurde er jedoch von seinem Chef, dem Direktor des Rowett-Institutes, kurzerhand
gefeuert. Seine Arbeiten wurden unter Verschluß gebracht und sechs
ähnlich gelagerte Studien abgebrochen. Später kam heraus,
daß der US-Konzern Monsanto kurz vor Pusztais TV-Interview eine
Spende von 224'000 US-Dollar an das Rowett-Institut gemacht hatte. (Zu den
Gefahren des Novel Food lesen Sie bitte unseren Report in ZS 28, Seite 35).
Pillen gegen Depressionen
1999 wurden allein in den USA
130 Millionen Rezepte gegen Depressionen und psychische Probleme verschrieben.
Sie bedeuteten einen Umsatz von 8,58 Milliarden US-Dollar. Im gleichen
Jahr zeigte eine staatlich unterstützte Studie jedoch, daß die
neueren Antidepressiva nur bei der Hälfte aller Fälle überhaupt
wirkten und gerade mal 18 Prozent erfolgreicher waren als sogenannte Placebos
(Pillen ohne Wirkstoff).
Deshalb geben die
Pharmakonzerne allein fünf Milliarden Dollar aus, damit ihre Vertreter die
amerikanischen Ärzte davon überzeugen, mehr Antidepressiva zu
verschreiben. Die Dossiers dieser Vertreter enthalten die Namen der
Familienangehörigen des Arztes, sein Handicap beim Golfspielen und
seine Kleidervorlieben. Manchmal erhalten Ärzte regelrecht
Provisionen auf ihren Pillenumsatz.
Satte Gewinne streichen die Pharmakonzerne
auch durch staatliche Programme ein, wo psychisch kranke Menschen
zwangsmäßig Antidepressiva verabreicht erhalten. Die
dafür verantwortlichen Gesundheitsorganisationen erhalten von der
Pharmaindustrie jährlich Spenden in Millionenhöhe. Am
großzügigsten erweist sich hierbei der Konzern Eli Lilly,
Hersteller von Prozac. (Zu den Gefahren von Prozac, Ritalin und Co.
lesen Sie bitte unseren Artikel 'Die Täter sind Opfer', ZS 25, Seite 5).
UN-Partnerschaft mit
Großkonzernen
Die Vereinten Nationen
möchten sich wirtschaftsfreundlicher geben. Deshalb gehen
UN-Organisationen Partnerschaften mit multinationalen Unternehmen wie
McDonald's, Disney, Dow und Unocal ein. Damit will man das
Wohlwollen der USA auf sich ziehen und hofft, so mehr finanzielle
Unterstützung aus privaten Kreisen für die entsprechenden
UN-Organisationen zu erhalten. Leider wird manchen der umworbenen Konzernen von
Menschenrechtsorganisationen vorgeworfen, Arbeitsrechte mit Füßen zu
treten. Diese Gruppierungen stellen besorgt die Frage, ob die UNO unter solchen
Umständen überhaupt noch in der Lage sein wird, ein Gegengewicht zu
diesen globalen Wirtschaftsgiganten zu bilden.
Kuba ist im biologischen
Landbau führend
Dank dem US-Embargo und dem
Zusammenbruch der Sowjetunion war Kuba nicht in der Lage, chemische
Düngemittel und moderne Gerätschaften zu importieren, die für
eine High Tech-Landwirtschaft gebraucht werden. So wurde die Not zur Tugend.
Heute ist die Insel weltweit führend im biologischen Landbau.
Außerdem sind viele Kleinbauern an die Stadtgrenzen gezogen und versorgen
die Stadtbevölkerung vor Ort. Die Hauptstadt Havanna besitzt über
8'000 anerkannte Biogärten, in denen über 30'000 Menschen
arbeiten. Sie bedecken fast 30 Prozent des vorhandenen Bodens. Die Ernten haben
an Qualität und Quantität gewonnen. Außerdem
verursachen sie geringere Kosten. Umwelt- und Gesundheitsprobleme sind
deutlich gesunken. Fakten, welche die Medien der Industrienationen
totschweigen.
