Mit 200 bis 500 Kernwaffen und einem
hochentwickelten Trägersystem hat Israel ohne Aufsehen
Großbritannien vom Platz fünf der großen Atommächte der
Welt verdrängt und kann jetzt mit Frankreich und China rivalisieren, was
Art und Entwicklungsgrad des Kernwaffenbestandes betrifft. Obgleich ein
Nuklearwinzling, verglichen mit den USA und Rußland, die beide mehr als
10 000 Kernwaffen besitzen, ist Israel eine große Nuklearmacht und sollte
als solche in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.
Das
israelische Kernwaffenprogramm begann Ende der 40er Jahre unter der Leitung von
Ernst David Bergmann, dem »Vater der israelischen Bombe«, der 1952
die Israelische Atomenergiekommission gründete. Den Großteil der
frühen Unterstützung für das israelische Nuklearprogramm
lieferte Frankreich. Höhepunkt war die Errichtung von Dimona, einer Fabrik
in der Nähe von Berscheba in der Negev-Wüste, mit einem Reaktor, der
von schwerem Wasser gebremst und mit natürlichem Uran betrieben wurde, und
einer Plutoniumgewinnungsanlage. Mit kritischen technischen Gutachten hatte
Israel von Beginn an einen aktiven Anteil am französischen
Kernwaffenprogramm. Das israelische Kernwaffenprogramm kann als ein Ausdruck
dieser früheren Zusammenarbeit angesehen werden. Dimona ging 1964 in
Betrieb, die Plutonium-Wiederaufbereitung begann kurz danach. Die Israelis
behaupteten, Dimona sei eine Mangananlage oder eine Textilfabrik, die
angewendeten extremen Sicherheitsmaßnahmen erzählten eine ganz
andere Geschichte. 1967 schoß Israel eine eigene Mirage-Maschine ab, die
Dimona zu nahe kam, und 1973 schoß es ein libysches Zivilflugzeug ab, das
vom Kurs abgekommen war, und tötete so 104 Menschen.
Es gibt
glaubwürdige Annahmen, daß Israel Mitte der 60er Jahre eine oder
vielleicht auch mehrere Kernwaffen in der Negev-Wüste nahe der
israelisch-ägyptischen Grenze zündete und daß es sich aktiv an
den französischen Atomtests in Algerien beteiligte. Während des
»Jom-Kippur-Krieges« 1973 besaß Israel einen Bestand von
wahrscheinlich mehreren Dutzend einsatzfähiger Atombomben und ging in
volle atomare Alarmbereitschaft.
Im Besitz einer fortgeschrittenen
Nukleartechnologie und mit Atomwissenschaftlern der
»Weltspitzenklasse« war Israel schon früh mit einem
Hauptproblem konfrontiert: der Beschaffung des notwendigen Urans. Israels
eigene Uranquelle waren die Phosphatlager in der Negev-Wüste, die aber dem
sich rasch erweiternden Programm überhaupt nicht genügten. Die
kurzfristige Antwort war, Kommandounternehmen in Frankreich und
Großbritannien zu starten, die erfolgreich Urantransporte entführten
und 1968 in Zusammenarbeit mit Westdeutschland 200 Tonnen Uranoxid
(»Yellowcake«) umleiteten. Später wurde diese geheime
Beschaffung des Urans für Dimona durch die verschiedenen beteiligten
Länder vertuscht. Israel löste das Uranproblem durch die Entwicklung
enger Beziehungen zu Südafrika mit einem Quid-pro-quo-Arrangement, wonach
Israel mit Technologie und Gutachten die »Apartheid-Bombe«
unterstützte, während Südafrika Uran lieferte.
Helfershelfer Südafrika
1977 wurden die USA von der
Sowjetunion über Satellitenfotos informiert, die auf die Vorbereitung
eines Atomwaffentests Südafrikas in der Kalahariwüste hinwiesen.
Wegen des ausgeübten Drucks unterließ das Apartheidregime den Test.
