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| 17.07.2002 |
N. Janardhan, Dubai (IPS) |
Junge
Welt |
| Arabische Medien gehen in die Offensive |
| Saudi-Arabien will Nachrichtensender für
Europa und Nordamerika aufbauen |
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Im Nahen Osten gibt es konkrete Pläne, der
arabischen Stimme in den internationalen Medien im Westen mehr Gehör zu
verschaffen. Saudi-Arabien hat die baldige Etablierung des Satellitensenders
»Arab Television« (ATV) in London angekündigt. Von der
britischen Hauptstadt aus soll das 160-Millionen-Dollar-Projekt gängige
westliche Vorstellungen von den Arabern und vom Islam korrigieren.
Anders als der von Katar aus arbeitende TV-Sender »Al
Dschasira«, der ausschließlich in Arabisch für die arabische
Welt sendet, wird ATV sein Programm in englischer Sprache ausstrahlen und sich
an Zuschauer in Europa und Nordamerika richten.
Ähnliche
Pläne hatte die Arabische Liga bei einem Ministertreffen im Juni
bekanntgegeben. Überdies hat der Golf-Kooperationsrat (GCC) die
Ausstrahlung englischer, spanischer und französischer Programme über
Satellit angekündigt. »Wir brauchen ein Medium, das Menschen
erreicht, die in den Arabern die Bösen sehen und dem Islam die
Unterstützung von Terror vorwerfen«, heißt es in einer
Erklärung des GCC. Die arabischen Länder müßten lernen,
ihre eigenen Botschaften in der Welt besser zu verbreiten, forderte der
Vorsitzende des libanesischen Fernsehsenders »Al Manad«, Naif
Kraim.In der Golfregion sieht man in der weitgehenden Unkenntnis des Islam und
der arabischen Sprache sowie im Druck einflußreicher pro-israelischer
Gruppen wesentliche Ursachen für die einseitige Berichterstattung vor
allem in US-amerikanischen Medien. »Im Westen hat kaum jemand
darüber berichtet, daß in den muslimischen Ländern zahlreiche
Religionsführer bin Laden als anti-muslimischen Terroristen verurteilt
haben«, kritisierte zum Beispiel unlängst die für das Fernsehen
in Dubai arbeitende Journalistin Shadia Nuiami in einem Interview. |
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