Wichtig: Hier kommen recherchierte Medienbelege
für die unglaubwürdigen Aussagen des Erfurter Lehrers Heise Wer
hatte und wo war der Schlüssel zu Raum 110 (in dem der tote Robert S.
gefunden wurde)? [Anmerkung: Im Folgenden sind Passagen in eckigen Klammern
meine Kommentare.] Nirgendwo fand ich in den Medien diesen skandalösen
Widerspruch aufgegriffen. Auch keiner meiner Mailempfänger von gestern
ging auch nur mit einer Silbe darauf ein. Also nochmal: Der offenkundige
Widerspruch bezüglich des Schlüssels folgte aus mindestens zwei
Sendungen des Fernsehsenders n-tv am Nachmittag des 28.04.02. Heise
(sinngemäß): "Ich gab dann den Schlüssel dem Polizisten".
Unmittelbar zuvor sagte er in einem auf n-tv (am 28.04.02, diese Passage sah
ich ziemlich genau um 18:20 Uhr) zu sehenden TV-Interview, ziemlich lange
nachdem er Robert eingesperrt, den Raum abgesperrt und den Schlüssel
abgezogen habe, als ihn dann endlich ein Polizist aufgesucht und gefragt habe
"Wo ist er?", habe er gesagt "In Raum 110 - ich habe den Schlüssel" (und
überreichte ihn dann). Der Erfurter Polizeichef Grube sagte hingegen
(sinngemäß): "Der Raum 110 musste nicht aufgebrochen werden. Der
Schlüssel steckte ja von außen. Man musste nur aufschließen."
(gesagt vor DUTZENDEN Journalisten am 28.04.02 ab 14:00 Uhr in Erfurt.) Es
kann logischerweise nur eine Version wahr sein! (Oder aber jemand hat sich
zwischenzeitlich mit einem zweiten Schlüssel an dem Raum zu schaffen
gemacht.) Das ist keine Korinthenkakerei, das ist vielmehr extrem wichtig
für die kriminalistische Aufklärung dieses Verbrechens!
Welche Version des Geschichtslehrers Heise zu der Begegnung mit Robert
S. darf´s denn sein? Es gibt mindestens zwei völlig
unterschiedliche! Es gab (mindestens) zwei Interviews mit Heise auf n-tv zu
sehen. Eines am Samstag (27.04.02) [Version A], ein anderes am Sonntag
(28.04.02 - Uhrzeit diesmal gegen 15:30 h) [Version B]. Er schilderte in
beiden auf n-tv gezeigten Interviews ruhig dasitzend und und mit Bedacht und
Überlegung seine Worte wählend gegenüber Journalisten einen
jeweils deutlich anderen Ablauf der Geschehnisse. Was ich gestern in meinen
Mails noch nicht erwähnte: Polizeichef Grube hatte in der Pressekonferenz
vom Sonntag (ab 14 Uhr) ungewöhnlich umständlich und nach den
richtigen Worten ringend zum Ausdruck gebracht, dass er gegenüber den
Journalisten NICHT zum Ausdruck bringen wolle, dass für ihn schon fest
stünde, ob/dass alles was Heise erzählt habe, auch tatsächlich
so gewesen sein müsse. Tja, unsere glorreichen Medien sind da nicht so
umständlich und zimperlich! Sie feiern längst kräftig
Deutschlands neuesten Helden, der selbstverständlich nun auch gleich das
Bundesverdienstkreuz bekommen soll. Wenigstens EIN Medium habe ich
gefunden, dass auf die Ungereimtheiten bzw. Widersprüchlichkeiten der
diversen Schilderungen Heises zumindest andeutungsweise hinweist: Das
Online-Medium "Netzzeitung". In den Online-Ausgaben von SPIEGEL und
SÜDDEUTSCHER ZEITUNG, die wohl unstrittig zu den führenden
meinungsbildenden Medien dieses Landes gezählt werden dürfen bzw.