Im September 1979 entdeckte ein Satellit der USA den Test einer kleinen
Atombombe in der Atmosphäre über dem Indischen Ozean vor der
Küste Südafrikas. Wegen der offensichtlichen Beteiligung Israels
wurde der Bericht rasch durch einen sorgfältig ausgewählten
wissenschaftlichen Ausschuß »weißgewaschen«, der die
wesentlichen Einzelheiten im dunkeln ließ. Später wurde aus
israelischen Quellen bekannt, daß es dort tatsächlich drei
sorgfältig abgesicherte Tests israelischer miniaturisierter atomarer
Artilleriegranaten gegeben hatte.
Die Kollaboration
Israel-Südafrika wurde bis zum Sturz der Apartheid fortgesetzt, speziell
mit der Entwicklung moderner Artillerie und von Raketen mittlerer Reichweite.
Südafrika unterstützte Israel nicht nur mit Uranlieferungen und den
Testmöglichkeiten, sondern auch mit großen Investitionen,
während Israel dem Apartheidstaat den Zugang zu einem großen Markt
bot, der das Umgehen internationaler Wirtschaftssanktionen ermöglichte.
Die Vanunu-Enthüllungen
Die USA waren mit der
Bereitstellung von Nukleartechnologie wie etwa einem kleinen Forschungsreaktor
(1955 im »Atome für den Frieden«-Programm) von Beginn an am
israelischen Nuklearprogramm beteiligt. Israelische Wissenschaftler wurden
weitgehend an US-Universitäten ausgebildet und hatten generell Zugang zu
den Atomwaffenlabors. In den frühen 60er Jahren wurden die
Bedienungselemente für den Dimona-Reaktor heimlich von einer Firma namens
Tracer Lab bezogen, der Hauptlieferantin für die entsprechenden
Instrumente in US-Militärreaktoren, gekauft über eine belgische
Tochterfirma und offensichtlich mit Zustimmung der Nationalen
Sicherheitsagentur (NSA) und der CIA. 1971 genehmigte die Nixon-Regierung den
Verkauf Hunderter Krytonen (Hochgeschwindigkeitsschalter, die für die
Entwicklung modernster Kernwaffen erforderlich sind) an Israel. Und 1979 wurden
unter Carter ultrahochauflösende Fotos vom KH-11-Satelliten geliefert, die
zwei Jahre später bei der Bombardierung des irakischen Osirak-Reaktors
genutzt wurden. Der Transfer entwickelter Technologie nach Israel erfolgte
unter Nixon und Carter, erfuhr eine dramatische Steigerung unter Reagan und
wird bis heute unvermindert fortgesetzt.
Bis Mitte der 80er Jahre
schätzten die meisten Geheimdienste den israelischen Kernwaffenbestand auf
eine Größenordnung von zwei Dutzend. Das änderte sich über
Nacht mit den Enthüllungen von Mordechai Vanunu, einem Atomtechniker, der
in der Dimona-Plutonium-Wiederaufbereitungsanlage arbeitete. Als linker
Sympathisant Palästinas glaubte sich Vanunu gegenüber der Menschheit
verpflichtet, Israels Kernwaffenprogramm vor der Welt zu enthüllen. Er
schmuggelte Dutzende Fotos und wissenschaftliche Daten über die Grenzen
Israels; 1986 wurde seine Geschichte in der Londoner »Sunday Times«
veröffentlicht. Wissenschaftliche Untersuchungen der Daten Vanunus
ließen erkennen, daß Israel etwa 200 hochentwickelte
miniaturisierte thermonukleare Bomben besaß. Seine Informationen
bewiesen, daß die Kapazität des Dimona-Reaktors auf ein Mehrfaches
vergrößert worden war und daß Israel genug Plutonium
produzierte, um zehn bis zwölf Bomben pro Jahr produzieren zu können.
Kurz vor der Veröffentlichung seiner Informationen wurde Vanunu von einer
»Mata Hari« des Mossad nach Rom gelockt, geschlagen, unter Drogen
gesetzt, nach Israel entführt und nach einer Desinformations- und
Verleumdungskampagne in der israelischen Presse von einem Sondergericht wegen
Landesverrats zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Er verbrachte elf Jahre
in Einzelhaft in einer zwei mal drei Meter großen Zelle. Nach einem Jahr
bedingter Freilassung (der Kontakt zu Arabern war ihm verboten) wurde Vanunu
wieder in Einzelhaft genommen und hat drei weitere Haftjahre vor sich. Wie
vorauszusehen war, wurden die Vanunu-Enthüllungen von der Weltpresse
weitgehend ignoriert, besonders in den Vereinigten Staaten, und Israel hatte
weiterhin relativ freie Hand in seiner Kernwaffenpolitik.
