|
Der 26. August 2002 wird wohl als der
schwärzeste Tag in die Schulgeschichte Deutschlands eingehen. An diesem
Tag be trat ein Schüler, mit einem furchtbaren Ziel seine alte Schule, an
der er zum 2. Mal nicht zum Abitur zugelassen worden war.
Dies soll jetzt kein Rückblick werden,
auch keine halbherzige Ursachenforschung. Nur, man kann mit geöffneten
Augen die Ursachen schon seit Jahren nachlesen! Die offiziellen
Medien und die Politik werden jetzt wieder Arbeitsgruppen einberufen, es
wird nach mehr Kontrolle und schärferen Gesetzen geschrien werden aber die
wahre Ursache - wird man nicht finden (wollen).
In dem Buch
Kinder des neuen
Jahrtausends (Rezension auf dieser Seite) kann man
in Kapitel 5 Schulmassaker durch Kinder folgendes lesen (nicht
zitiert aber alle Angaben aus dieser Quelle):
Der Dr. Böttiger Verlag / Wiesbaden gab
im Mai 2000 eine Stu- die des Amerikanischen Oberstleutnants David Grosnan
(Pro- fessor für Psychologie / Schießtrainer der US-Army) heraus. In
diesem Bericht veranschaulicht er, wie Computerspiele, die dem
Schießtraining der Armee und Polizei entlehnt sind, und
Gewaltdarstellungen in den Medien unsere Kinder regelrecht zu Mord
befähigen und dafür trainieren.
(> Ich werde nur auf die
Passagen eingehen die sich direkt auf Videospiele beziehen - erste
Anhaltspunkte hierfür gab es ja wohl auf dem PC des Mörders - der
Autor <)
Dazu erklärt Grossman wie die
US-Army ihre Elitesoldaten ausbildet. Da es wider die Natur des Menschen ist,
seine Art- genossen zu töten, braucht es Jahre an hartem Training, um
jemanden die Fähigkeit und den Willen zu töten beizubrin-
gen. In jedem Menschen ist eine biologische Hemmschwelle angelegt die die
Vernichtung der eigenen Art verhindern soll (er führt dann zwei Beispiele
an die dies verdeutlichen).
Die Mehrheit der Soldaten versagte im 2.
Weltkrieg an der Front, da keine Zielscheiben vor ihnen auftauchten. So be-
griff man das man eine andere Art der Übung heranziehen musste - einen
Tötungssimulator. Piloten haben ihren Flug- simulator, Bodentruppen
sollten ihren Tötungssimulator be- kommen.
Bei solchen
Simulatoren bewegen sich Bilder von Menschen über den Bildschirm, auf die
man schießen muss. Hier sollten nicht nur die Handgriffe für die
Waffe eingeübt werden, es soll vor allem die Einstellung und die
Bereitschaft zum töten geschult werden. - Das Marine-Corps
erwarb u.a. die Rechte an dem Computerspiel DOOM und setzt es als
taktisches Übungsmittel ein.
Im Gegensatz zu Soldaten oder Polizisten,
die möglicherwei- se ein paarmal im Jahr das Schießen üben, tun
die Kinder das manchmal Abend für Abend. Sie töten dabei jedes
Lebewe- sen, das ihnen vors Rohr kommt, bis ihnen die Ziele ausge- hen oder der
Munition.
Ein Beispiel: Ein 14jähriger stahl in
Kentucky aus dem Nach- barhaus eine Pistole. Er hatte noch nie zuvor in
echt ge- schossen - in der Nacht ein paar Übungsschüsse, mehr
nicht. FBI-Unterlagen belegen das ein trainierter Beamter von Fünf
Schüssen nur einen trifft. Der Mensch der in eine jüdische
Kindertagesstätte einge- drungen war hat etwa 70 x geschossen und
nur 5 Kinder getroffen. Der o.g. Junge schoss 8 x und traf 8
Kinder 8 x tödlich... Davon waren fünf Kopfschüsse und drei
Schüsse in den Oberkörper...
Ende des Auszuges..
Da hat also ein Professor für
Psychologie, der obendrein Sol- daten ausbildet, diese Zusammenhänge
herausgefunden - und wen interessiert dies? Solange sich Egoshooter wie war- me
Waffeln verkaufen, Armmesimulationen wie Operation Flashpoint etc. gekauft
werden wie blöde, kann jederzeit so etwas passieren.
Wenn dann ein Kind oder junger
Erwachsener ein Erlebnis hat das ihn vielleicht sehr verletzt, er sich
benachteiligt fühlt oder gar ungerecht behandelt - diese mentale
persönliche Extremsituation gepaart mit der Vorliebe für
derlei Spiele, ein Schuss Labilität und vielleicht noch
gewaltverherrlichen- de Musik oder auch nur extremer Techno -
meiner Meinung nach kann es dann jederzeit, an jedem Ort wieder zu einem
solchen Massaker kommen.
Alle Eltern und alle anderen
verantwortungsbewussten Men- schen sind gerade jetzt wieder aufgerufen vor der
eigenen Tür zu kehren, sich mit den eigenen Kindern auseinanderzu- setzen
und sich dafür zu interessieren was sie bewegt und was sie
spielen... - vielleicht gibt Ihnen
dieser Artikel ja einen Hinweis... |