müssen, herrscht diesbezüglich totale Fehlanzeige. Dieses mediale
Versagen einer für demokratische Verhältnisse wichtigen Institution
("Vierte Gewalt") ist überaus bedrückend. Quelle:
http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=2&item=187761 Lehrer
beendete Amoklauf 27. Apr 2002 15:54, ergänzt 28. Apr 2002 18:36
Der Geschichtslehrer Rainer Heise hat verhindert, dass in Erfurt noch mehr
Menschen sterben mussten. Er stellte sich dem Amokläufer entgegen, redete
mit ihm und sperrte ihn dann ein. Dass bei dem Amoklauf in Erfurt nicht
noch mehr Menschen starben, ist dem mutigen Auftreten eines Lehres am
Gutenberg-Gymnasium zu verdanken. Der Geschichtslehrer Rainer Heise stoppte den
Amokläufer und sperrte ihn in einen Materialraum [Was ist das für ein
Raum? Wie groß und wie mit Materialien vollgestellt bzw. vollgehangen
z.B. mit Landkarten? Falls das womöglich ein total zugestellter und/oder
fensterloser Raum war, wäre Robert sicher nicht so einfach
hineingetrottet, wie Version B behauptet] der Schule. Der 60-jährige
Pädagoge begegnete dem 19-jährigen Täter nach eigenen Angaben
auf dem Schulflur und stellte ihn zur Rede. Er habe dem Schüler gesagt:
«Du kannst mich erschießen, aber sieh mir dabei in die
Augen!» Robert S. habe daraufhin geantwortet: «Nein Herr Heise,
für heute reicht's.« [Dies oben gehört zu Version A. In Version
B kommt weder die mutige Aufforderung noch die Antwort zur Sprache vor! In
Version B nickt der Täter nur kurz und schweigt ansonsten!] Der
enttarnte Schüler, der zuvor bereits 16 Menschen erschossen hatte, sei
dann bereit gewesen, über seine Tat zu reden und habe die Pistole
weggelegt. [Das war gerade Teil von Version B. Aber es fehlt in der Netzzeitung
leider der äußerst wichtige Hinweis, dass Heise in Interviewversion
B unmittelbar darauf Robert aufgefordert haben will, die Waffe mitzunehmen, was
dieser auch machte - kaum zu glauben, was? - bevor dieser in Richtung Raum 110
trottete und hineingeschubst wurde!] Daraufhin schubste Heise den
19-Jährigen in den Raum 110 und schloss ab. In diesem Zimmer erschoss sich
Robert S. selbst, noch bevor die Polizei zu ihm vordringen konnte.
«Die krieg ich och noch» Verschiedene Medien brachten
inzwischen teilweise unterschiedliche Berichte über den Einsatz des
Geschichtslehrers. [ein Hoch auf die Netzzeitung für diesen Satz!] Der
«Bild am Sonntag» schilderte der Lehrer den genauen Verlauf der
Ereignisse am Freitagvormittag [Häh? Wie das? Das soll ja wohl
heißen Samstagvormittag, oder?] so: Als die ersten Schüsse fielen
unterrichtete er Kunst in einer 6. Klasse. Er habe zunächst gedacht, es
seien Stühle umgeworfen worden. Deswegen sei er auf den Gang gelaufen.
Dort seien ihm Schüler entgegen gekommen und hätten geschrieen
«es stinkt». Er habe zunächst an einen Unfall im
Chemieunterricht gedacht. Dann habe ein Schüler gerufen: «Da oben
liegt einer». Plötzlich habe der Täter neben ihm gestanden, der
Lehrer hörte die Worte «die krieg ich och noch». [das
gehört zu Version B: Leider nennt die Netzzeitung hier nicht den
örtlichen Bezug, nämlich das dies auf dem Schulhof war oder quasi im
Türrahmen zum Schulhof] Robert S. sei «wie ein
Ninja-Kämpfer» gekleidet gewesen und habe eine Pistole in der Hand
gehabt. Mit der habe er in die Luft geschossen. Dann habe er geschrieen
«verdammte Scheiße, ich muss nachladen» [Version B. Man
beachte, dass jemand der supercool und wie ein absoluter Profikiller 14
Erwachsene gezielt getötet haben soll, so unprofessionell gewesen sein
soll, so gestresst zu fluchen!] und Patronen aus der Hosentasche geholt.