Gegenwärtig schätzt man Israels Kernwaffenbestand auf
mindestens 200 bis über 500. Und es gibt kaum einen Zweifel daran,
daß Israels Atomwaffen, die vor allem für die Kriegführung im
Nahen Osten vorgesehen sind, zu den am höchsten entwickelten der Welt
gehören. Einen Teil des israelischen Kernwaffenbestandes bilden
Neutronenbomben, miniaturisierte Atombomben, mit einem Maximum tödlicher
Gammastrahlung bei einem Minimum an Sprengwirkung und langfristiger Strahlung -
im wesentlichen dazu bestimmt, Menschen zu töten und ihren Besitz zu
schonen. Zu den Waffen gehören auch ballistische Raketen und Bomber, die
Moskau erreichen können, Flügelraketen (Cruise missiles), Landminen
(in den 80ern verlegte Israel nukleare Landminen entlang der Golanhöhen)
und Artilleriegeschosse mit einer Reichweite von 70 Kilometern. Im Juni 2000
traf eine von einem israelischen U-Boot abgeschossene Flügelrakete ein
Ziel in 1500 Kilometer Entfernung, das war zuvor nur den USA und Rußland
gelungen. Von diesen praktisch nicht zu besiegenden U-Booten wird Israel drei
stationieren, jedes ist mit vier Flügelraketen ausgerüstet.
Das Spektrum der Bomben reicht von »Städte-Knackern«
(city-busters), größer als die Hiroshimabombe, bis zu taktischen
Miniatomwaffen. Israels Bestand an Massenvernichtungswaffen läßt die
tatsächlichen oder potentiellen Bestände aller anderen Nahoststaaten
zusammengenommen recht mickrig erscheinen, und übersteigt bei weitem
jegliches nachvollziehbare Bedürfnis nach »Abschreckung«.
»Ethnobombe«
Israel besitzt auch ein
umfassendes Arsenal chemischer und biologischer Waffen. Nach Angaben der Sunday
Times hat Israel chemische und biologische Waffenarten mit hochentwickelten
Trägersystemen produziert. Mit den Worten eines hohen israelischen
Geheimdienstlers: »Es gibt wohl keine einzige bekannte oder unbekannte
Form chemischer oder biologischer Waffen, ... die im Biologische Institut Nes
Tziyona nicht erzeugt würde.« Derselbe Bericht beschrieb F-16
Kampfjets, die speziell für chemische und biologische Ladungen bestimmt
sind und deren Besatzungen dafür ausgebildet wurden, diese Waffen in
Windeseile zu bestücken. Die Sunday Times berichtete, daß Israel
unter Nutzung von Forschungsergebnissen aus Südafrika eine
»Ethnobombe« entwickelte. »Bei der Entwicklung ihrer
"Ethnobombe" versuchen die israelischen Wissenschaftler, Forschungsergebnisse
der Medizin bei der Identifizierung eines besonderen Gens zu nutzen, das einige
Araber haben, und dann genetisch modifizierte Bakterien oder Viren zu schaffen
... Die Wissenschaftler versuchen, tödliche Mikroorganismen herzustellen,
die nur Menschen mit diesen Genen angreifen.« Dedi Zucker, ein linker
Abgeordneter der Knesset, prangerte diese Forschung mit den Worten an:
»Eine solche Waffe ist, wenn wir von unserer Geschichte, unserer
Tradition und Erfahrung ausgehen, moralisch ungeheuerlich und muß
geächtet werden.« (Sunday Times, 15. November 1998)
Die
israelische Bombe ist in der gängigen Vorstellung eine »Waffe der
ultima ratio«, die also in letzter Minute eingesetzt wird, wenn die
vollständige Vernichtung droht, und viele gutwillige, aber
irregeführte Sympathisanten Israels glauben immer noch, daß dies der
Fall ist. Mag sein, daß diese Vorstellung auch in den Köpfen der
frühen israelischen Kernwaffenstrategen eine Rolle spielte - heute ist das
