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| Umfrage bestätigt Vorbehalte gegen
Washingtons Außenpolitik. UNO-Mandat gefordert |
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Die meisten Europäer halten die USA
für mitschuldig an den Terroranschlägen des 11. September 2001 in New
York und Washington. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine in Washington
veröffentlichte Umfrage des German Marshall Fund (GMF) und des
Chicago-Council of Foreign Relations, des Rats für Auswärtige
Beziehungen in Chicago. Demnach finden 55 Prozent der befragten Europäer,
daß die US-Außenpolitik für die Anschläge vor einem Jahr
mitverantwortlich sei. Diese Meinung hatte nach den Anschlägen auch die
PDS Hamburg in der Erklärung »So was kommt von so was«
kundgetan. Die Genossen in der Elbmetropole waren dafür von der
PDS-Führung in Berlin heftig kritisiert worden. Nach der Umfrage denken
indes etwa 52 Prozent der Deutschen wie die Hamburger. In Frankreich sind es
sogar 63 Prozent.
Jedoch widerspricht die Mehrheit der Europäer
der Studie zufolge zugleich der Ansicht, die USA hätten die Anschläge
des 11. September ausgenutzt, um ihre Vormachtstellung rund um den Globus
auszubauen. 59 Prozent meinten, den Vereinigten Staaten gehe es wirklich darum,
sich vor neuen Angriffen zu schützen; in Deutschland waren es 61 Prozent.
Nur 26 Prozent waren der Ansicht, die USA wollten ihren Willen weltweit
durchsetzen (BRD: 24 Prozent).
Insgesamt 75 Prozent der befragten
Europäer unterstützten auch die Entsendung von Truppen, um
»terroristische Lager« zu vernichten. Eine deutliche Mehrheit
sprach sich jedoch gegen einen militärischen Alleingang der USA gegen Irak
aus. 60 Prozent meinten, die USA sollten Irak nur mit UNO-Mandat und
Unterstützung ihrer Verbündeten angreifen (Bundesrepublik: 56
Prozent). Nur 26 Prozent lehnten einen Angriff der USA auf Irak prinzipiell ab
(BRD: 28 Prozent). Für die Studie waren 1004 Europäer im Alter von
über 18 Jahren in sechs europäischen Ländern befragt
worden. |
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