Der Lehrer rannte daraufhin ins Sekretariat, um Hilfe zu holen. Kurz darauf
sei er zu dem Täter zurückgekehrt. [Hier irrt die Netzzeitung oder
aber Heise hat sogar eine dritte Variante erzählt! Er ist nicht zum
Täter zurückgekehrt! Gemäß dem auf n-tv zu sehenden
Interview B ist er nicht zurückgekehrt, sondern habe sich zunächst in
ein Klassenzimmer im ersten Stock eingeschlossen. Weil er ein schlurfendes
Geräusch ghört habe, dass vom Hinterherziehen des Schulranzens eines
kleinen Schülers hätte stammen können, um denn er sich gesorgt
hätte, habe er dann aufgesperrt und ganz vorsichtig einen Spalt
geöffnet. Nichts zu sehen! Dann habe er etwas weiter geöffnet - und
da stand der schwarz maskierte Mann mit gezogener Waffe vor ihm - Heise selbst
sei sehr erschrocken! Man beachte: Dieser entscheidende Kontakt muss also
zwischen Tür und Angel sowie sofort frontal gewesen sein. In Version A
hatte er behauptet, er habe auf dem Schulflur gestanden und schräg hinter
sich jemanden bemerkt, den er - weil er dachte es sei ein noch nicht
geflüchteter Schüler - zum Wegrennen aufforderte, ehe er sich dann
nach ihm UMDREHTE und einem schwarz maskierten Mann gegenüber stand.
Weiter oben schreibt die Netzzeitung gemäß Version A, Heise sei dem
Täter "auf dem Flur "begegnet".] Bei dieser zweiten Begegnung habe er ihn
dann eingesperrt. Heise identifizierte den Täter Später war
es Heise, der den Amokläufer identifizierte. [Ich halte es für
zumindest ungewöhnlich, dass ausgerechnet wieder Heise und nur Heise
zwecks Identifizierung zusammen mit Polizisten in dem Raum war] Er sei
gemeinsam mit der Polizei in den Raum gegangen, wo er den Schüler
eingesperrt hatte. Robert sei in einer Blutlache gelegen, doch der Kopf sei
nicht zerstört gewesen, sagte der Lehrer. Dass er nun von vielen als
Held gefeiert werde, verstehe er nicht. Er selbst sehe sich nicht als Held,
sagte er verschiedenen Fernsehsendern. Thüringens Kultusminister
Michael Krapp (CDU) kündigte am Sonntag an, man werde »auf den
Kollegen zugehen und seinen Einsatz entsprechend zu würdigen
wissen«.(nz)
Der nächste Artikel stammt von SPIEGEL ONLINE:
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,194047,00.html (... )
"Als Heise die Tür einen Spalt öffnete, stand der schwarz gekleidete
Mann direkt vor ihm. Gerade hatte er seine Maske abgezogen, und Heise erkannte
ihn als seinen ehemaligen Schüler Robert. Mit schweißnassem Gesicht
sah der Killer den Lehrer an und richtete die Waffe auf ihn. "Ich sah in den
Lauf der Pistole und fragte ihn, ob er das alles getan habe", erzählt
Heise. [Das ist ziemlich exakt nacherzählt die Version B, bis auf das
nicht allzu wichtige zweistufige Öffnen der Tür durch Heise. Man
beachte: Keinerlei Aufforderung an Robert, ihn - Heise - zu erschießen
aber dabei in die Augen zu sehen! Dieses Kernelement von Version A kommt in
Heises Version B schlichtweg nicht vor!] Robert Steinhäuser habe nur
leicht genickt, aber nichts gesagt. [Genau! Robert hat NICHTS gesagt. In
Version A habe er in dieser Situatio hingegen sehr wohl etwas gesagt,
nämlich es reiche für heute, wahlweise auch - wie ich unten zeigen
werde - er habe keine Lust mehr!] Für Angst habe er gar keine Zeit gehabt,
sagt Heise. "Ich habe die Tür ein Stückchen weiter geöffnet und
Robert angesehen, er war völlig fertig mit den Nerven und sah mich starr
an." Heise sagte: "Du kannst jetzt nicht einfach gehen, wir müssen
darüber reden." Doch Robert antwortete nicht, legte aber die Hand mit der
Waffe auf einen Sims. [Bisher hat SPIEGEL ONLINE journalistisch recht korrekt
die Version B wiedergegeben. Doch nun wird es beinahe skandalös! Es wird
nämlich verschwiegen, dass Heise nach eigener Inview-B-Schilderung an
dieser Stelle zu Robert gesagt haben will, er solle seine Waffe aber schon
mitnehmen! Dieses Waffenwiederaufnehmen habe Robert dann auch gemacht und sei
in bzw. in Richtung Raum 110 gegangen. Das ist ein skurriles und wichtiges
Detail. Heise forderte also angeblich Robert, von dem er doch zuvor sah wie er
Kinder bedrohte und beschoss (und der inzwischen der Nation als 16-facher
Mörder gilt) auf, seine Waffe wieder in die Hand zu nehmen. Hatte er keine
Angst, dass dieser wieder Losballern könnte? Das ist kaum glaubhaft!