israelische Kernwaffenpotential untrennbar in die allgemeine militärische
und politische Strategie Israels integriert. Wie Seymour Hersch in klassischer
Untertreibung sagte: »Die Samson-Option ist nicht länger die einzige
Kernwaffenoption, über die Israel verfügt.« Israel hat zahllose
verschleierte atomare Drohungen gegen die arabischen Völker und gegen die
Sowjetunion (und nach dem Ende des Kalten Krieges gegen Rußland)
geäußert. Ein erschreckendes Beispiel kommt von Ariel Scharon, dem
gegenwärtigen Ministerpräsidenten. »Die Araber mögen das
Öl haben - wir haben die Zündhölzer.« (1983 bot Scharon
Indien an, gemeinsam mit Israel die pakistanischen Nuklearanlagen anzugreifen,
in den späten 70ern schlug er vor, israelische Fallschirmjäger nach
Teheran zu schicken, um den Schah zu unterstützen, und 1982 rief er dazu
auf, Israels Sicherheitsbereich von »Mauretanien bis Afghanistan«
auszudehnen.) In einem anderen Fall sagte der israelische Nuklearexperte Oded
Brosh 1992: »... wir müssen uns nicht schämen, daß die
Kernwaffenoption ein Hauptinstrument unserer Verteidigung als Abschreckung
gegen alle ist, die uns angreifen.« In den Worten Israel Schahaks:
»Nicht der Wunsch nach Frieden, wie so häufig angenommen, ist meines
Erachtens Prinzip der israelischen Politik, sondern der Wunsch, die Herrschaft
und den Einfluß Israels auszudehnen.« Und: »Israel bereitet
sich auf einen Krieg vor, wenn es sein muß, auf einen Kernwaffenkrieg, um
zu verhindern, daß es in einigen oder allen Staaten des Nahen Ostens zu
inneren Veränderungen kommt, die ihm nicht passen ... Israel bereitet sich
eindeutig darauf vor, die offene Hegemonie über den gesamten Nahen Osten
zu erreichen ... und zögert nicht, zu diesem Zweck alle verfügbaren
Mittel zu nutzen, einschließlich nuklearer.«
Israel nutzt
seinen Kernwaffenbestand nicht nur im Kontext der »Abschreckung«
oder der direkten Kriegführung, sondern auch auf subtilere Weise. Zum
Beispiel kann der Besitz von Massenvernichtungswaffen ein kräftiger Hebel
zur Aufrechterhaltung des Status quo oder zur Beeinflussung von Ereignissen
sein, bei denen ein deutlicher Vorteil für Israel durchzusetzen ist: etwa
zum Schutz der sogenannten gemäßigten arabischen Staaten vor inneren
Aufständen oder zum Eingreifen in einen Krieg zwischen arabischen Staaten.
Im israelischen Strategiejargon wird dieses Konzept »nichtkonventioneller
Druck« (»nonconventional compellence«) genannt. Ein Zitat von
Schimon Peres belegt das: »Ein überlegenes Waffensystem zu
beschaffen bedeutet die Möglichkeit, es für die Ausübung von
Druck zu nutzen - das heißt, die andere Seite zu zwingen, Israels
Forderungen zu akzeptieren, was wahrscheinlich die Forderung einschließt,
daß der traditionelle Status quo akzeptiert und ein Friedensvertrag
unterzeichnet wird.«
Seine überwältigende
Kernwaffenüberlegenheit erlaubt es Israel, sogar angesichts einer
weltweiten Opposition straflos zu agieren. Als typischer Fall kann die Invasion
in den Libanon und die Zerstörung Beiruts 1982 gelten, die von Ariel
Scharon geführt wurde - zum Schluß mit 20000 Toten, die meisten
davon Zivilisten. Trotz der Vernichtung eines arabischen Nachbarstaates konnte
Israel den Krieg über Monate ausdehnen, nicht zuletzt auch aufgrund seiner
atomaren Drohung.