Die WTO ist illegal
Die Welthandelsorganisation WTO ist das wichtigste Druckmittel der
multinationalen Konzerne, um sich über die Wirtschafts- und Sozialpolitik
der Nationalstaaten hinwegzusetzen. (Beispiel: 1995 klagte der
Babynahrungskonzern Gerber Guatemala vor dem privaten WTO-Tribunal
ein, weil die Regierung ein Gesetz erlassen hatte, das die Mütter zum
Stillen mit der Brust anregen sollte. Mit diesem Gesetz, so argumentierte
Gerber, schädige Guatemala die Absatzmöglichkeiten von
industrieller Babynahrung. Die Regierung bekam Angst und änderte das
Gesetz 'freiwillig' ab.)
Die WTO widerspricht der Deklaration der
Menschenrechte und neutralisiert UNO-Behörden wie beispielsweise die
International Labor Organization. Die WTO-Verträge wurden 1994 in
Marokko hinter verschlossenen Türen ausgehandelt und von keiner
Regierung formal ratifiziert. Heute sind die WTO-Bestimmungen
Internationales Recht, das über der nationalen Gesetzgebung
steht, obwohl bei ihrer Entstehung sämtliche demokratischen Regeln
vernachlässigt wurden. (Quelle: Michel Chossudovsky: Seattle and
Beyond: The Illegality ofthe WTO. www.caq.com)
Selektive Biowaffen dank
Human Genome Projekt
Das Human Genome Project will die Gene des Menschen
vollständig entschlüsseln. Es untersteht der amerikanischen
Energiebehörde, welche auch das Arsenal der US-Nuklearwaffen
kontrolliert. Mit einem Budget von 50 Millionen US-Dollar könnte man
spezielle 'genetische Waffen' entwickeln, lauten aktuelle Schätzungen.
Am 15. November 1998 schrieb die London
Times, Israel behaupte, es habe dank Genmanipulation ein 'ethnisches
'Geschoß' entwickelt, das nur Araber befalle. Und Foreign Report -
eine Publikation von Jane's, die sich mit militärischer Sicherheit
befaßt - meldete, israelische Wissenschaftler des hochgeheimen, in
der Nähe von Tel Aviv gelegenen Nes Tziyona-Labors für
biologische Kriegsführung hätten sich südafrikanischer
Forschungsergebnisse bedient, um einen tödlichen Mikroorganismus zu
schaffen, der DNA-Sequenzen befällt, die nur in arabischen Genen
auftreten.
Während des Apartheid-Regimes in
Südafrika versuchte man bereits in den 80er Jahren, biologische
Kampfstoffe zu erschaffen, die nur Schwarze befallen. Das israelische Labor in
Nes Tziyona ist größer als alle entsprechenden Labors in der
arabischen Welt zusammen. Falls Israel tatsächlich solche Biowaffen
entwickeln sollte, wäre das Rassismus pur. Als ein israelischer
Regierungssprecher 1998 darauf angesprochen wurde, stellte er die Existenz
solcher Kampfstoffe nicht in Abrede.
Naturvölker
bekämpfen die Patentierung des Lebens
Die Verträge der Welthandelsorganisation WTO enthalten das
Abkommen über die 'Handelsbezogenen Aspekte des geistigen
Eigentumsrechts', kurz TRIP's genannt. (Trade-Related Aspects of
Intellectual Property Rights), welche den multinationalen Konzernen das
Recht auf Patentierung von Lebewesen und Lebensprozessen einräumt.
Im Sommer 1999 unterzeichneten
Abgeordnete aller Naturvölker der Welt eine Erklärung, worin
eine Änderung des TRIP's-Abkommens verlangt wird. Diese Forderung
hätte ein Hauptthema an der WTO-Ministerkonferenz in Seattle sein
sollen, wurde es aber nicht. Besonders kritisiert wird Artikel 27.3b des
TRIP's-Abkommens, welcher die Rechte auf kulturelles und geistiges Erbe
beschneidet und untergräbt, die pflanzlichen, tierischen und genetischen
Ressourcen zerstört und sogar die Lebensweise und Philosophie der
Naturvölker diskriminiert. Aus diesem Grund verlangen die
Naturvölker, daß weder auf Pflanzen noch auf Tiere oder
Lebensprozesse Patente erteilt werden dürfen, da alles Leben heilig
sei und nicht privater Besitzgier geopfert werden könne.