Verschweigt es SPIEGEL ONLINE und auch andere Medien deswegen? Übrigens:
Robert MUSS ja eine Handfeuerwaffe bei sich gehabt haben, wenn man denn
später glaubhaft machen will, er habe sich eben damit selbst gerichtet. Da
DARF er sie an dieser Stelle der Ablaufschilderung natürlich nicht
liegengelassen haben.] In diesem Moment, sagt Heise, habe sein Verstand
wieder eingesetzt. Mit einem leichten Schubs drückte er Steinhäuser
nach hinten in den Materialraum mit der Nummer 110, schlug die Tür zu und
schloss von außen ab [und abgezogen muss er den Schlüssel auch
haben, denn schließlich händigte er viel später eben diesen
Schlüssel nach eigener Aussage einem Polizisten aus]. "Ich habe gar nicht
nachgedacht, ob er auf mich hätte schießen können. Ich rannte
sofort nach unten ins Sekretariat und schloss mich dort ein. Bis zum Ende der
ganzen Aktion habe ich mich von dort nicht wegbewegt." (...) Jetzt kommt
ein Artikel der Süddeutschen Zeitung Online: Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=/deutschland/politik/42 498/ (von
der SZ ins Web gestellt am/um 27.04.2002 19:15 Amoklauf in Erfurt
Erschieß mich doch Ein mutiger Lehrer hat eine
größere Katastrophe verhindert. Der Pädagoge riss dem
Amokläufer die Maske vom Kopf, [Verstehen Sie das? Einführendes
deutsches Medium erzählt eine ganz neue Variante! Jetzt hat also Heise dem
mutmaßlichen Täter die Maske vom Kopf gerissen! Was es nicht alles
gibt! Woher hat die SZ diese "Wahrheit"? Von Heise? Oder doch frei erfunden?]
stieß den Täter in einen Klassenraum und verschloss die Tür.
(...) Der Geschichtslehrer Rainer H. war auf S. zugegangen und hatte ihm
die Maske mit den Sehschlitzen heruntergerissen. Er sagte zu ihm: Robert,
es hat keinen Sinn mehr - aber erschieß mich doch. Der enttarnte
Amokläufer habe geantwortet: Ich habe keine Lust mehr. [Ist
dieser zitierte Satz nun Version C von Heise oder schert sich die SZ einen
Dreck um journalistische Genauigkeit? In Interviewversion A zitierte Heise
Robert jedenfalls so, dass dieser gesagt haben soll, nein, für heute
reiche es, Herr Heise!] (...) Ein Schüler der zwölften Klasse des
Gutenberg-Gymnasiums sagte, er habe aus dem Fenster beobachtet, wie S. eine
Lehrerin verfolgte: Sie rannte zu ihrem Auto und stolperte und er schoss
ihr ins Bein. Dann lief er zu ihr, schoss ihr drei Mal mit seiner Pistole in
den Kopf und rannte in die Schule zurück. [Dies ist extrem wichtig!
