Zurück zur Seite vorher


Seitenzugriffe seit dem 13.07.2006215

Druckversion dieser Seite

Diese Information an einen Freund senden

 
Wie beurteilen Sie diesen Artikel Wie beurteilen Sie die Quelle dieses Artikels
Hier können Sie Ihren persönlichen Kommentar eingeben,
bzw. Kommentare von anderen Besuchern lesen
Kommentare
bisher
0
Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
09.04.2002   Junge Welt
Israel bombardierte Flüchtlingslager
Israelische Armee feuerte 25 Raketen auf Dschenin. Pressegebäude in Ramallah gestürmt
 
Pünktlich zum Beginn der Nahost-Mission von US-Außenminister Colin Powell haben israelische Kampfhubschrauber am Montag das Flüchtlingslager in Dschenin im Westjordanland bombardiert. Wie Einwohner des Lagers Nachrichtenagenturen gegenüber berichteten, feuerte die Armee 25 Raketen auf das nur zwei Quadratkilometer große Wohngebiet ab. Angaben über Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht. Zuvor hatte die Armee nach Augenzeugenberichten die Bevölkerung über Lautsprecher aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich auf dem zentralen Platz zu versammeln, andernfalls würde sie das Flüchtlingslager bombardieren. Den Anweisungen, von den Agenturen zynisch als »Evakuierung« durch die israelische Armee bezeichnet, kamen die Einwohner den Berichten zufolge nicht nach. In dem bombardierten Lager leben rund 11000 Menschen.

Die israelische Armee gab zum Vorgehen keinen Kommentar ab. Die Besatzungstruppen waren am vergangenen Dienstag in Dschenin eingerückt. Allein am Wochenende wurden dort nach palästinensischen Angaben mindestens 35 Palästinenser getötet und Hunderte verletzt. Israelische Scharfschützen erschossen am Morgen einen Palästinenser, der bei der Geburtskirche in Bethlehem ein Feuer löschen wollte. Der 26jährige gehörte zu einer Gruppe von 200 zum Teil bewaffneten Palästinensern, die seit Tagen in der Kirche Schutz sucht. Der Londoner Nahostbeauftragte Ben Bradshaw nannte die Todesschüsse im BBC-Rundfunk am Montag »die jüngste in einer langen Reihe von vollkommen unakzeptablen Aktionen der israelischen Armee«. Der Vatikan forderte Israel auf, heilige Stätten wie die Geburtskirche zu respektieren. Nach christlichem Glauben wurde das Gotteshaus über der Geburtsgrotte von Jesus Christus errichtet.

Bei anhaltenden Kämpfen in Nablus im Westjordanland kamen mindestens fünf Palästinenser, darunter ein zwölfjähriger Junge, ums Leben. Etwa hundert bewaffnete Palästinenser ergaben sich der israelischen Armee, wie ein Vertreter des Militärs mitteilte. Die Palästinenser hätten ihre Waffen in der Altstadt niedergelegt. Die Armee zwang unterdessen die Journalisten in der Stadt, in einem Hotel zu bleiben, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. In Ramallah stürmte die israelische Armee ein Pressegebäude. Die Soldaten hätten sofort scharf geschossen, nachdem die Tür aufgesprengt worden sei, berichtete CNN. Die israelischen Soldaten hätten sich in den Büros der arabischen Nachrichtensender MBC, ANN und YMCA »ausgetobt« und die Einrichtung zerstört.

Seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Westjordanland sind nach Armeeangaben mehr als 200 Palästinenser getötet und rund 1500 verletzt worden. Gleichzeitig seien mindestens 13 Soldaten getötet und über 140 verletzt worden. Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erakat sprach am Montag gegenüber CNN sogar von 2800 Toten und Verletzten. In einigen Städten des Westjordanlandes wie Nablus und Dschenin liegen die Leichen in den Straßen oder im Innern der Häuser.

Israel hat einen Stopp der Militäroffensive gegen die Palästinenser erneut abgelehnt. Die Armee werde sich erst zurückziehen, nachdem alle Ziele ihrer Mission erreicht seien, betonte Ministerpräsident Ariel Scharon am Montag vor der Knesset. Im Falle eines Rückzugs würde die Armee im Westjordanland »Sicherheitszonen« einrichten, kündigte der israelische Regierungschef an.

Noch vor seinem Gespräch mit dem marokkanischen König Mohammed VI. dämpfte US-Außenminister Powell Hoffnungen auf einen baldigen Durchbruch im Nahost-Konflikt: »Ich werde nicht mit einem Friedensvertrag in den Händen zurückkehren.« Er sei nicht einmal sicher, ob er eine Waffenruhe erreichen werde. Powell wird am kommenden Freitag in Israel erwartet. Bis dahin hat Scharon weiter freie Hand.

Diese Domain  www.das-gibts-doch-nicht.info an einen Freund weiterempfehlen

Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen

Diese Seite auf Ihrem PC speichern!

Möchten Sie diese Domaine als Startseite haben...

 

Das Kopieren und Verteilen dieser Information ist ausdrücklich erwünscht!
www.das-gibts-doch-nicht.info

Zurück zur Seite vorher

Zur Gesamtübersicht


Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.