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The WTC Conspiracy L
"Die gestohlene Wahl; Druck
auf Journalisten und FBI die Untersuchung der Bin Ladin Familie einzustellen;
Pipeline Verhandlungen mit den Taliban bis Juli 2001, zugegebene 43 Millionen
Dollar Bestechung; geheime Energie-Meetings; 2,1 Billionen Dollar aus dem
Pentagon-Etat werden vermisst - (Rumsfeld erklärt deshalb am 10. September
2001 intern "Krieg" ) - Bush wünscht er wäre ein Diktator; er
verweigert die Freigabe von Reagan-Akten, Bush im August in Ferien,
während Ashcroft keine öffentlichen Fluglinien mehr benutzt;
FBI-Anfragen zur Verfolgung Verdächtiger werden von oben gestoppt, die
gerühmten Geheimdienste CIA und NSA sind einfach desertiert; nicht einmal,
sondern zweimal behauptet Bush, dass er das erste Flugzeug in das WTC fliegen
sah (NIEMAND sonst sah es live, der französische Kameramann, der es filmte
veröffentlichte es erst später); Bush hört Kindermärchen an
und fliegt in ein Versteck, stellt sicher, dass die offizielle Story und die
gelegten Beweise (Koran in StripClubs, Testamente in Koffern, Autos voll mit
"Beweisen") ins öffentliche Bewusstsein dringen, erklärt den Krieg
ohne Zustimmung des Kongresses, versucht, Demokraten in
Schlüsselpositionen mit in USA hergestelltem Anthrax ausschalten zu
lassen; lässt Donald Rumsfeld implizit behaupten, dass die
Öffentlichkeit belogen wird; stets passende Videos und Statements des
CIA-Aktivisten Bin Ladin; Bush und Cheney nehmen Tom Daschle in die Zange und
pressen ihn dazu, nicht näher zu untersuchen, was am und nach dem 11.9.
wirklich geschah; Verbindungen der republikanischen Partei zu Hamas und anderen
islamischen Fundamentalisten über ihren Mitarbeiter Grover Norquist und
den Safa Trust; Promotion des Heiligen Kriegs zwischen Moslems und Juden im
Mittleren Osten (gut für Papa Bushs Carlyle Group), US-installierte
Diktatoren belohnen die Familien von Selbstmordbombern; permanente offenkundige
Propaganda der Medien-Huren, Drohungen gegen Widersprechende, die fragen, was
Bush wusste und wann....
Oh heiliger Jesus, Du musst schon hirntot sein oder
ein Komplize, um etwas anderes zu glauben, als dass dies der amerikanische
Reichtagsbrand ist und seine Folgen die Tarnung, die von faschistischen
Theokraten - dem militärisch- industriellen Komplex und rechtsgerichteten
Ölbaronen - benutzt wird, um ein neues Amerika zu schaffen."
So lautete vor einigen Tagen das Editorial der
kanadischen Webseite
Print Think - und da mir diese Suada wie Butter runterging,
fragte ich mich, ob ich vielleicht doch langsam ein bisschen gaga geworden bin
in diesem konspirologischen Realitätstunnel. Denn was passiert, wenn man
zu jeder der obigen Behauptungen ein paar Minuten googelt? Die Liste wird nicht
etwa entkräftet, sondern belegt, bestätigt, ergänzt, d.h. es
kommt noch viel dicker: der Anthrax-Täter, von dem die
New York Times noch als "Mr. Z" redet, ist mit großer
Wahrscheinlichkeit als Dr. Steve Hatfill identifiziert. Nur eine Handvoll
Personen hatten Zugang zu dem im US-Militär-Labor Fort Detrick
gezüchteten Bakterienstamm. Der Biowaffen-Experte, der vor seinem dortigen
Job u.a. für die rhodesischen und südafrikanischen
Apartheid-Regierungen arbeitete, wird aber nicht verfolgt.
Generalstaatsanwalt Ashcroft gibt
Anweisung an Bibliotheken, Lesegewohnheiten des Publikums
zu registrieren und weiterzumelden. Das Pentagon lässt testen, wie Drogen
in der
psychopharmakologische Kriegsführung eingesetzt werden
können. Die neue Stasibehörde für "Homeland Security"
soll nach
dem Willen Bushs vom "Freedom of Information Act" ebenso
ausgenommen sein wie vom "Whistleblower Protection Act",
d.h. keinerlei öffentliche Rechtfertigung für ihre Aktivitäten,
kein Schutz für Mitarbeiter, die Missstände melden.
"Einschneidende
Sicherheitsmaßnahmen. Universelle elektronische Überwachung. Keine
flexiblen Gesetze, strikte Gesetze. Totale Aufhebung des Postgeheimnisses.