Man stelle sich vor: Dieser laut Polizei EINZELNE Super-Killer tötete
nicht nur, indem er wie ein Übermensch im Schulgebäude hoch, runter,
wieder hoch usw. rannte und so nebenbei 15 Menschen tötete, nein, dieser
glaubhaften Schüleraussage zufolge rannte (EINER DER) der Täter
außerhalb des Gebäudes einer weiteren Lehrerin hinterher und
tötete sie. In dem gleich folgenden SPIEGEL ONLINE-Artikel fehlt trotz
"bemühter" Laufsequenzschilderung dieser Passus völlig!]
Doch
hier zuerst noch etwas für die Einschätzung der schlüssigen
Berichterstattung und Kompetenz der Süddeutschen Zeitung (Online) wahrlich
Erhellendes! Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=/deutschland/politik/42
525&datei=index.php (...) Für heute reicht´s, Herr Heise
(...) Das Spiel war für Robert Steinhäuser das Leben geworden am
vergangenen Freitag, und der letzte, der den Schüler hat sprechen
hören, war sein Geschichtslehrer Heise, der sich ihm in den Weg stellte:
Erschieß mich doch, rief der Lehrer. Da sagte der Junge, 16- facher
Mörder bereits, verstörend gefasst: Für heute reichts,
Herr Heise. Wie einer, der den Computer abstellt. (...) [Ja was denn nun, liebe
SZ? "Ich habe keine Lust mehr" oder "Für heute reicht´s, Herr
Heise"? Schon mal was von journalistischem Berufsethos und Genauigkeit im
Arbeiten gehört?]
Hier der oben angekündigte Artikel mit der
wundersamen Laufleistung, aber ohne die Parkplatz-/Auto-Hinrichtungsschilderung
des Zwölftklasslers! Quelle:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,193977,00.html &quo t;Zwei Tage
nach dem Amoklauf in Erfurt hat die Polizei eine erste Rekonstruktion der Tat.
Mittlerweile ist klar, dass Robert Steinhäuser nur die Lehrer seiner
Ex-Schule töten wollte. Die beiden getöteten Schüler waren dem
Täter offenbar nur zum Opfer gefallen, da sie sie sich in einem
Klassenraum versteckt hatten und er durch die geschlossene Tür schoss.
[Was übrigens neben dem unheimlich hohen Ratios "Getötete zu
Verletzte" ein weiterer bedrückender Beleg für die
Profi-Killer-Fähigkeiten zumindest eines Täters ist. Kein Kind wurde
laut Polizei gezielt erschossen! Aber flucht denn ein solcher Voll-Profi des
Mordens wegen Waffennachladens und ruft er drohend und zugleich auf sie
schießend Kindern auf dem Schulhof hinterher "Euch erwische ich auch
noch!" ? Nun, laut Heises Version B tat er dies schon! Ist aber nicht stimmig.]
Mit Dutzenden von Ermittlern versucht die Polizei seit dem Ende des
Amoklaufs den genauen Tathergang zu rekonstruieren. Auch nach der
ausführlichen Tatortbesichtigung und zwei Tagen mit Zeugenbefragungen ist
der genaue Ablauf aber noch immer nicht vollkommen klar. Vor allem die
Tatsache, dass mehrere Schüler von einem zweiten Täter sprachen,
verwirrte die die Fahnder zu Beginn der Rekonstruktion. Nach diesen Aussagen
soll ein Schütze im Gebäude von oben nach unten gegangen sein und der
andere in umgekehrter Richtung. Mittlerweile schließt die Polizei jedoch
aus, dass es einen zweiten Täter gab." [Leider gibt es keinerlei plausible
Erklärung der Polizei für diese atemberaubende Einzeltäter
Schlussfolgerung der Polizei, die so nebenbei implizit etliche Augenzeugen zu
irgendetwas zwischen Lügnern, Phantasten und Wichtigtuern stempelt!] (...)
