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12.04.2002 Wolfgang Pomrehn Junge Welt
Die Zahl der Verweigerer wächst
Immer mehr israelische Reservisten lehnen Dienst in besetzten Gebieten ab
 
Die Zahl der israelischen Reservisten, die sich öffentlich zur Verweigerung des Kriegsdienstes in den besetzten Gebieten bekennen, ist nach Angaben der in Tel Aviv erscheinenden Zeitung Ha’aretz auf 375 Offiziere und Soldaten gestiegen. Der Sprecher der Gruppe, Amit Mashiah, schätzte, daß derzeit etwa 20 der sogenannten Refuseniks wegen ihrer Weigerung Gefängnisstrafen absitzen. Von zwölf Unterzeichnern des Verweigererappells sei bisher bekannt, daß sie Einberufungsbefehle bekamen. Von der Friedensgruppe Yesh Gwul berichtet Ha’aretz, daß sich dort übers Wochenende Dutzende von Ratsuchenden gemeldet hätten, die ihren Reservedienst in den besetzten Gebieten antreten sollen, aber verweigern wollten.

David Pearlman, Unteroffizier der Reserve und unlängst wegen seiner Verweigerung zu 14 Tagen Haft verurteilt, meinte gegenüber Ha’aretz: »Die Streitkräfte stellen mich vor ein schwieriges Dilemma, denn ich bin bereit, in jedem Krieg anzutreten, der der Verteidigung Israels dient. Aber ich bin nicht bereit, unter unbestimmten Umständen an Aktivitäten teilzunehmen, die zu Leiden und Opfern in beiden Nationen führen.«

Elad Lahav, ein anderer Reservist, der gerade zu einer 28tägigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde, sagte den Reportern von Ha’aretz: »Ich bin Zionist und Patriot und habe in der Infanterie aus freiem Willen gedient. Als ich die Armee von meiner Weigerung informiert habe, meinen Dienst in Hebron abzuleisten, hat mir die Hälfte meiner Freunde in meiner Einheit gesagt, daß sie meine Entscheidung unterstützen. Und die anderen haben gemeint, daß sie meine Meinung nicht teilen, aber meinen Schritt verstehen.«

Unterdessen hat die arabisch-jüdische Gruppe Ta’ayush einen dramatischen Appell an die israelische Öffentlichkeit gerichtet, am Samstag zu versuchen, Hilfslieferung in das umkämpfte Flüchtlingslager in Dschenin zu schicken. Es sei nicht mit Sicherheit bekannt, was dort vorgehe, da die Armee die Presse ausgesperrt habe. Die Berichte, die nach außen dringen, würden aber ein grauenvolles Bild malen. Hunderte seien getötet worden und Verwundete würden auf offener Straße verbluten, weil sie keine medizinische Versorgung erreicht. Häuser würden zerstört, während sich noch Menschen in ihnen aufhielten. »Jede Person unter uns, die Bewußtsein hat, hat die Verpflichtung, der israelischen Regierung und unseren Mitbürgern klarzumachen, daß die menschliche Moral uns Grenzen setzt.« Am Samstag soll es an der Straßensperre vor Dschenin eine Demonstration gegen das Vorgehen der Armee geben.

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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.