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18.07.2002 Rainer Rupp Junge Welt
Watschen für US-Präsidenten
Bushs Pläne stoßen im »Nahost-Quartett« auf wenig Zustimmung. Powell rudert zurück
 
Der US-Präsident hat mit seinen Nahost-Plänen kein Glück. Diesen Eindruck vermitteln zumindest jüngste Ereignisse in New York. Beim Treffen des sogenannten Nahost-Quartetts in New York Anfang der Woche sah sich US-Außenminister Colin Powell genötigt, an der von seinem Chef kürzlich lauthals propagierten neuen Palästina-Strategie erste Kurskorrekturen anzudeuten. In den »Quartett-Gesprächen« wollten Vertreter von UNO, EU und Rußlands von der von Washington gepredigten einseitigen Schuldzuweisung an die Palästinenser und von der geforderten Ausgrenzung Yassir Arafats nichts wissen.

Sogar UN-Generalsekretär Kofi Annan zeigte sich gegenüber den von Bush vorgegeben Richtlinien erstaunlich resistent und erklärte, daß Palästinenserpräsident Arafat für die Vereinten Nationen auch weiterhin der offizielle Ansprechpartner auf palästinensischer Seite bleiben wird. Da auch Rußland und die EU diese Position unterstützten, sah sich Powell schließlich gezwungen, von der US-Position abzurücken, indem er erklärte, daß man sich Arafat in einem zukünftigen Palästinenserstaat durchaus in einer »präsidentenähnlichen« Position vorstellen könnte. Allerdings dürfe er nie wieder über politische Macht verfügen.

Die Differenzen betreffen jedoch nicht nur Arafat. Hatte Powell vor dem Treffen noch die amerikanischen Verbündeten dringend aufgefordert, jegliche Hilfeleistungen für die Palästinabehörde einzustellen, erklärte das Quartett anschließend bei der Pressekonferenz, man sei übereingekommen, daß eine Arbeitsgruppe bis spätestens Anfang September über weitere Wirtschaftshilfe für die Palästinenser beraten wird. Zum Leidwesen der Amerikaner und Israelis haben sich die anderen »Quartett-Spieler« einen Teil des Bush-Plans für Palästina zu eigen gemacht. Dabei handelt es sich ausgerechnet um jenen Teil, in dem Bush die Schaffung eines unabhängigen Staates Palästina innerhalb von drei Jahren als eine vage »Vision« in den Raum stellt, die er an viele, sehr dehnbare Bedingungen geknüpft hatte.

Diesen Teil des Bush-Plans zur Schaffung eines unabhängigen Staates Palästina innerhalb von drei Jahren verfolgen die übrigen drei des Quartetts nun mit Nachdruck und wollen ihn bereits in Kürze mit Washington in einem verbindlichen diplomatischen Arbeitsplan festklopfen. Im Gegensatz zu den Vorgaben des US-Präsidenten, in denen »Fortschritte bei der Sicherheit« isoliert an erster Stelle stehen, bestehen die anderen Gesprächspartner auf gleichzeitigen sozialen und politischen Fortschritten in Palästina.

Die später zu dem »Quartett« hinzugezogenen Außenminister Jordaniens und Ägyptens machten in diesem Zusammenhang deutlich, daß nicht nur für die Palästinenser, sondern auch für die Israelis eine politische »Meßlatte« festgelegt werden müßte, mit deren Hilfe überprüft werden könnte, ob auch die israelische Regierung ihre Verpflichtungen erfüllt. »Sonst reden wir nämlich nur über Visionen, anstatt diese in einen Arbeitsplan umzusetzen«, sagte der jordanische Minister Marwan al-Muascher offensichtlich mit einem Seitenhieb auf den Bush-Plan.

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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.