"Die Polizei geht davon aus, dass sich die Tat folgendermaßen
abespielt hat: Nachdem Robert Steinhäuser aus der Herrentoilette gekommen
war, bewegte er sich schnell zum Sekretariat der Schule, wo er die
stellvertretende Schulleiterin an ihrem Schreibtisch und eine Sekretärin
im Nebenraum erschoss. Anschließend hechtete er in den ersten Stock, riss
den ersten Klassenraum auf der rechten Flurseite auf. Mit gezielten
Schüssen streckte er den Lehrer Peter W. nieder und verschwand sofort in
den zweiten Stock, wo er nacheinander drei Lehrerinnen in den
Klassenräumen erschoss." (...) "Anschließend rannte er die
Seitentreppe hinauf in den dritten Stock und feuerte sofort auf die Lehrer, die
er sah. Drei tote Lehrerinnen fand die Polizei auf diesem Stockwerk." (...)
"Nachdem der 19-Jährige die drei Lehrerinnen im dritten Stock getötet
hatte, stürmte er zurück ins Erdgeschoss und erschoss eine weitere
Lehrerin am Ende des Flurs. Wenig später richtete er seine Waffe im ersten
Stock auf drei weitere Lehrer, darunter den Biologielehrer, dem er bereits bei
einer Klassenfahrt 1999 gedroht hatte, und rannte zurück in die erste
Etage [ist 1. Stock ungleich 1. Etage?]. Als er von der Treppe aus die beiden
eintreffenden Polizisten entdeckte, feuerte auf sie." (...) [Kann es sein, dass
die Leute, die uns diese Story weismachen wollen, zu viele Superman-Comics
gelesen haben? Verzeihen Sie meinen Zynismus, aber wahrlich sportlich, dieser
angebliche Einzeltäter! Und dazu kommt ja noch das Hinterherrennen zum
Auto einer Lehrerin und zurück, welches die Polizei und SPIEGEL ONLINE
wohl irgendwie vergessen haben! Oder will man den oben erwähnten Zeugen
aus der 12. Klasse etwa als unglaubwürdigen Lügner hinstellen?]
Da wirkt es fast schon nebensächlich, dass die Polizei EINEN Tag
brauchte, um bis 17 zu zählen: Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=deutschland/politik/424 89
27.04.2002 13:22 "Blutbad in Erfurt Polizei korrigiert Zahl der
Toten auf 17 Der 19-jährige Amokläufer Robert S. hatte beide
Tatwaffen legal erworben. Er war Mitglied in einem Schützenverein. Die
Polizei hält es weiterhin für möglich, dass es einen Komplizen
gibt. In einer Schultoilette wurden 500 Schuss Munition gefunden.
Der
Erfurter Polizeichef Rainer Grube sagte, mehrere Schüler des
Gutenberg-Gymnasiums hätten einen zweiten Täter gesehen und einen
parallel verlaufenden Schusswechsel gehört." (...) "Die Polizei hat am
Samstag die Zahl der Toten auf 17 korrigiert. Außer dem Täter, einem
Polizisten und zwei Schülern seien 13 Lehrer ums Leben gekommen, sagte ein
Polizeisprecher. Bisher war die Zahl der toten Schulangestellten mit 14
angegeben worden. Die Polizei begründete dies mit einem
Übermittlungsfehler [Ach so, ja dann, das kann ja mal vorkommen, nicht
wahr. Ist ja nicht schlimm, oder?] zwischen Sondereinsatzkommando und
Ärzten in der Schule sowie den Polizisten vor dem Gebäude. Auch
bei den zwei toten Schülern korrigierte die Polizei ihre früheren
Angaben. Es handele sich um ein 14-jähriges Mädchen und einen
15-jährigen Jungen." [Es könnte sich allerdings auch die Frage
aufdrängen: Gab es doch 18 Tote und die Identität des 18. sollte
besser nicht publik werden, weil sonst die bisherige, ohnehin schon
haarsträubende Darstellung der Abläufe vollends unhaltbar
würde?] Um zum Schluss zu kommen: Dass ausgerechnet an diesem
düsteren Tag eine Bundestagsabstimmung ausgerechnet zur massiven
Verschärfung des Waffengesetzes stattfand (die wohl noch im Bundesrat
bestätigt werden muss und nun sicherlich auch wird), ist schon ein
reichlich merkwürdiger Zufall. Ob Robert selbst eine Homepage
eingerichtet hatte, ist wohl unklar. Dass die letzte Version gefälscht
war, ist völlig unstrittig. Ob es aber eine anders gestaltete erste und
zugleich vorletzte Version gab, wäre von höchstem Interesse! Der
Inhalt einer etwaigen ersten/vorletzten Homepage-Version ist sehr wichtig, auch
und gerade wenn diese AUCH NICHT von Robert selbst kreiert worden wäre.