Mittel der Erpressung
Ein anderer
Hauptzweck der israelischen Bombe ist der Druck auf die USA, sogar dann
zugunsten Israels zu agieren, wenn das gegen die eigenen strategischen
Interessen gerichtet ist. Während des Krieges von 1973 nutzte Israel die
nukleare Erpressung, um Kissinger und Nixon zu zwingen, gewaltige Mengen
Kriegsmaterial über eine Luftbrücke nach Israel zu bringen. Ein
Beispiel für diese Strategie lieferte Amos Rubin, der Wirtschaftsberater
des Ministerpräsidenten Yitzhak Schamir, im Jahre 1987: »Wenn Israel
alleingelassen wird, wird es keine andere Wahl haben, als auf eine riskante
Verteidigung zurückzugreifen, die es selbst und die Welt stark
gefährden wird ... Um Israel in die Lage zu versetzen, auf die
Abhängigkeit von Atomwaffen zu verzichten, braucht es zwei bis drei
Milliarden Dollar an US-Hilfe jährlich.« Seither hat sich Israels
Kernwaffenbestand exponentiell vergrößert, sowohl quantitativ als
auch qualitativ, und der Geldhahn der USA bleibt weit offen.
Weltweit
wurde kaum wahrgenommen, daß der Nahe Osten am 22. Februar 2001 vor dem
Ausbruch eines Krieges stand. Nach Angaben der Londoner Sunday Times und von
DEBKAfile gab Israel Raketenalarm, nachdem es von den USA Nachrichten über
die Bewegung von sechs an der syrischen Grenze stationierten irakischen
Panzerdivisionen und Startvorbereitungen von Boden-Boden-Raketen erhalten
hatte. DEBKAfile, ein »Antiterrorismus«-Informationsdienst in
Israel, behauptet, die irakischen Raketen seien vorsätzlich in die
höchste Alarmstufe versetzt worden, um die Antwort der USA und Israels zu
testen. Trotz eines unverzüglichen Angriffs von 42 Militärflugzeugen
der USA und Großbritanniens erlitten die Iraker anscheinend nur geringen
Schaden. Die Israelis warnten den Irak, sie seien bereit, in einem
Präventivangriff gegen die irakischen Raketen Neutronenbomben einzusetzen.
Die Existenz eines Arsenals von Massenvernichtungswaffen in einer solch
instabilen Region hat schwerwiegende Konsequenzen. Seymour Hersch warnt:
»Sollte erneut ein Krieg im Nahen Osten ausbrechen ... oder irgendeine
arabische Nation Raketen auf Israel lenken, wie damals die Iraker, würde
eine nukleare Eskalation, früher undenkbar außer als "ultima ratio",
nun sehr wahrscheinlich.« Und Ezar Weissman, Israels gegenwärtiger
Präsident, sagte: «Der Kernwaffeneinsatz gewinnt an Bedeutung (und
der) nächste Krieg wird kein konventioneller sein.«
Literatur:
Seymour Hersh: The Samson Option. Israels
Nuclear Arsenal and American Foreign Policy. New York, 1991, Random House
Mark Gaffney: Dimona. The Third Temple. The Story Behind the Vanunu
Revelation. Brattleboro, VT, 1989
U.S. Army Lt. Col. Warner D. Farr:
The Third Temple Holy of Holies. Israels Nuclear Weapons, USAF
Counterproliferation Center, Air War College Sept 1999
Barbara Rogers
& Zdenek Cervenka: The Nuclear Axis: The Secret Collaboration Between West
Germany and South Africa, New York, 1978
Peter Hounam: Woman From
Mossad. The Torment of Mordechai Vanunu, London, 1999
Israel Shahak:
Open Secrets: Israeli Nuclear and Foreign Policies, London, 1997
*
Original: www.middleeast.org/mernew.htm. Übersetzt aus dem Amerikanischen:
Dr. Ernst Herbst
Vorabdruck - stark gekürzt - aus Marxistische
Blätter, Heft 3/2002, das Mitte Mai mit dem Schwerpunkt Kriegsgefahr im
Nahen Osten erscheint. Neue Impulse Verlag, Hoffnungstr. 18, 45127 Essen; Tel.
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