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02.05.2002 Werner Pirker Junge Welt
Kapitulation vor Israel
Dschenin-Kommission der UNO aufgegeben
 
Die UNO hat vor Israel kapituliert. Was im palästinensischen Flüchtlingslager Dschenin in den Tagen der israelischen Militärinvasion wirklich geschah, entzieht sich erfolgreich der Aufklärung. Die internationale Untersuchungskommission, die über die Richtigkeit der Massakervorwürfe hätte befinden sollen, soll laut Kofi Annan aufgelöst werden.

Die Initiative zur Entsendung einer Kommission war von den USA ausgegangen. Israel hatte zuerst zugestimmt, dann aber Bedingungen gestellt, die eine Objektivierung der Ereignisse unmöglich gemacht hätten. Daraufhin stellten die USA klar, daß sie die Erzwingung einer Untersuchung nicht zulassen würden. Mit diesem Machtwort hat Washington seine eigene Initiative zum Scheitern gebracht. Das war ja wohl auch der Sinn dieser Initiative. Die »internationale Gemeinschaft«, auf die sich die USA bei Bedarf, etwa in Balkan-Angelegenheiten, gerne berufen, ist endgültig zur Staffage verkommen. Israel hat eine Ausnahmegenehmigung für Kriegsverbrechen erhalten.

Der Staat Israel begegnete der Staatengemeinschaft von jeher mit kalter Verachtung. Zwar verdankt er seine Existenz einem Beschluß der Weltorganisation, deren weitere Beschlüsse er aber fortan nicht mehr zur Kenntnis nahm. Die USA haben die Nahost-Resolutionen mit verabschiedet. Doch ebenso sind Verurteilungen Israels wegen permanenter Mißachtung von UN-Beschlüssen stets am Veto der Amerikaner gescheitert. Die Bush-Administration hat dieses verlogene Doppelspiel auf die Spitze getrieben.

Der Staat Israel erkennt die internationale Rechtsordnung, die nach 1945 als Konsequenz aus dem völkermörderischen Krieg des deutschen Faschismus etabliert wurde, nicht an. Das stellt dem Staat der Holocaust-Überlebenden, als der sich der jüdische Staat legitimiert fühlt, das denkbar schlechteste Zeugnis aus. Israels Verhältnis zum Völkerrecht ist nihilistisch. Es definiert seine Existenz außerhalb des allgemein-zivilisatorischen Zusammenhanges, es wertet sein Existenzrecht höher als das anderer. Es bezieht sein Recht auf Amoral aus dem Bewußtsein seiner moralischen Überlegenheit. Der Zionismus hat das kollektive Gedächtnis an die jüdische Leidensgeschichte zum religiös-chauvinistischen Kult der Auserwähltheit pervertiert.

Die amerikanisch-israelische Allianz beruht auf einer gemeinsamen Geisteshaltung. Amerikas Selbstverständnis als Gottes eigenes Land und die daraus abgeleitete moralische Unfehlbarkeit bildet die globale Entsprechung des zionistischen Herrschaftsanspruches über Palästina.

Unfehlbar aber sind sie nur, weil sie (bislang) unschlagbar sind. Für siegreiche Kriegsverbrecher sind in Den Haag keine Zellen frei. Zu diesem Zweck wurde das Kriegsverbrechertribunal ja auch nicht geschaffen.

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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.