| Die Wahrheit kommt zwar nur tröpfchenweise ans Licht,
aber immerhin. In den USA tauchte nun ein Tonband auf, auf dem der letzte
Funkverkehr der Feuerwehrleute im World Trade Center zu hören ist. Dem
Band kann man entnehmen, daß zumindest zwei Feuerwehrmänner in den
von der United Airlines Maschine getroffenen Bereich ab dem 78. Stock des
Südturms gelangen konnten. Soweit sind sich deutsche und amerikanische
Medien einig. Interessant ist nur, welche Details darüberhinaus den
deutschen Lesern vorenthalten werden. Nehmen wir z.B. Spiegel Online: Da
erfährt man zwar, daß die mutigen Feuerwehrleute noch
Überlebende nach unten schickten und daß die Witwe des einen
beruhigt ist, weil sie nun weiß, wie ihr Mann starb. Die hard facts und
die Brisanz, die in diesem Tonbandfund liegen, erwähnt Spiegel Online
jedoch nicht - wohl kaum zufällig. Denn Spiegel Online hatte ja nur eine
einzige Quelle für diese Geschichte, nämlich die New York Times, die
die Story in den USA aufgerissen hat. Und dort stehen noch ganz andere Sachen
drin, die von Spiegel Online fein säuberlich unterschlagen wurden. In der
New York Times kommt die volle Brisanz des Fundes zum Tragen, handelt es sich
doch um die einzigen Zeugenaussagen über das, was im 78. Stock des
Südturms und darüber wirklich geschah. Angeblich, so haben wir bisher
immer aus unzählbaren Artikeln und Fernsehdokumentationen erfahren,
entfachten die Flugzeuge in den Türmen eine solche Flammenhölle,
daß der Stahl des Gebäudes schmolz und (erstaunlich genug) praktisch
schlagartig nachgab. Seit dem Fund der Tonbänder können wir diese
wilde Theorie endgültig abhaken, denn als die Feuerwehrleute die
Einschlagzone erreichen, verraten ihre Stimmen weder Panik noch das leiseste
Zeichen dafür, daß die Situation in Kürze außer Kontrolle
geraten könnte. Von dem Stahl schmelzenden Feuersturm ist weit und breit
nichts zu sehen. Orio Palmer, einer der beiden Feuerwehrmänner, kann nur
zwei Brandherde entdecken und fordert - statt sofort den Befehl zum Räumen
des angeblich todgeweihten Gebäudes zu geben - zu ihrer Bekämpfung
zwei Löschtrupps an. Tatsächlich ist die Sache vom rotglühenden
und weichgekochten Stahl ein ausgewachsenes Medienmärchen. Ganz deutlich
sieht man ja auch auf vielen Fotos von außen Überlebende zwischen
den eingeschlagenen Fenstern direkt an den Stahlträgern der Fassade
lehnen. Diese waren offenbar noch nicht mal ein bißchen heiß
geworden. Kein Wunder, denn schließlich waren zwar zwei Flugzeuge in die
Türme geflogen, aber niemand hatte dort einen Hochofen aufgebaut, wie man
ihn benötigt, um Stahl wirklich zu schmelzen. Zumindest wurde das noch
nicht behauptet. So nimmt denn Feuerwehrmann Palmer rur wenige Minuten und
Sekunden vor dem Zusammensturz des Südturms offenbar nicht das leiseste
Anzeichen für die bevorstehende Katastrophe wahr - obwohl es welche
hätte geben müssen: rotglühende, sich verformende
Stahlträger zum Beispiel, aber auch mächtige
Verwindungsgeräusche der Struktur sowie sich verformende Wände und
Decken. Die beiden Brandherde bringen Palmer nicht auf den Gedanken, daß
das Gebäude ernsthaft Schaden nehmen könnte. Aber nur kurze Zeit
später fiel es innerhalb von nur wenigen Sekunden in sich zusammen. Die
Ursache für den Einsturz muß also ein auch für einen geschulten
Experten vollkommen unvorhersehbares und plötzliches Ereignis gewesen
sein. Was wohl? |