Petkau-Effekt einmal mehr
bestätigt
Wann immer hitzig über Grenzwerte diskutiert wird, wollen die
Behörden der Bevölkerung weismachen, daß sehr geringe
Dosen an chemischen Giften oder Strahlungswerten - die eben 'unterhalb
der gesetzlichen Grenzwerte' liegen - für die Gesundheit unbedenklich
seien. Immer wieder wurden diese Behauptungen Lügen gestraft. Studien aus
den USA belegen dies erneut. Bereits winzigste Chemikalienrückstände
im Trinkwasser oder in den Nahrungsmitteln können das
natürliche Hormongleichgewicht im Körper massiv stören. So
werden beispielsweise nur schon geringe Spuren von Dioxin, DDT und anderen
Chemikalien für neurologische und Immunprobleme,
Entwicklungsstörungen und Lernschwierigkeiten sowie Geburtsfehler
und Unfruchtbarkeit verantwortlich gemacht. Gemäß Dr. Pete
Myers, Co-Autor von Our Stolen Future (Unsere gestohlene Zukunft),
treten diese Schädigungen bereits auf, wenn die gesetzlichen 'Grenzwerte'
eingehalten werden.
Nicht von der Industrie gekaufte
Wissenschaftler weisen seit Jahrzehnten auf die Tatsache des sogenannten
Petkau-Effekts hin: Dieses wichtige Naturgesetz besagt nämlich, daß
eine geringe Dosis Gift oder Strahlung über lange Zeit viel
schädlicher wirkt als eine hohe Dosis über kurze Zeit. Deshalb sind
gesetzlich erlaubte, kaum meßbare Langzeitbelastungen so gefährlich.
Jugoslawien in der Hand des
IMF
Diese Tage steht Slobodan Milosevic, der ehemalige starke Mann
Jugoslawiens, vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal, während sein Heimatland
mit Präsident Kostunica in die wohlmeinenden Arme der Demokratie
zurückgekehrt ist. Angeblich hatte die unter US-Führung als
Befreierin aufgetretene NATO nur das Beste für Jugoslawien im Sinn.
Weshalb die CIA dann zuvor Jugoslawien mit verdeckten Operationen
innenpolitisch destabilisiert hatte, muß sich jeder selber beantworten.
Nur das Beste will auch die aus
jugoslawischen Ökonomen bestehende und angeblich
unabhängige Gruppe G-17, welche die Wirtschaftsreform unter
Kostunica prägte. In Wahrheit werden diese Wirtschaftsexperten vom
Center for International Private Enterprise (CIPE) mit Sitz in
Washington finanziert. CIPE seinerseits geht auf die Stiftung National
Endowment for Democracy zurück, die 1983 aus dem Umfeld des
amerikanischen Geheimdienstes CIA gegründet wurde.
Die G-17-Gruppe forderte die neue
jugoslawische Regierung denn auch auf, für den Aufbau einer
Marktwirtschaft eng mit dem Internationalen Währungsfond IMF
zusammenzuarbeiten. IMF-Forscher Professor Michel Chossudovsky warnt, daß
alle anderen Ostblockstaaten, die eine solche Wirtschaftspolitik betrieben
haben, in den sozialen und wirtschaftlichen Ruin getrieben wurden und ihre
Bevölkerung weiter verarmte.
Schlußgedanken
Soweit einige Auszüge aus dem von der kalifornischen
Sonoma-Universität zusammengestellten Jahrbuch 2001 über die
wichtigsten Meldungen, die der amerikanischen Zensur zum Opfer gefallen sind.
Auf ihrer Internetseite er klären die Studenten ihr Engagement
für dieses Jahrbuch mit Worten, denen man nur beipflichten kann:
„Mit Project censored wollen wir auf ein zentrales Problem
hinweisen: Das Versagen der Massenmedien, die Menschen mit allen
Informationen zu versorgen, die sie brauchen, um informierte
Entscheidungen fällen zu können, die ihr eigenes Leben ebenso
betreffen wie die Wahl an der Urne."
ben
Mehr dazu unter: www.projectcensored.org |