Denn: Falls jemand Robert als 16-fachen Mörder (und dann
Selbstmörder) erscheinen lassen will, obwohl Robert wahrscheinlich nicht
als einziger schwarz verkleidet war bzw. so unglaublich exakt geschossen hat,
dann hat entweder dieser andere und Haupt-Täter oder aber
Hintermänner (dann wäre es ein hochkomplex angelegter Terroranschlag,
womöglich um diesen Staat einzuschüchtern oder zu etwas zu erpressen)
diese ursprüngliche Fake-Homepage kreiert, um den Verdacht auf Robert und
allein auf Robert zu lenken. Sie fragen sich vielleicht, wie ein (weiterer
und hauptsächliche) Täter entflohen sein sollte. Nun, ein Profikiller
dieses Kalibers würde wissen, dass früher oder später
SEK-Polizisten in entsprechender (Tarn-)Montur BEI, AN und IN der Schule
auftauchen würden. Ein solches Outfit - zuvor in der Schule deponiert -
könnte er als weitere Volltarnung angelegt haben. Ein Entweichen
während dann die SEK-ler unterwegs waren und während der überall
gegebenen Unruhe und Panik wäre vergleichsweise leicht. Dass unsere
Medien zu den Ungereimtheiten schweigen statt sie zu thematisieren, ist sehr
vielsagend. Sie versagen komplett oder sie machen sich bei einer unglaublichen
Vertuschungsaktion der tatsächlichen Abläufe mitschuldig. In
Wirklichkeit erscheint doch die Theorie der Polizei vom Einzeltäter Robert
durch oben ausführlich dargelegte Widersprüchlichkeiten wie eine
Verschwörungstheorie. Dies nur an all jene, die allzu gerne und
leichtfertig-bequem das Totschlagargument "Verschwörungstheorie" in den
Mund nehmen. Dass eine Debatte über Gewalt in den Medien und in der
Gesellschaft allgemein sowie über die Qualität bzw. Defizite des
Erziehungs- und Schulsystems längst überfällig war und nun
hoffentlich zu sinnvollen Konsequenzen führt, ist unstrittig und soll
selbstverständlich durch obige Ausführungen in keiner Weise
bezweifelt werden.
Zitat einer Schülerin und Augenzeugin in der
Süddeutschen Zeitung vom 27./28.04.02 auf Seite 3: "Das war der
reinste Terror", sagt ein Mädchen leise, das die Hand seiner Mutter
hält. "Die sind einfach in die Klasse gekommen und haben die Lehrer
abgeknallt."
Ob sie denn denn den oder die Täter erkannt habe, will
ein Reporter wissen. Nee, die waren maskiert, flüstert sie.
Zitat Ende. DIE SIND GEKOMMEN DIE HABEN ABGEKNALLT DIE
WAREN MASKIERT: Diese Worte sind bislang der eindrücklichste
Augenzeugen-Beleg dafür, dass der Bevölkerung bezüglich der
Abläufe in Erfurt etwas vorgegaukelt wird. Die Polizei behauptet ja
nach wie vor das glatte Gegenteil, indem sie behauptet, es sei mit Sicherheit
der Einzeltäter Robert S. gewesen. Zudem ist Außenminister
Fischer SOFORT nachdem er in Erfurt zur Bekundung seiner Trauer gereist war, in
die USA geflogen. Und was macht er dort? Er berät mit Präsident
Bush das gemeinsam abgestimmte Vorgehen gegen den Irak. In der Summe
lässt dies leider mein für denkbar gehaltenes Worst-Case-Szenario
(Erpressung des Staates durch geheimdienstlichen Terror) erheblich weniger
abwegig erscheinen. Finden Sie nicht auch?
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