Abnahme von Fingerabdrücken, Fotografieren, Bluttest und Urinanalyse
ausnahmslos von jeder arretierten Person, noch bevor ihr ein Vergehen zur Last
gelegt werden kann. Gesetze, die ein Sich-Widersetzen gegen gesetzlose
Festnahme gesetzlos machen. Gesetze, die als Grundlage für die Errichtung
von Straflagern für potentiell Subversive dienen. Waffenkontrollgesetze.
Reisebeschränkungen. Weißt du, Politmorde schaffen im
öffentlichen Bewusstsein das Bedürfnis nach solchen Gesetzen.
(...) Beim derzeitigen Stand werden die Illuminaten das amerikanische Volk
innerhalb der nächsten paar Jahre unter eine strengere Aufsicht stellen,
als es Hitler mit den Deutschen machte. Und das Schönste daran ist noch,
dass die Mehrzahl der Amerikaner durch die von Illuminaten gedeckten
Terroranschläge so weit in Angst versetzt sein werden, dass sie darum
betteln werden, kontrolliert zu werden, wie der Masochist nach der Peitsche
wimmert." |
Das Zitat, das mir ein freundlicher Leser
zuschickte, stammt aus dem Jahr 1971, als Robert Shea und Robert Anton Wilson
ihren Roman fertigstellten. (Robert Shea/ Robert Anton Wilson: Illuminatus -
Das Auge in der Pyramide (1975), 23.Auflage, September 2001, S 261 f). Als wir
uns 1999 zu einem
Interview trafen, erzählte Wilson, dass er auch nach
25 Jahren immer noch Post erhält, die ihn auf fehlende oder neue
Zusammenhänge in dieser Mega-Verschwörung aufmerksam machen. Kein
Wunder eigentlich, wenn sich die Fiktion als derart prophetisch und gruselig
nah an den Fakten erweist. Jede Behauptung aus diesem fiktiven Szenario
ließe sich mit aktuellen Nachrichten ebenso dokumentieren wie der
eingangs zitierte journalistische Kommentar.
1898 veröffentlichte der ehemalige Seefahrer
Morgan Robertson seinen Roman "Futility", in dem er den Untergang der "Titanic"
14 Jahre später bis ins Detail vorwegnahm: Das luxuriöse
Passagier-Schiff galt als unsinkbar, wurde im Nordatlantik von einem Eisberg
gerammt, hatte zuwenig Rettungsboote an Bord - und hieß überdies
"Titan". Ob solche Koinzidenzen nun einfach einer merkwürdigen
Anhäufung von Zufällen geschuldet sind oder dichterischer
Hellseherei, ist ebenso interessant wie die Frage, ob die sich manifestierende
Realität sich am Ende vielleicht sogar nach Mustern ausrichtet, die zuvor
auf einem immateriellen, geistigen Feld geprägt worden sind. Ist am Ende
das bushistische Szenario 2001 ff. von den paranoisch-parodistischen Fiktionen
beeinflusst, die zwei bekiffte Autoren Anfang der 70er in die Welt gesetzt
haben?
Wie auch immer. Schon als Ende Oktober bekannt
wurde, dass der "Terrorpilot" Atta vom pakistanischen CIA-Partner ISI bezahlt
worden war, hatte ich mir die Fortschreibung dieser Geschichte durch meinen
Lieblings-Spionageautor John le Carré gewünscht (
Manus Manum Lavat - Money Money Lavamat). Mittlerweile
lässt sich anders als fiktional der Realität wohl kaum noch
beikommen. Fakten, Dokumente, offensichtliche Ungereimtheiten,
Widersprüche, Verdachtsmomente aufzulisten und "vernünftig" zur
Diskussion zu stellen, diese Methode öffentlicher Meinungsbildung und
Wahrheitsfindung scheint nach dem 11.September ausgedient zu haben, zumindest
was ihre Massenwirksamkeit betrifft. Es interessiert einfach kein Schwein
(gerade deshalb machen wir auch nach der 50. Folge hier weiter!)
Die Medienhuren erledigen ihren Job perfekt, die
Masse wimmert nach der Peitsche: Sicherheit und Kontrolle. Bei den
Mid-Term-Elections am 5.November werden sie die Bushisten nicht aus dem
Kongress jagen, - falls die Umfragen knapp werden, macht es eben vorher nochmal
irgendwo Bumm oder Bush präsentiert gar den Kopf des prominentesten
CIA-Aktivisten, Mr. Bin Ladin. Wer Usama fängt (oder Saddam erledigt),
wird auf jeden Fall wiedergewählt. Was ansonsten so läuft, erfahren
wir weniger von den Mietschreiberlingen und Propagandalautsprechern des
Medienbordells, sondern von den vorausschauenden Phantasten der Literatur.
Für brandaktuelle Recherchen empfehle ich zur Neulektüre, neben
"Illuminatus", vor allem George Orwell ("1984") und Aldous Huxley ("Schöne
Neue Welt"). |